Typischer Marktstand
20. Februar 2002
Mittwoch
Ruhetag - zur freien Verfügung

Vormittags Fahrt zum Bauernmarkt nach Sineu
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Nachmittags Besichtigung des Landgutes
Els Calderers bei Sant Joan
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Abends nach Inca zum Schlemmen ins
Restaurant Can Amer

 

Den heutigen Tag haben wir zur freien Verfügung. Darum haben wir den Viehmarkt in Sineu als Ziel unser Unternehmung ausgesucht. Heiko und ich sind schon häufiger auf diesem sehr interessanten Markt gewesen, aber bei den übrigen Wanderfreunden ist er noch unbekannt.

Wir fahren mit zwei Autos; Hans fährt den Astra (Thomas hat heute auch frei von uns), Heiko wieder den Renault. Die arme Christine leidet wieder, aber es geht auch diesmal ohne Malheur aus.

Nachdem wir in Sineu die Autos geparkt haben, gehen wir zu der kleinen Bodega, in der wir nach dem Marktbummel einkehren wollen, um allen die Örtlichkeiten zu zeigen. Noch ist es leer in dem kleinen Weinkeller. Wir verabreden und für ca. 12.15 Uhr , und in einzelnen Gruppen trennen wir uns.

Der Löwe, das Wappentier von Sineu

Jetzt im Winter ist der Markt anders beschickt als im Sommer. Der "Klamottenteil" ist größer, es gibt weniger Stände mit Obst und Gemüse und es gibt weniger Touris.

Heiko und ich gehen zum Viehteil mit den kleinen und großen Schafen, den Hunden und den kleinen Käfigen mit den vielen Vögeln. Wir kaufen uns Käse, Schinken und Brot für unser Picknick in der kleinen Bodega. Martkeindrücke
Im Café Sa Placa genehmigen wir uns einen Cortado im Café Sa Placa, leider sind die wenigen Plätze vor der Bar besetzt, so dass wir uns nach drinnen setzen. Es ist wieder höchst interessant, die Gäste zu beobachten. In diesem Lokal soll es übrigens das beste Frito Mallorquin geben.
Salud - Uta und Heiko lassen es sich schmecken Sind Hans, Ursula und Brigitte etwa melancholisch?
In der Bodega ist es rappelvoll - kein Sitzplatz, was tun? Wir warten bis am Rande ein kleiner Tisch frei wird, dann noch einer, und ich gehe und frage nach der Möglichkeit für 9 Personen. Es ist eng, aber es geht. Wir bestellen uns Rotwein und packen unser Frühstück aus. Es ist unheimlich urig!! Die Stimmung ist prima, wir haben viel Spaß. Hola Chicas -Anja, Birgit und Chritine
 
Von Sineu aus fahren wir weiter nach Sant Joan ins Herrenhaus Els Calderers. Dieses Anwesen haben wir vor zwei Jahren besichtigt und waren sehr beeindruckt. Darum kam der Vorschlag diees Besuches von uns und wurde auch mit Interesse von unseren Mitwanderern aufgegriffen.
Das Haupthaus Das Landgut Els Calderers wurde im Jahre 1700 erbaut und 1993 kam eine mallorquinische Familie auf die Idee, zu zeigen, wie das Landleben in der guten alten Zeit aussah. So entstand dieses Museum, in dem bestaunt werden kann, wie Hausherren und Dienerschaft - auf dem jeweiligen Niveau - in der Zeit lebten. Die Empfangshalle

Uns beeindrucken die Räume und ihre Einrichtungen, z.B. das "Klavierzimmer" mit der Frau am Klavier, das Esszimmer mit der wunderschön gedeckten Tafel, die Küche, nicht zu vergessen der riesige Weinkeller, die Kornkammer mit den Vorräten aus Garten und Feldern, und auch hofeigene Kapell

ein kleiner Rundgang
die schwarzen Schweine In den Stallungen draußen sehen wir alle möglichen einheimischen Tiere, wie die bekannten porc negres, die schwarzen Schweine.

Wir sitzen nach unserem Rundgang im Garten und genießen die Sonne. Es ist ein herrlicher Tag! Gegen 16 Uhr ist unser Rundgang beendet.

Für 19 Uhr haben wi rin Inca im Restaurant "Can Amer" einen Tisch bestellt. Hans, Ursula und Brigitte wollen sich die Zeit bis dahin vertreiben, während wir Übrigen es vorziehen, nach Alaró zurück zu fahren. Aber mit 6 Personen in einem PKW? Geht alles - die Chicas auf der Rückbank nehmen Uta auf den Schoß - oder war es Birgit

Sonnenanbeterinnen
Egal, es war zwar eng, aber es war auch recht lustig. Als wir eine Polizeistreife passieren, verschwindet ein Kopf von der Hinterbank in der Versenkung - keine Gefahr!
 

Um 19 Uhr treffen wir uns alle neun im Celler C'an Amer. Inca ist bekannt für seine vielen Keller - und dies ist einer der bekanntesten. Die Wirtsleute haben seinerzeit anlässlich der Olympischen Spiele für das leibliche Wohl der Sportler gesorgt.

Das Logo des Can Amer
Das Logo des Can Amer

Man betritt durch eine kleine unscheinbare Tür unter einer cremefarbenen Markise das Lokal und geht eine lange Treppe hinunter, links und rechts der Stufen liegen Orangen und dazwischen brennen Kerzen. Geradezu ist der Tresen mit der dahinterliegenden Küche. Paprika- und Knoblauchketten hängen zur Deko an den Wänden. Riesige Weinfässern umsäumen den Keller und alles ist sehr geschmackvoll dekoriert. Es lohnt sich, die Augen schweifen zu lassen. Uns bedient der Camarero, den wir schon seit unserem ersten Besuch vor einigen Jahren kennen.

Heiko und ich essen diesmal das gleiche Gericht; als Vorspeise Sopa de Pescado, dann Escaldums con ensaimada. Andere von uns wählen Milchlamm, Calamares rellenos, Lechonas u.a. Danach gibt es noch Postres, dann geht es "heim".

Der Ausklang des Tages mit Uta und Birgit findet im "Al Punto" statt.

Hübsche Dekorationen
Urige alte Weinfässer