Freitag
04.07.2003
Nádudvar - Budapest
 
Abschied vom Jagdhaus "Trofea". Heute geht es zurück nach Budapest. Um 9:00 Uhr fährt der Bus los, wir machen allerdings in Nádudvar noch einen Stop bei der Töpferei Fazekas.
Dieser Betrieb befindet sich seit 200 Jahren im Familienbesitz. Der Chef Lajos Fazekas fertigt vor unseren Augen eine Vase auf seiner Töpferscheibe und erstaunt uns durch seine Fertigkeit. Hier wird das für hier typische schwarze Geschirr hergestellt, ausschließlich aus Ton der hiesigen Gegend. Nach dem Formen werden die Rohlinge im Ofen hinter dem Haus gebrannt, und am Ende wird die ...

... Ofentür geschlossen. Dadurch gelangt der Ruß der Holzkohle in das Innere des Brenngutes und färbt es durch und durch schwarz.

Ein Blick in den Verkaufsraum endet mit dem Kauf einer kleinen Vase für uns und zwei kleinen Tellern für die Kinder. Da wir am Ende unserer Reise Ungarn mit dem Flieger verlassen, haben wir natürlich nur begrenzte Platzkapazität, das gilt zu berücksichtigen.


Auf dem Schornstein des Hauses entdecken wir ein Storchenpaar mit Nachwuchs im Nest.

Die Rückfahrt nach Budapest geht über die Autobahn M3. Wir machen unterwegs eine Rast, essen ein kleines Baguette und trinken ein köstliches Wasser. Auf der rechten Seite sehen wir das Matra-Gebirge, ansonsten eine abwechslungsreiche Landschaft mit unendlichen Sonnenblumenfeldern.

Die Frage nach der Abwicklung der Stadtrundfahrt in Verbindung mit der Fahrt zum Hotel "Walzer" hatte im Vorweg einiges Hickhack ausgelöst. Nun sind die Würfel gefallen ...

... der Bus fährt uns durch das Stadtwäldchen, vorbei am ältesten Thermalbad, dem "Szechenyi-Bad", dem bekanntesten ungarischen Restaurant, dem "Gundel", dem Heldenplatz. Wir passieren das Hotel "Liget", in dem wir vor 4 Jahren mit Ilse und Rolf gewohnt haben nach unserer damaligen Radwanderung Wien-Budapest, fahren über die Margareten-Brücke hinauf zum Varhegy (Burgberg).
Blick von der Fischerbastei auf Donau und Pest

Unterhalb der Fischerbastei verlassen wir den Bus. Nach der Besichtigung der Fischerbastei gilt unser Besuch der Mathias-Kirche. Es handelt sich hierbei um die Krönungskirche, in der Kaiserin Sissi zur ungarischen Königin gekrönt wurde.

Danach schlendern wir durch das Burgviertel - die Besichtigung der Burg wird aus Zeitgründen ausgeklammert - und auf der anderen Seite des Burgberges erwartet uns der Bus von Gabor.

Im Hotel "Walzer" angekommen haben diejenigen von uns, die in die Stadt wollen, die Möglichkeit mit "unserem Bus" zurückzufahren, um auf eigene Faust zum Abendessen um 19 Uhr wieder oben zu sein.

Wir bringen unser Gepäck auf das Zimmer 108 (direkt über der Terrasse) und gehen in das kleine Vendéglö "Ezüstponty"

in der Mathiaskirche
in der Németvölgyi ùt 96 unterhalb unseres Hotels, in dem wir schon diverse Male nett gesessen und gut gegessen haben. Wir bestellen einen Wein und essen einen kleinen leckeren Salat und bekommen Gesellschaft von unseren britischen Mitradlern. Wir haben viel Spaß, radebrechen deutsch/englisch und genießen die Ruhe und die Sonne und verklönen fast unseren "Abendtermin". Kurz bevor wir aufbrechen, gesellt sich auch noch Peter zu uns - er wird natürlich mit lautem "Hallo" empfangen!!

Aber wir lassen ihn letztlich alleine, da wir uns noch für die Abendveranstaltung "anhübschen" müssen.

Das Abendessen ist für 19 Uhr angesetzt. Wir bezahlen vorher bei Peter unseren Picknick-Beitrag und verbinden das mit unserem "Dankeschön-Anteil" für seine und Mariettas Leistungen.

Es war von der "bayrischen Connection" angeregt worden, dass pro Kopf 3.500 Ft. an unsere Reiseleiter gezahlt werden. Wir sind allerdings der Meinung, dass es jedem selbst überlassen sein sollte, wieviel er freiwillig geben möchte. Aus dem Grunde erfolgt von uns die Zahlung - wie vor 2 Jahren - individuell und nicht kollektiv.

Zum Abendessen gibt es vorweg eine Suppe, es erfolgt die "Dankesrede" eines bayrischen "Radelbruders" an unsere "Radelleiter" mit Übergabe des gesammelten Obolusses. Putenschnitzel mit Paprika-Sahne folgt.

Auf "unserer Ecke" der Tafel sitzen, wie auch am Anfang und eigentlich immer, die Engländer, die Sachsen und wir Hamburger. Gegen 22:00 Uhr begibt sich die bayrische Mannschaft zu uns, um sich zu verabschieden, da sie ja am nächsten Morgen beizeiten Richtung München fahren - mit Autos. Die Engländer nehmen am morgigen Nachmittag den Flieger, Gina und Reiner wollen auch früh fahren, wir erwarten um 10:00 Uhr den Leihwagen für unsere folgende "Individual-Woche".

Plötzlich sind wir allein! Wir setzen uns in die Lobby, um in Ruhe zum Abschluss einen Wein zu trinken, als Reiner vorbeikommt, um zu seinem Wagen zu gehen. Auf unsere Bitte kommen beide (Gina lag schon im Bett), und wir trinken zusammen einen Abschiedsschluck. Es war so nett mit den Beiden, wir haben zusammen viel Spaß gehabt und haben uns gefreut, sie kennen gelernt zu haben.Vielleicht sehen oder hören wir ja mal wieder etwas voneinander!? Ohne sie wären wir mit der bayrischen Connection wohl auf sehr einsamem Posten gewesen!

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