10. Tag - 23.08.1995 - Mittwoch / Ybbs - Mauthausen
Sonne !!!
 

Aufwachen - strahlend blauer Himmel..

Nach Superfrühstück bei Frau Moser und Bereitstellen der guten Vesper (bestehend aus Schinken, Käse, Brötchen und Sturm - Federweißer auf österreichisch) und einem kleinen Schwätzchen, Start um 10:15 Uhr Richtung Mauthausen.
Es läuft gut, bei strahlendem Sonnenschein sieht diese Gegend, die wir vor einer Woche bei strömendem Regen durchfahren haben, ohne etwas von der Schönheit der Landschaft zu ahnen, wunderschön aus. Wir fahren auf der rechten Donauseite im Schatten und sehen das gegenüberliegende Ufer im schönsten Sonnenschein.

Auch unsere Stimmung ist durch diese Konstellation ausgesprochen gut. An der Brücke nach Grein bleiben wir diesmal auf dieser - der rechten - Uferseite, folgen der Ausschilderung nach Wallsee und nehmen in der „Donau-Rast“ unsere längst überfällige Apfelschorle zu uns. Außerdem lassen wir unsere Trinkflaschen nachfüllen.

Weiter geht es über die Brücke des Kraftwerkes auf die andere Donauseite und in Mitterkirchen machen wir Picknick (nach gefahrenen 40 km). Unter „Überdruck“ bei mir geht es weiter, ca. 12km bis zum „Campingplatz Au“ und damit dem lebensnotwendigen Klo - große Explosion!

Die restlichen Kilometer bis Mauthausen sind nur noch ein Kinderspiel. Unser Gasthof von der Hinreise hat leider Ruhetag, aber nebenan im Gasthof „Marygold“ (chines.) finden wir ein Zimmer. Aus gegebenem Anlaß essen wir zum Abend chinesisch, schreiben die in Wien gekauften Postkarten, suchen und finden einen Briefkasten ..

... undein Kartentelefon, um mit Eike zu telefonieren. Wählen, Ruf kommt an, Eike meldet sich, Heiko sagt:“ Hallo Eike, wir wollen nur kurz Guten-Abend sagen. Guten Abend, Eike,“ klack, Karte ist leer, Telefonat beendet. Wer guckt jetzt am blödesten? Naja, er wird es schon verkraften, sich im Zweifelsfalle verscheißert fühlen, aber er wird es überleben, denn morgen kaufen wir eine neue Karte.


Dann hat er das Vergnügen, mit uns reden zu können. Wir trinken einen Sturm im Gasthof „Zur Traube“, lecker, aber gefährlich. Die Temperaturen sind so angenehm, daß man noch herrlich draußen sitzen kann.
Tagesetappe = 60 km    
 
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