14. Tag
23. September 2000
Sonnabend
Abreise
 

Um 5 Uhr klingelt der Wecker. Duschen, anziehen, den Rest in der Reisetasche verstauen, dann gehen wir runter. Grefes sind mit ihrem Gepäck schon da. In der Küche serviert uns die (Abuela-)Señora Kaffee und Madalenas. Sie erzählt viel, und wir verstehen wenig. Zum Abschluss, beim Verabschieden sagt sie, dass wir sehr angenehme Gäste waren (buen gente), die ihnen allen sehr gefallen haben. Ich bedanke mich für die Worte und erwidere: "Nos ha gustado mucho, tambien". Fast als Entschuldigung meinte die abuela, dass sie ja nur ein reiner Familenbetrieb wären, worauf ich ihr versicherte : "Es mejor."

Es ist noch stockfinster, als wir um 6 Uhr ins Auto steigen und ein letztes Mal von Laspuña den Berg hinabfahren, um dann links einzubiegen Richtung Lleida (Lerida). Die Straßen sind leer. Wir fahren die 138 über Ainsa bis Barbastro, dann weiter über die 240. In Monzòn sehen wir in der Dämmerung das Hotel, in dem wir auf dem Hinweg gerastet haben.

Vor Lleida kommen wir auf die Umgehungsstraße und danach geht es über die Schnellstraße N II. Inzwischen ist es heller Tag - ohne Wolken. Linker Hand sehen wir "Sägezahn", das Gebirge beim Kloster Montserrat. Dann geht die Sonne auf, direkt vor uns und in voller Größe. Wunderschön, doch tödlich beim Autofahren, zumal die Sonnenblende bei dem Tiefstand keinen Schutz bietet.

So kommen wir in den Bereich Barcelonas, der Aeropuerto ist ausgeschildert, und wir erreichen ihn um 9.30 Uhr. Da wir den Wagen aber vollgetankt abgeben müssen, suchen wir im Flughafenbereich nach einer Tankstelle - vergeblich. Wir fahren an den Terminals A, B + C vorbei und drehen noch eine Extrarunde - nichts zu sehen.

Heiko hält vor dem Terminal B - unsere Abfertigungshalle - und ich laufe schnell zum Budget-Schalter, frage nach einer Tankstelle und der Parkmöglichkeit für den Leihwagen, bekomme einen Plan und die Angabe einer Tankstelle in El Prat. Der Umweg zur Zapfsäule kostet uns ca. 20 Kilometer und nach insgesamt 40 Minuten sind wir mit unserem Gepäck in der Abflughalle.

Gitta und Kurt sind auch schon hier, und wir gehen zum Einchecken zum Schalter 68 der Lufthansa. Der Abflug verzögert sich um 55 Minuten, da in Barcelona eine Flugshow die Starts und Landungen behindert.

Der Flug verläuft ruhig, die Sicht ist atemberaubend. Die Pyrenäen und später die Seealpen sind gestochen scharf. Unser Stop in Düsseldorf wird verkürzt, nach 20 Minuten können wir das Flugzeug wieder betreten, und in Hamburg landen wir mit ca. 30 Minuten Verspätung. Das Gepäck kommt zügig und unsere Heimfahrt erfolgt wie die Hinfahrt - mit einem Großraumtaxi. Eine tolle Sache!

 

Eine ebenso tolle Sache war der gesamte Urlaub. Das waren wirklich wunderschöne und beeindruckende Erlebnisse, die wir in Erinnerung behalten werden. Mit Hilfe von vielen Photos hoffen wir, die Eindrücke eingefangen zu haben, damit man auch später in Gedanken diese einmaligen Touren nacherleben kann.

Aber ohne "unseren Erich" wäre das alles nicht möglich gewesen.
Er hat uns als absoluter Pyrenäenkenner in diese Welt geführt
- und dafür danken wir ihm ganz besonders.