Montag
30.06.2003
Kunhegyes - Tiszaörs-fürdö
49 km
 
Wir starten um 9 Uhr bei Sonnenschein und einer Temperatur von ca. 25 Grad vom Hotel am Rande von Kunhegyes. Zunächst fahren wir in den Ort, um dort die calvinistische Kirche - zweitgrößte des Landes - zu besichtigen. Bis wir die Kirche betreten können, vergeht einige Zeit, denn Peter muss erst den Schlüssel "organisieren". Der schlichte Kirchenbau ist dann aber sehr beeindruckend.
Anschließend besichtigen wir noch die Schnaps-Brennerei. Der am Vorabend überreichlich genossene leckere Palinka wird hier hergestellt. Wir haben Gelegenheit, noch ein Fläschchen zu erwerben. Bevor es dann weitergeht, begegnen wir vor der Brennerei noch einem "klassischen" Verkehrsmittel.
Weiter geht es bis zum Theiß-See, dort haben wir in Abádszalók die Gelegenheit, ein erfrischendes Bad zu nehmen. Mit Ausnahme einer Mitradlerin "stürzen" sich alle in die Fluten.

Es tut gut, das Wasser ist angenehm warm und die Luft sowieso mit ca. 33 Grad. Auf dem Tisza-Damm geht es weiter durch eine herrliche Landschaft in einer unglaublichen Stille, die nur unterbrochen wird vom Vogelgezwitscher.

 

Nach zwei Trinkpausen gelangen wir um die Mittagszeit nach Tiszaderzs.

 

Hier in einer Campingplatzanlage bekommen wir ein köstliches Mittagessen serviert. Es gibt als Eintopfgericht Paprika-Kartoffeln und dazu wieder Wein, Wasser und anschließend Kaffee und Gebäck - uns fehlt nur noch die Couch fürs Mittagsschläfchen!

 

Marietta und Peter sind wirklich gute Gastgeber !!!

 
Pausenimpressionen
im Vorbeifahren - der Bahnhof Pusztakettös
Über Kunmadaras geht es weiter nach Tiscaörs-fürdö. Dort wohnen wir im Hotel "Panorama". Direkt gegenüber dem Hotel liegt das örtliche Thermalbad. Nach "Zimmerverteilung" und "Auspacken" schnappen wir uns unsere Badesachen und gelangen über ein Hintertürchen , für dessen Öffnen uns Peter den Trick verraten hat, in die "Badelandschaft". Wir genießen die unterschiedlichen Temperaturen der Becken. Im kleinsten Becken (mittlere Temperatur ca. 35 °) lassen wir unsere Nacken- und Rückpartie vom kräftigen Wasserstrahl der Düsen am Kopfende durchkneten. Im heißen Wasser mit ca. 40° halten wir es nicht lange aus, 10 Minuten reichen. Dagegen ist es im "Schwimmbecken" mit größerer Tiefe und Startblöcken zum Springen so angenehm wie in der Badewanne. Das Wasser hat dort wohl etwa Körper-Temperatur.

Um 20 Uhr gibt es Abendessen, leider nicht im Freien - wegen der vielen Mücken. Peter erklärt vorab das Programm des nächsten Tages, dann folgt: Bohnensuppe, Hähnchenschenkel in Paprika-Rahm-Soße mit Spätzle und Gurkensalat (Dressing: Essig, Salz, Zucker, Wasser und Paprikapulver). Als Dessert gibt es Quark- und Kirschstrudel. Alles schmeckt wieder köstlich! Der Wein, den wir zum Essen trinken, ist heute keine Gabe von Velotouring, sondern muss von jedem selbst bezahlt werden. (Eine Flasche kostet 75 Ft./dl = -,66 Euro für ein Glas 0,2 l).

Danach wird noch geklönt (die Bayern zusammen, die Engländer für sich und wir mit Gina und Reiner = es sind immer und überall drei Gruppen). Um 23 Uhr geht es "nach oben" in die Falle.

Reinhards Tagebuch