Sonntag
29.06.2003
Budapest - Kunhegyes
35 km
 
Der Wecker brüllt (?) um 6.30 Uhr (unchristlich). Wir frühstücken in Ruhe und als Erste auf der Hotelterrasse.

Um 9 Uhr starten wir. Marietta ist pünktlich mit dem Begleit-Bus mit Trailer und Fahrrädern vorm Haus.

Wir Radler in spe fahren mit dem großen Velotouring-Reisebus bis nach Dobapuszta. Dort passen wir die Räder an und um 12.30 Uhr beginnt unsere "Radeltour".

Es geht auf dem Theiß-Damm entlang und es ist herrlich zu fahren - mit Rückenwind. Nach 30 Minuten machen wir eine Trink- und Mittagspause in einem kleinen Waldstück am Theißufer. Wir werden verwöhnt mit Getränken und leckeren ungarischen Schmankerln (Käsecreme á la Marietta - Saure Sahne, Roquefortkäse, Frühlingszwiebeln, Knoblauch und Dill).
siesta hungarica
Verena schreibt
Peter + Heiko "plauschen"
Hier an dieser Stelle befindet sich normalerweise eine Theiss-Fähre, die eigentlich durch uns genutzt werden sollte. Der Wasserstand der Theiss ist jedoch so niedrig, dass der Fährübergang an eine andere Stelle verlegt wurde. - Am Flußufer können uns vom "Wassermangel" überzeugen. Riesige Sandbänke ragen aus dem Wasser und es wird fleißig gebadet. Wir können uns jedoch nicht zu einem Bad entschließen, da das Wasser sehr trübe aussieht.
Die Pause tut gut, wir relaxen und entspannt geht es dann zum alternativen Fährplatz in der Nähe von Nagykörü und wir setzen alle einschließlich Bus und Trailer über.

Nachdem wir die "Höhen" des anderen Theissufers "erklommen" haben, geht es mit frischer Kraft unserem heutigen Tagesziel entgegen - Kunhegyes.

Vor dem Start hatten wir uns bei Peter erkundigt, mit welchen Hügeln und "Hubbeln" (in Anlehnung an die Tour 2001) wir denn rechnen müssten. Seine Antwort darauf war, dass die höchsten Erhebungen die Bahnübergänge seien.

Nun, es waren die Theiss-Deiche und wie hier die "Höhen" des Theissufers.

Stimmung an einem der vielen Be- / Entwässserungskanäle, die wir kreuzten ...

In Kunhegyes erwartet uns das "4SportHotel". Nach der Ankunft beziehen wir erst einmal unsere Zimmer und verstauen das Gepäck. Danach ist schon wieder "Sammeln"; es geht per Rad ins örtliche ca. 1,5 km entfernte Thermalbad - ins Fürdö.

Ungarn hat unzählige Thermalquellen. Das Wasser kommt mit ca. 50° C aus der Erde. Die Becken in den Bädern haben Temperaturen von 25° C - 35° C und mehr .

Nach der "Einweisung" durch Peter "belegen" wir im Fürdö zunächst alle 3 Becken. Es ist herrlich! Und dann folgt die Überraschung: Peter kommt ins Wasser mit einem Tablett voll kleiner Plastiktrinkbecher, gefüllt mit "Unicum" und "Palinka"! Es gibt ein Heidenhallo!! Jeder bekommt ausserdem eine kleine Flasche Mineralwasser (Theodora). Auf Heikos Frage, ob wir täglich mit einer Überraschung dieser Art rechnen können, bleibt Peter die Antwort mit einem verschmitzten Lächeln schuldig....

 
Das anschließende Abendessen gibt es im Garten des Hotels ...

...Gemüsesuppe, Pörkölt im Eisentopf über dem offenen Feuer vom Hausherrn zubereitet und als Dessert Walnussmus - Lecker!!

Dazu gibt es Palinka und für jeden eine halbe Flasche Wein. Uns geht es gut!!

Wir sitzen zusammen mit Gina und Reiner aus Hoyerswerda und sind - wie immer - um Mitternacht die letzten Gäste.
Reinhards Tagebuch