27. Februar 2003
Donnerstag
Garachico
 

Von unseren "meisterlichen" Nachbarn wurde uns vorgeschwärmt, dass der Ort Garachico wunderschön und einen Besuch wert sei. Das ist unser heutiges Ziel.

Ohne Umweg über Puerto de la Cruz nehmen wir in Longuera den 354er nach Icod de los Vinos über Realejos, Icod de Alto und Guanche. Die Route geht über Landstraße durchs Gebirge. Hier merkt man, wie zerklüftet das Gelände ist. Immer wieder müssen Barrancos "umfahren" werden. Umsteigen in Icod de los Vinos in die Linie 363, direkt nach Garachico. Über die Uferstraße geht es am Ort vorbei; Ausstieg hinter dem Castillo de San Miguel.

Wir erkunden ein wenig den Küstenbereich und nehmen eine Erfrischung in einem Restaurant am Rande der Piscinas Naturales ein. In diesen Naturbecken, deren Wasser durch den Wellenhub immer wieder aufgefrischt wird, kann man bei ruhigem Wasser baden. Jetzt im Februar ist das nicht möglich, da die Brandung über alle Klippen hinwegfegt.
Wir erkunden den Ort ein wenig. An der Plaza liegt das Hotel La Quinta Roja, sowie die Kirche La Glorieta de San Francisco. Hier werden Karnevalskulissen aufgebaut. Rosenmontag steht bevor.

 

Auf der anderen Seite des Platzes liegt die Iglesia de Santa Ana, und dort steht ein typisch spanischer Pavillon, auf dessen Empore bei Fiestas die Musikkapelle Platz nimmt.

 

Hier vom Stadtkern aus hat man einen tollen Blick auf die umliegenden Lavahänge.

Garachico wurde 1706 beim Ausbruch des Vulkans Arenas Negras zum Teil zerstört. Von dieser Katastrophe soll der einst blühende Ort sich nicht wieder erholt haben.
 

Es ist Zeit, Ausschau nach einer Einkehrmöglichkeit zu halten. Wir haben Glück - in einer Seitenstraße, der Calle Palma stoßen wir auf das Lokal "Asadera Daute - Casa Miró", das uns urig erscheint und letztlich auch ist. Es sieht für uns so aus, als wenn hier nur Einheimische verkehren.

Vor- und Hauptgang sind eigentlich wieder viel zu viel. Der Kellner, der uns bedient, sagt kaum ein Wort, jedoch durch Mimik und Gestik drückt er Freundlichkeit, Höflichkeit und Nettigkeit aus, dass es eine Freude ist.

In der Speisekarte werden die Preise in € und pts ausgewiesen. Die Abrechung erfolgt am Ende in Pesetas, und nur der Endbetrag wird in € umgerechnet.

In Deutschland 1 Jahr nach der €-Umstellung undenkbar.

Asadera Daute
Casa Miro
Garbanzos
500 pts.
Sopa de Pescado
250 pts.
Mejillones plancha
600 pts.
Carne capra
600 pts.
Papa arrugada
300 pts.
½ l Vino
450 pts.
Agua con gas
125 pts.
2 cortados
250 pts.
2 Grappa especia
500 pts.
2 panes
200 pts.
 
3.775 pts.
 
22,69€
Nach dieser guten Stärkung nehmen wir unseren Rundgang wieder auf.
Durchblick von der Plaza zum Meer
Stimmungsvoller Innenhof

Abzweig der Küstenstraße in den Ort
Brandung an der Küstenstraße
Blick von der Küstenstraße auf Ort und Lavahänge
Castillo de San Miguel

Im Bereich der Bushaltestelle am Castillo de San Miguel werfen wir vor der Abfahrt noch einen Blick in die Zigarren-Fabrikation der Familie Fran, bevor wir den 363er Bus besteigen, der uns auf der Küstenstraße über Icod de los Vinos nach Puerto de la Cruz bringt.

Die Verweilzeit am "Guagua" überbrücken wir in einer nahe gelegenen Bar mit einer Erfrischung. Danach bringt uns der 354er Bus zurück nach La Longuera.

Gara-Chico - die kleine Insel

In der Sprache der Ureinwohner von Tenerifa bedeutete "Gara" Insel. Die Spanier hängten diesem Namen das "chico" für klein an, da die dem Ort vorgelagerte Insel nicht gerade groß ist

 
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