04. März 2003
Dienstag
El Teide und Cañadas
 

Heute müssen wir früh hoch. Der Wecker klingelt um 6:50 h. Wir sind um 7:50 h gestiefelt und mit gepackten Rucksäcken zum Frühstück und dürfen schon in den Speisesaal. Danach "zack-zack" zur Bushaltestelle - der angepeilte Bus kommt natürlich n i c h t - wie wir es uns beinahe dachten. Aber wir kommen noch pünktlich zum "Guagua". Am Teide-Bus - Linie 348 / Abfahrt 9:15 h - eine Riesenschlange - wir haben Zweifel, überhaupt mitzukommen (Drängel- Drängel) - Es wird ein zweiter Bus eingesetzt. Mit dem Bus raus aus Puerto de la Cruz geht's über Orotava in die Berge. Man sieht in der Region Orotava viel Weinanbau.

Die Weinstöcke sind hier völlig anders "getrimmt" als in Deutschland - langgestreckte Rebzweige werden bodennah oder baldachinartig getrimmt.

Der Bus schraubt sich höher und höher. Die Vegetation wechselt ständig. Farne - Baumheide - Kiefern erst groß, dann kleiner werdend und schließlich kaum noch Bewuchs - Endstation am Parador in den Cañadas.

Man ist hier wirklich wie in einer Mondlandschaft - auf über 2000 m Höhe. Es ist zu erkennen, dass die Cañadas Teil eines riesigen Kraters sind, aus dem der Kegel des Teide steil aufragt - noch einmal rund 1800 m. Hier auf der Südseite ist kein Schnee am Gipfel zu sehen, den man sonst immer vom Norden ausmachen konnte.

Nachdem wir uns am zentralen Aussichtspunkt über die dort beginnenden Wanderwege informiert haben, entscheiden wir uns für die Route no. 3, die mit einer Laufzeit von
2 Std. 10 Min. angegeben ist. Wir laufen los und anfangs scheint es ein Spazierweg zu sein, breit und ausgelatscht. Bald merken wir jedoch, dass es sehr gut ist, in festen Wanderstiefeln zu laufen.
Auch den Stock mögen wir nicht missen. Diese "einfache" Tour ist schon grandios in dieser Vulkanlandschaft mit Lavafeldern, Geröllhalden, Abbrüchen - unwirtlich und unwirklich und dann wieder blühende Pflanzen, Eidechsen.

Bis kurz vor Ende der Tour ist es auch für Verena mit ihrer Höhenangst problemlos. Die Abbrüche und steilen Grate sind nicht an unserem Weg - eben bis kurz vorm Ende. Da müssen wir die letzten 15 Miuten noch steil bergan und am Rand des Weges geht es steil bergab. Aber Verena hat es gut gepackt.

Wir haben jetzt noch gut 2 Stunden Zeit bis zur Rückfahrt des Busses. Am "Imbiss" vom Parador holen wir uns eine Stärkung - wieder mal "Papas Arrugadas con Mojo". Dieses einfache Gericht hat es uns angetan. Dazu ein gutes Gläschen Vino Tinto ...
... und das alles in der Sonne, windgeschützt auf den Steinstufen des Paradors.

Der 348er Bus startet um kurz nach 16:00 h. Wieder geht es in vielen Serpentinen durch den Krater und schließlich den Berg runter. Jetzt in der Nachmittagssonne entstehen ganz andere Eindrücke als auf der Hinfahrt.

Wir sind schneller in Puerto de la Cruz als im Fahrplan vorgesehen und bekommen dadurch um 17:30 h noch den 354er Bus Richtung Longuera. Somit sind wir auch pünktlich zum Abendessen im Hotel.

Später gehen wir noch zu einem "kanarischen Abend" ins Restaurant von Romantica I. Aber nach einem Gläschen Rosado verlassen wir
das Lokal "fluchtartig". Wir empfanden diese Veranstaltung als Farce -
die Residenten von Romantica I zelebrierten sich selbst.
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