4. Tag - Nationalpark Hortobágy -
Vielleicht noch ein kleines Bad am Morgen? Wir verlassen Tiszaörs-fürdo und radeln gemütlich dem
Vogelreservat und den Binnen-gewässern des Theiß-Sees entgegen. Neugierige Erwartung liegt in der Luft - heute werden Sie endlich den westlichen Teil des weltberühmten Nationalpark Hortobágy kennenlernen. Naturschutzgebiet! Dieses Reservat wird von den Vögeln auch als Futter- und Sammelplätze genutzt, weil es auf der Hauptlinie der eurasischen Vogelzüge liegt. Das einmalig interessante Gebiet steht unter strengstem Naturschutz, doch der Naturschutzwächter hat ein Herz für die Velo-Touring-Radler und so folgen wir gern seiner Einladung in sein "Reich". Wir hören seinen interessanten Vortrag während einer fachkundigen Führung durch die wildromantische Wasserwelt, die am besten per Boot erkundet werden kann. Zu Recht nennt man dieses Gebiet einzigartig, denn eine von einem Fluß durchzogene Gegend kann man kaum als See bezeichnen. Ohne fachliche Führung könnte man sich leicht in diesem Wasserlabyrinth verfahren. In dieser Landschaft entwickelte sich die schönste und umfangreichste Reiherkolonie Ungarns. Hier leben die großen Graureiher, Nachtreiher, Fisch- und Löffelreiher, die Weihen und die ihr Nest schützenden Gerfalken. Die Reieher-kolonie ist umgeben von Wasser, wie einst die Wassergräben um mittelalterliche Burgen. In den Wäldern der Auenlandschaft am Theiß-See hallt der Gesang der Singvögel, Nachtigall, Meise und Drossel um die Wette. Bis heute weiß man nicht, wo der legendäre Hunnenkönig Attila (Etzel) begraben liegt. Der Sage nach ist er "in einem Fluß" in einem goldenen Sarg auf ewig begraben. Der Damm ist größtenteil gepflastert, daher gut "beradelbar". Die üppigen Wälder der Überschwemmungsgebiete sind beliebte Jagdreviere. In alten morschen Weiden nisten Stockenten, Waldkauz, und der Buntspecht. Wir radeln weiter, kommen durch Pusztadörfer, bekannt als "Dörfer der Storchennester", denn hier zieren Storchennester die Dächer und Strommasten entlang der Dorfstraße. Freund "Adebar" fühlt sich wohl und ist nicht kamerascheu. Bald danach erreichen wir Máta - Zentrum des Reiterlebens. Hier im Pferdegestüt von Hortobágy wird die, auf der Pariser Weltausstellung als Idealpferd prämierte, Nonius-Rasse gezüchtet. Im Hotel des Reiterdorfes können Sie in lieber Gewohnheit baden, schwimmen und relaxen. Hier gibt es eine architektonisch wunderschöne, holzüberdachte Schwimmhalle. Fühlen Sie sich wohl und freuen Sie sich auf den nächsten Tag. Abendessen und Übernachtung hier im Hotel.
(Etappe ca. 45km)

 
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