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Mittwoch
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02.07.2003
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Hortobágy/Máta - Nádudvar
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60 km
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| Es ist grau, es regnet sogar leicht, als wir beim
Frühstücken sind. Heute ist ein weiteres Highlight angesagt:
Eine Kutschfahrt durch den Nationalpark Hortobágy-Puszta (Hortobágyi
Nemzeti Park). Eine deutschsprechende (gebürtige?) Nationalparkangestellte
ist unsere |
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Reiseführerin. Gezogen von
2 Pferden schaukeln wir durch die Puszta, vorbei an Ziehbrunnen,
die alle noch in Betrieb sind und für die Tränkung
der Tiere dienen. |
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| Wir sehen Graurinder (Langhorn-), eine
Fohlenherde (alles Abkömmlinge von namhaften Deckhengsten), Ochsengespann
(6 Ochsen), 2 Reiter (Chikos), die uns ihre Kunststücke |
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| (Peitschenknallen, sitzende
und liegende Pferde) vorführen. Es gibt die Möglichkeit
zum Reiten - allerdings ohne befestigten Sattel -, und wir erleben
einen "plumpsenden" Bayern - |
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Danach geht es auf die Drahtesel.
Die Sonne ist nun wieder voll da, und wir radeln zum Hortobágy-Museum.
Dort erfahren wir Interessantes über die Vergangenheit
und die Lebensweise der Hortobágy-Bewohner. Schnell wird
noch ein Foto gemacht von der 9-Bogen-Steinbrücke (es ist
die längste Ungarns) über den Hortobágy-Fluss
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... dann soll es losgehen. Aber mein Vorderrad schurrt am Schutzblech,
ich wundere mich über das ungewöhnliche Verhalten des
Rades und werde durch eine "aufmerksame Mitradlerin" darauf
hingewiesen, dass ich einen "Platten" habe! Ein Schrei
nach Peter, ein Handyanruf bei Marietta, die sich noch in Sichtweite
befindet, und der Schaden wird durch Austauschen des Vorderrades
behoben. Nun kann die Fahrt wirklich weitergehen.
Es geht quer durch die Landschaft, über Betonpisten, asphaltierte
Straßen, mit herrlichem Rückenwind, der leider nicht
ausgenutzt wird. Wir haben auf dieser Piste lange Querrillen, die
immer von dem vorderen Fahrer mit einem lauten "Achtung!!"
signalisiert werden. Irgendwann überqueren wir auf einer Brücke
den Ostkanal, verlassen danach die Hauptstraße und fahren
direkt am Kanal entlang (ca. 5 km?) - bis wir Marietta mit dem Bus
und Trailer entdecken ...
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| ... It's picnic-time!! Leckere ungarische Wurst,
Käse, Paprikacreme, Tomaten, Gurken, Paprika und das delikate
Weißbrot - und dazu wie immer Wasser, Saft, Rot- und Weißwein!
- Es ist wieder das Schlaraffenland pur! Wir lassen uns auf "unseren"
Isomatten nieder und genießen die Erholung am Kanal im Schatten
der großen Pappeln. |
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| Danach geht es noch ein Stück weiter am Kanal
entlang. Dieser Weg ist recht anstrengend, da sich z.T. tiefe und
ausgefahrene Furchen gebildet haben, die schlecht zu befahren sind.
Man muss höllisch aufpassen, um nicht zu stürzen. Die Fortsetzung
auf der Landstraße ist allerdings nicht weniger anstrengend,
obgleich die Gegend hier sehr flach ist. |
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Aber der Wind weht sehr heftig von vorne ins Gesicht.
Wir sehen von ferne unser heutiges Ziel - Nádudvar
- , biegen aber nach der letzten Trinkpause, nach der wieder zwei
"Schlappmacher" bei Marietta im Begleitbus mitfahren, vorher
ab. Wir radeln über Feldwege, an Maisfeldern und einer Bewässerungsanlage
(der künstliche Regen ist eine herrliche
kurzzeitige Erfrischung!) entlang, erschrecken einen
Mümmelmann, der ganz schnell das Weite sucht (bei dieser Herde
strampelnder Zweibeiner - verständlich!)... |
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| ... und erreichen unser Ziel für
die nächsten zwei Tage, das Jagdhotel "Trofea", außerhalb
von Nádudvar gelegen mitten im Wald und an einem kleinen See.
Wunderschön! Wir bekommen ein schönes Zimmer im "Butlerhouse"
(O-Ton Susan aus Harrington). Es hat sicher nicht den Komfort, den
unsere bayrischen Mitradler im "Haupthaus" haben, dafür
können wir wunderbar schlafen bei sehr angenehmen Temperaturen!
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Übrigens wohnen außer uns noch Gina
und Reiner, Susan und Jeff sowie Peter und Marietta in diesem Haus
im Wald.
Zum Abendessen, das wir auf
der Hotelterrasse einnehmen, gibt es drei verschiedene Salate,
danach Gulyas und als Dessert Palacsinta mit Vanille und Fruchtsoße.
Danach geht es mit dem Bus nach Nádudvar ins Gyögy-Fürdö
(Heilbad).
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| Es ist schon dunkel als wir "in
die Fluten" steigen und das heiße Wasser genießen.
Als Überraschung knallen die Sektkorken (BB-Sekt) - wir schlürfen
Sekt im Wasser des Thermalbades! Ausserdem gibt es Unicum und Barack
Palinka - es ist traumhaft! Mit Teilnehmern der festen bayrischen
Gruppe ergeben sich lockere Gespräche, man stellt Gemeinsamkeiten
fest und findet in der Dunkelheit den Weg zueinander. |
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Um 22 Uhr habe ich noch einen - vorher vereinbarten
- Massagetermin. Der Termin, der für Heiko vorgesehen war,
muss gecancelt werden, weil es zu spät wird. Es tut gut, von
Kopf bis Fuß durchgeknetet zu werden, zumal die Muskulatur
in den vergangenen Rad-Tagen doch schon arg strapaziert wurde.
Als ich um 22.30 Uhr fertig bin, warten
schon alle auf mich. Der Bus bringt uns zurück ins Hotel. Unseren
Durst können wir an der Bar leider nicht mehr löschen,
sie hat bereits geschlossen! So trinken wir aus der Minibar einen
Wein und ein Wasser und beenden diesen Tag.
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