Montag
07.07.2003
Visegrad - Eger
 
 

Unsere Nacht ist erfüllt vom Bellen der Hunde und Heikos Brüllen ("Basta!!"), worauf eine Ruhephase folgte. Fangen jedoch in der Nachbarschaft andere Hunde wieder an zu bellen, antworten unsere Hunde lautstark und ausdauernd, und Heiko erwidert mit Brüllen! Das Spielchen wiederholt sich diverse Male!

Es ist wirklich eine "eindrucksvolle" Nacht, die mit einem "hervorragenden" Frühstück endet. Es gibt nur eine große (normale) Tasse, die Kaffee-Pumpkanne ist so gut wie leer, und der sogenannten Servicekraft springt die Lust und die Freundlichkeit aus den Augen. Das "Faktotum" bedient uns dann immerhin noch im Rahmen seiner - begrenzten - Möglichkeiten.

Der Hammer kommt bei der Abrechnung. Auf die angegebenen Kosten (per Fax-Bestätigung) kommt noch die Mehrwertsteuer! Damit ist dieses Hotel teurer als unser wunderschönes Haus in Szentendre. Dieser Häuser trennen Welten.

Unser Weg soll uns heute nach Eger führen, wo wir in der Panzio Bacchus durch Frau Braun vom Pannonia-Reisebüro in HH ein Zimmer für drei Nächte gebucht und bereits bezahlt haben.

Wir fahren bei Tahitótfalu über eine Brücke auf die Szentendre-Insel in Richtung Fähre nach Vac. Die Pokol-Czarda, in der wir vor vier Jahren mit Grefes so nett gesessen und gegessen haben, hat leider noch geschlossen.

Die Fähre kommt nach ca. 30 Minuten, es ist eine vergleichbare wie sie bei uns von Zollenspieker nach Hoopte fährt. Durch Vac geht es in Richtung Gödöllö. Dort ist unser Ziel das "Sissi-Schloß."

In Gödöllö ist unser Ziel leicht zu finden, ebenso ein Parkplatz; aber es ist Montag und heute ist geschlossen! So'n Pech!

 
Wir gehen um das z.T. schon schön restaurierte Schloß herum in den Schloßgarten, der geöffnet ist. So bekommen wir einen kleinen Eindruck und die Möglichkeit zum Fotografieren.
In dieser wunderschönen Schloßanlage liegen Licht und Schatten dicht beieinander.
Es gibt noch viel zu tun, bis die Schatten der "sowjetischen Nutzung" endgültig beseitigt sind.
Wir haben kein Problem, den weiteren Weg Richtung Eger über "Bundesstraße 3" zu finden. Irgendwann macht sich dann aber so ein kleines Hungergefühl bemerkbar, und wir halten Ausschau nach einer Einkehrmöglichkeit.
In Kápolna liegt an der Straße ein hübsches Gasthaus. Kurzentschlossen kehren wir ein und stellen fest, dass dies eine gute Wahl ist. Die Atmosphäre ist gut und das Essen schmeckt.

Frisch gestärkt nehmen wir die letzte Etappe
in Angriff und sind gegen 16:00 Uhr in Eger.

Die Bacchus-Panzio liegt zwischen der Altstadt und dem "Tal der schönen Frauen". Das Auto kann kostenfrei in der Tiefgarage geparkt werden, das Haus macht einen sehr netten und adretten Eindruck. Das Zimmer ist schön geräumig, mit einem Balkon, auf dem ein Tisch und 2 Stühle sehen. Zum Haus gehört ein sehr schöner Innenhof und Gartenanlagen, die noch in Arbeit sind. Der gesamte Komplex ist durch einen Zaun nach außen geschützt.

Nach dem Auspacken machen wir uns auf den Weg zum "Tal der schönen Frauen", einer einmaligen Ansammlung historischer Weinkeller. - Das Tal besteht aus 48 Weinkellern, die im Uhrzeigersinn numeriert sind. Diese Keller, jahrhundertealte tief in den Berg hineingetriebenen Kalksteinkeller, in denen seit dem Mittelalter Weine gekeltert und gelagert werden, sind alle noch in Gebrauch.

Natürlich ist hier Tourismus pur, aber es hat eine sehr schöne Atmosphäre. Wir nehmen Platz bei einem Winzer, bei dem gerade mehrere Kisten mit Wein herausgetragen wurden. Wenn Einheimische hier so große Mengen Wein kaufen, kann dieser nicht schlecht sein. So ist unsere (logische?) Schlussfolgerung. Wir trinken einen (oder mehr?) Egri Bikavér (Erlauer Stierblut) und sind ganz begeistert von der Klarheit und dem Geschmack des Weines.

Zum Abendessen gehen wir zurück in unser Hotel (10 Minuten Fußweg) und machen anschließend noch einen Besuch bei "unserem" Winzer im Keller Nr. 29.

Eine Zigeunerkapelle kommt und spielt uns einen auf. Eigentlich wollen wir das gar nicht, denn dies ganze Touri-Getue ist uns zuwider, aber der Primas hat so treue Augen und seine Geige kann so schön weinen, da werden wir (ich!) schwach und Heiko zahlt einen Obolus.

 
Anschließend probieren wir im Keller nebenan noch einen Bikavér, der uns aber nicht so gut schmeckt wie im Keller 29. Danach geht es "nach Hause" und in die Falle. 1 Tag zurück zurück zur Auswahl 1 Tag weiter
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