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Nein, Uta ist nicht krank! Ausgeschlafen und gut
gelaunt kommt sie zum Frühstück! Na, Gott sei Dank!
Heute wird der letzte Wandertag eingeläutet.
Thomas hat in Abänderung des ursprünglichen Planes eine
Tour auf der Halbinsel Victoria ausgesucht mit einem Picknick am
Strand und, wer mutig ist, kann baden.
Mir ist bewusst, dass es heute mal wieder eine
für mich schwindelige Angelegenheit wird. Ich habe in der Nacht
schon davon geträumt, bin erschreckt aufgewacht und stehe somit
diesem Unterfangen mit etwas gemischten Gefühlen gegenüber.
Wir fahren gen Norden Richtung Alcudia, dann durch
Mal Pas bis zum Parkplatz an der Ermita de la Victoria.
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Nun beginnt der anstrengende Aufstieg.
Ich verspüre in meinem linken Knie einen zeitweilig auftretenden
stechenden Schmerz, der mich schon gestern bei ähnlichen Steigungswinkeln
ärgerte. Da meine Verfassung sowieso nicht die beste ist im Hinblick
auf die zu erwartenden Schwindelattacken, kommen mir Zweifel. Ist
es nicht vielleicht besser, ich bleibe hier unten? Außerdem
bin ich für die Gruppe doch auch ein Hemmnis! |
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Aber Heiko und Thomas versuchen mich zu überreden, aufzumuntern
und zu motivieren. Es würde bestimmt 7 Stunden dauern, bis
die Gruppe wieder zum Auto zurückkommt! Die Beiden übernehmen
aus meinem Rucksack die gewichtigeren Dinge, so dass ich vom Gewicht
her eine Erleichterung habe - und dann versuche ich es halt!
Nachdem ich meine "Betriebstemperatur" erreicht habe,
geht es auch schon besser. Mein Knie scheint sich auch damit abgefunden
zu haben, dass es keine Schwierigkeiten machen darf.
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| Bis zum Atalaya de Alcudia gehe ich mit, aber die
letzten 20 Meter auf die Spitze, da streike ich und bleibe lieber
an einer sicheren Stelle unten. Christine entscheidet sich ebenfalls
für diese Lösung - und hinterher lassen wir uns von den
anderen erzählen, dass man von oben einen wahnsinnigen Blick
auf beide Buchten, die von Alcudia und Pollensa, hatte. Man konnte
sogar das Boot unseres Freundes Manfred in Port Alcudia liegen sehen
(... kleiner Scherz von Heiko). |
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Ausblicke vom Atalaya de Alcudia auf die Buchten
von Pollenca und Alcudia
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Auf der Rückseite des Atalaya
gehen wir in Serpentinen hinab, ich konzentriere mich auf die
Füße des vor mir gehenden Thomas und bin immer in
leichter Schräglage zum Berg. Bloß nicht runtersehen!
So kommen wir über den Grat dieses Berges zum wieder bewaldeten
des nächsten. |
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| Auch hier in dieser Region haben die Novemberstürme
viele Schäden angerichtet. Wir sehen aus der Höhe ganze
Waldflächen entwurzelter und abgeknickter Pinien. Es ist wirklich
ein Trauerspiel! Auch hier werden wir Wanderer wieder gezwungen, andere
Wege zu erkunden oder über die Bäume zu klettern, die den
Weg versperren. |
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Von hier oben haben wir einen kurzen
Ausblick auf die tief unter uns liegende Bucht und den Sandstrand,
unser heutigen Picknickziel. In Serpentinen geht es hinab, aber leider
wird aus dem Picknick am Strand nichts, denn der Weg dorthin am Ufer
entlang ist versperrt. Ganze Felsformationen haben sich gelöst,
sind hinabgestürzt und somit ist uns die Möglichkeit genommen,
den Strand zu erreichen. Schade, nun kann Christine nicht baden, |
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| dabei hatte sie sich so darauf gefreut
und extra das Badezeug mitgeschleppt. Wir machen es uns auf den Klippen
"bequem" und verzehren unser Proviant im herrlichen Sonnenschein.
Es gibt wieder leckere Sachen, von Jutta zubereitet, und wieder kreist
dazu die Flasche Wein. |
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Unser Rückweg verläuft auf anderen Wegen,
das letzte Stück hat es wieder in sich, allerdings nur bezüglich
der Anstrengung nicht des Schwindelgrades. Christine und ich sind
die letzten, Heiko leistet uns als Lumpensammler Gesellschaft. Wir
keuchen und schnauben - und haben es endlich geschafft! Das war
auf jeden Fall der Abschluss unserer Wandertouren, und der war fast
die Krönung. Wie hatte Thomas heute zu Beginn der Tour gesagt?
"Am Ende
werdet Ihr mich umbringen wollen!"
Er hatte ja
soooooo recht ;-))
Am Auto angekommen wird zunächst beratschlagt,
wo man noch eine Kleinigkeit trinken könnte. Das von Thomas
vorgeschlagene Lokal auf der Halbinsel Victoria hat leider noch
geschlossen, somit fahren wir bis Alcudia. In der wunderschönen
Altstadt mit Fußgängerzone trinken wir eine schöne,
kühle caña und ähnliches.
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| Heute Abend gibt es unser letztes
Gourmet-Menue. Anschließend fährt Thomas noch diverse
Flaschen auf (von Anis seco bis Palo [Johannisbrotbaumlikör]).
Es wird ein feuchtfröhlicher und langer Abschiedsabend. |
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Birgit
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Anja, Christine und Brigitte
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Uta, Hans und Ursula
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Birgit und Verena
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| Um der Crew des Gaia zu danken, sammeln wir am
Tisch. Heiko wird ausgeguckt das Dankeschön an unsere gute Fee
Luisza mit ein paar spanischen Worten zu übergeben. Das klappt
dann auch in typisch spanischer Art mit Küsschen links, Küsschen
rechts. Thomas ist erstaunt über so viel Temperament. |
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| Die Wirtsleute sind schon gegangen, nur Luiza ist
noch im Lokal und klart auf, als sich auch die Letzten verabschieden. |
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Für Anja, Christine und Birgit ist morgen
früh um 7 Uhr Abfahrt zum Flughafen. Uta, Hans und Ursula bleiben
noch ein paar Tage in Alaró. Brigitte muss um 10.30 Uhr in
Palma sein, und wir werden sie mit dem Leihwagen mitnehmen und dort
am Flughafen das Fahrzeug abgeben. Jutta hat in unserem Auftrag
mit Autos Vima in Cala Figuera telefoniert und den von uns georderten
Wagen zu 10.30 Uhr zum Flughafen bestellt.
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| Heiko und ich wollen noch 2 Wochen
Urlaub in Cala Figuera, unserer 2. Heimat, machen. Dort werden wir
unsere Gehwerkzeuge ein wenig pflegen und hoffentlich noch recht viel
Sonne und Wärme genießen können. |
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