23. Februar 2002
Samstag
Halbinsel Victoria
- die letzte Wanderung -

Wanderung auf der Halbinsel Victoria bei Alcudia
mit fantastischen Ausblicken auf die Nordküste und Formentor
(mittelschwere Wanderung, ca. 5,5 Std. Gehzeit, ca. 500 Höhenmeter, Anfahrt 45 Min.)

Abendessen im Restaurant Gaia
zum Tagesmenue
 

Nein, Uta ist nicht krank! Ausgeschlafen und gut gelaunt kommt sie zum Frühstück! Na, Gott sei Dank!

Heute wird der letzte Wandertag eingeläutet. Thomas hat in Abänderung des ursprünglichen Planes eine Tour auf der Halbinsel Victoria ausgesucht mit einem Picknick am Strand und, wer mutig ist, kann baden.

Mir ist bewusst, dass es heute mal wieder eine für mich schwindelige Angelegenheit wird. Ich habe in der Nacht schon davon geträumt, bin erschreckt aufgewacht und stehe somit diesem Unterfangen mit etwas gemischten Gefühlen gegenüber.

Wir fahren gen Norden Richtung Alcudia, dann durch Mal Pas bis zum Parkplatz an der Ermita de la Victoria.

Windbruch beim Aufstieg Nun beginnt der anstrengende Aufstieg. Ich verspüre in meinem linken Knie einen zeitweilig auftretenden stechenden Schmerz, der mich schon gestern bei ähnlichen Steigungswinkeln ärgerte. Da meine Verfassung sowieso nicht die beste ist im Hinblick auf die zu erwartenden Schwindelattacken, kommen mir Zweifel. Ist es nicht vielleicht besser, ich bleibe hier unten? Außerdem bin ich für die Gruppe doch auch ein Hemmnis!

Aber Heiko und Thomas versuchen mich zu überreden, aufzumuntern und zu motivieren. Es würde bestimmt 7 Stunden dauern, bis die Gruppe wieder zum Auto zurückkommt! Die Beiden übernehmen aus meinem Rucksack die gewichtigeren Dinge, so dass ich vom Gewicht her eine Erleichterung habe - und dann versuche ich es halt!

Nachdem ich meine "Betriebstemperatur" erreicht habe, geht es auch schon besser. Mein Knie scheint sich auch damit abgefunden zu haben, dass es keine Schwierigkeiten machen darf.

Bis zum Atalaya de Alcudia gehe ich mit, aber die letzten 20 Meter auf die Spitze, da streike ich und bleibe lieber an einer sicheren Stelle unten. Christine entscheidet sich ebenfalls für diese Lösung - und hinterher lassen wir uns von den anderen erzählen, dass man von oben einen wahnsinnigen Blick auf beide Buchten, die von Alcudia und Pollensa, hatte. Man konnte sogar das Boot unseres Freundes Manfred in Port Alcudia liegen sehen (... kleiner Scherz von Heiko). Blick Richtung Formentor
Blick auf Pollenca Blick auf Alcudia
Ausblicke vom Atalaya de Alcudia auf die Buchten von Pollenca und Alcudia
in Schräglage zum Berg
Auf der Rückseite des Atalaya gehen wir in Serpentinen hinab, ich konzentriere mich auf die Füße des vor mir gehenden Thomas und bin immer in leichter Schräglage zum Berg. Bloß nicht runtersehen! So kommen wir über den Grat dieses Berges zum wieder bewaldeten des nächsten.
so sah es 1000-fach aus
Nordost-Hänge der Halbinsel
Auch hier in dieser Region haben die Novemberstürme viele Schäden angerichtet. Wir sehen aus der Höhe ganze Waldflächen entwurzelter und abgeknickter Pinien. Es ist wirklich ein Trauerspiel! Auch hier werden wir Wanderer wieder gezwungen, andere Wege zu erkunden oder über die Bäume zu klettern, die den Weg versperren.
Beim Picknick Von hier oben haben wir einen kurzen Ausblick auf die tief unter uns liegende Bucht und den Sandstrand, unser heutigen Picknickziel. In Serpentinen geht es hinab, aber leider wird aus dem Picknick am Strand nichts, denn der Weg dorthin am Ufer entlang ist versperrt. Ganze Felsformationen haben sich gelöst, sind hinabgestürzt und somit ist uns die Möglichkeit genommen, den Strand zu erreichen. Schade, nun kann Christine nicht baden,
Blick in unsere Picknickbucht
Blick in unsere Picknickbucht
Beim Picknick
dabei hatte sie sich so darauf gefreut und extra das Badezeug mitgeschleppt. Wir machen es uns auf den Klippen "bequem" und verzehren unser Proviant im herrlichen Sonnenschein. Es gibt wieder leckere Sachen, von Jutta zubereitet, und wieder kreist dazu die Flasche Wein.

Unser Rückweg verläuft auf anderen Wegen, das letzte Stück hat es wieder in sich, allerdings nur bezüglich der Anstrengung nicht des Schwindelgrades. Christine und ich sind die letzten, Heiko leistet uns als Lumpensammler Gesellschaft. Wir keuchen und schnauben - und haben es endlich geschafft! Das war auf jeden Fall der Abschluss unserer Wandertouren, und der war fast die Krönung. Wie hatte Thomas heute zu Beginn der Tour gesagt?

"Am Ende werdet Ihr mich umbringen wollen!"

Er hatte ja soooooo recht ;-))

Am Auto angekommen wird zunächst beratschlagt, wo man noch eine Kleinigkeit trinken könnte. Das von Thomas vorgeschlagene Lokal auf der Halbinsel Victoria hat leider noch geschlossen, somit fahren wir bis Alcudia. In der wunderschönen Altstadt mit Fußgängerzone trinken wir eine schöne, kühle caña und ähnliches.

Sind wir etwa müde ??
Die Hänge voller blühenderWolfsmilch
In Alcudia - Rückblick auf den Atalaya de Alcudia
 
Heute Abend gibt es unser letztes Gourmet-Menue. Anschließend fährt Thomas noch diverse Flaschen auf (von Anis seco bis Palo [Johannisbrotbaumlikör]). Es wird ein feuchtfröhlicher und langer Abschiedsabend.
Birgit
Anja, Christine und Brigitte
Uta, Hans und Ursula
Birgit und Verena
Um der Crew des Gaia zu danken, sammeln wir am Tisch. Heiko wird ausgeguckt das Dankeschön an unsere gute Fee Luisza mit ein paar spanischen Worten zu übergeben. Das klappt dann auch in typisch spanischer Art mit Küsschen links, Küsschen rechts. Thomas ist erstaunt über so viel Temperament.
Die Wirtsleute sind schon gegangen, nur Luiza ist noch im Lokal und klart auf, als sich auch die Letzten verabschieden.
 

Für Anja, Christine und Birgit ist morgen früh um 7 Uhr Abfahrt zum Flughafen. Uta, Hans und Ursula bleiben noch ein paar Tage in Alaró. Brigitte muss um 10.30 Uhr in Palma sein, und wir werden sie mit dem Leihwagen mitnehmen und dort am Flughafen das Fahrzeug abgeben. Jutta hat in unserem Auftrag mit Autos Vima in Cala Figuera telefoniert und den von uns georderten Wagen zu 10.30 Uhr zum Flughafen bestellt.

Heiko und ich wollen noch 2 Wochen Urlaub in Cala Figuera, unserer 2. Heimat, machen. Dort werden wir unsere Gehwerkzeuge ein wenig pflegen und hoffentlich noch recht viel Sonne und Wärme genießen können.