Samstag / Sonntag
12./13.07.2003
Szentendre / Rückreise
 

Samstag - 12. Juli 2003: Nach dem Frühstück starten wir in Richtung Szentendre.

Doch bevor wir die Hotelanlage verlassen, fahren wir noch zum Reiterhof, sehen noch einige Reiter hoch zu Roß, die Kutscher warten auch schon auf die Fahrgäste für die Fahrt durch den Nationalpark Hortobágy-Puszta und in den Storchennestern wird von den Jungen schon das Fliegen geübt - und wieder lacht die Sonne vom strahlend blauen Himmel!

Auf der B 33 fahren wir Richtung Budapest, genießen die letzten Blicke auf die Weite der Puszta mit den Ziehbrunnen, reetgedeckten Ställen, den Silberreihern, Störchen, Pferden und Rindern. In Tiszafüred (= auf deutsch: Bad Theiß) überqueren wir Theiß-Fluss und Theiß-See und verlassen das Gebiet der Hortobágy.

Wir fahren in Füzesabony nicht auf die Autobahn sondern bleiben auf der landschaftlich viel schöneren und wenig befahrenen Landstraße. Langsam bewölkt sich der Himmel und vor Gödöllö fängt es an zu regnen. Da es auf die Mittagszeit zugeht, beschließen wir, auf der
Szentendre-Insel in der Pokol-Czarda zu essen. In Vac müssen wir auf die Fähre warten, da diese gerade abgelegt hat. Es hört auf zu regnen, und als wir auf der Insel ankommen, ist unsere Enttäuschung groß. Die Pokol-Czarda ist geschlossen! Im Garten stehen keine Tische und Stühle unter den riesigen Kastanienbäumen und das Tor ist mit einer Kette verschlossen! Das hätten wir nicht gedacht!

So fahren wir weiter, verlassen die Insel und in Tahi finden wir an der Straße ein kleines nettes Gartenrestaurant. Dort essen wir leckeren Fisch und stellen fest, dass sich die Nähe der Hauptstadt hier in den Preisen schon bemerkbar macht.

In Szentendre bekommen wir im "Matyas Rex" unser Zimmer. Wir hatten vom Club-Hotel in Hortobágy anrufen lassen und um Reservierung eines Zimmers gebeten, was hervorragend geklappt hat.

Beim Bummel durch die kleine Stadt genehmigen wir uns einen Langos mit Sauerrahm. Oh wie lecker!! Und so preiswert!!

Auf dem Fö ter ist eine Volkstanzgruppe in Aktion.

In der beginnenden Dämmerung lassen wir den besonderen Flair dieses Ortes auf uns wirken.

Am Duna-Ufer trinken wir unseren ersten Wein dieses Tages und den letzten genießen wir am Ufer des Stadtgrabens in einem kleinen Freiluftrestaurant. - Das ist nun unser letzter Abend dieses Urlaubs. Morgen um diese Zeit sind wir wieder
in Hamburg.

 
 
 
Sonntag - 13 Juli 2003 (Heimflug): Wir frühstücken wie immer gegen 9:00 Uhr, dann werden die Koffer gepackt. Wir haben vereinbart, dass wir bis zur Abfahrt gegen 13:30 Uhr das Gepäck auf dem Zimmer lassen können.
Wir beschließen noch schnell einen Abstecher nach Visegrád zur Oberburg zu machen. Dort angekommen disponieren wir aber um, denn im Ort ist ein großes Reiterfest, dass alljährlich an diesem Wochenende stattfindet und die Attraktion überhaupt ist. Die Straßen und Plätze sind voller Menschen und Autos.
An der Burg hoch oben über der Donau steht eine Blechlawine vor der Schranke des Parkplatzes. Nein, das müssen wir uns nicht antun, wir wenden,genießen von hier oben noch einmal den Blick aufs Donautal und fahren zurück nach Szentendre.

Im Etterem des Matyas Rex essen wir zu Mittag, aber nicht im Gewölbekeller sondern auf der luftigen Terrasse des Hotels.

Wir werden vom "guten Geist" des Hotels bedient und gönnen uns als Abschluss
und zur Krönung des Urlaubs noch einen Gundel-Palatschinken.

Um 13.30 Uhr rollen wir vom Hof in Richtung Budapest. Um 15 Uhr haben wir verabredet, den Leihwagen dort an die Fa. Avalon zu übergeben. Da es Sonntag ist, sind die Straßen nicht zu voll. Unser Ziel liegt im Südosten der Stadt, und somit müssen wir diese durchqueren. Anfangs ist die Ausschilderung auch noch optimal, aber - wie immer - irgendwann fehlt eine Angabe oder ist nicht eindeutig, und schon kommt man vom direkten Pfad ab. So ist es auch uns passiert. Zum Glück sind wir gut in der Zeit und kommen trotz eines Umweges auf schlechten Straßen rechtzeitig am "Feryhegy 2" an.

Wir übergeben den Wagen dem Mann von Avolon-Rent und begeben uns in die Abflughalle der Malev, der ungarischen Fluggesellschaft. Auf Anfrage erfahren wir, dass unser Flug nach Hamburg in ca. 20 Minuten an den Schaltern 4,5 und 6 abgefertigt wird. Am Schalter 5 stehen schon einige Leute, darum gehen wir zu Schalter 6. Dieser wird dann auch als erster geöffnet und unser Gepäck (2 Reisetaschen und 1 Koffer) rollt auf dem Transportband nach hinten.

Wir starten pünktlich um 17.25 Uhr und landen nach einem ruhigen Verlauf des Fluges um 19 Uhr in Fuhlsbüttel. Als wir durch die Passkontrolle sind, setzen sich bereits die Gepäckbänder in Bewegung. Eine Reisetasche und der Koffer kommen zügig, aber am Ende fehlt eine Tasche! Wir reklamieren am Schalter und erfahren, das so etwas in Budapest häufiger vorkommt. Erfahrungsgemäß finden sich fehlende Teile meistens am nächsten Tag wieder an. Man notiert unsere Anschrift und sichert uns die Überbringung zu.

Andi, Stefan und Nici holen uns ab und Nici hat uns ein hübsches Bild zum Empfang gemalt! Das Wetter hier in Hamburg ist auch sehr schön, wir brauchen uns nicht umzustellen.

 

PS: Nach häufigem Telefonieren und Rekapitulieren des Inhaltes der Reisetasche (lauter Klamotten, Gott sei Dank keine ideellen Werte!) haben wir die Hoffnung schon aufgegeben, als am 21. Juli der "erlösende" Anruf von der Malev kommt, dass das fehlende Gepäckstück wieder da ist. Es wurde uns persönlich gebracht, und wir konnten feststellen, dass es von Budapest mit Olympic-Airways nach Athen und mit der Lufthansa zurück nach Hamburg geflogen wurde.

Ja, wenn Gepäck erzählen könnte, dann wüßten wir nun Näheres!

Somit hat unsere Urlaubsreise 2003 dann doch noch einen versöhnlichen Abschluss erhalten.

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