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11. Tag
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20. September 2000
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Mittwoch
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Ausflug in den Schnee
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Nachts gewittert und regnet es heftig, die Tour
findet trotzdem statt. Erich hat mit dem Veranstalter telefoniert,
man erwartet besseres Wetter und gute Sicht.
Gitta und ich frühstücken um 9.30 Uhr
in aller Ruhe, lesen danach ein wenig und machen dann einen Spaziergang
nach Escalona. Nach dem Regen der vergangenen Nacht ist aus dem
kleinen Rio Cinca ein ziemlich breiter und reissender Strom geworden.
Die Sonne kommt langsam auch wieder, aber die Berge sind noch immer
in den Wolken verschwunden.
Vor dem Essen setze ich mich mit meiner Kladde auf die Terrasse
in die Sonne und mache "Hausaufgaben". Es ist herrlich
ruhig und schön warm.
Mittags gibt es für Gitta und mich als primero
plato Suppe mit Bacalao, Reis und Nudeln, danach bekomme ich meine
gewünschten Albóndigas con salsa de tomates und für
Gitta gibt es Lammfleisch. Beide sind wir glücklich und zufrieden.
Nach der Siesta nehme ich wieder mein Schreibzeug
mit auf die Terrasse, um meinen Berichts-Rückstand zu verkleinern.
Vor lauter Wandern und Klönen gerate ich ständig in Verzug.
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Gegen 17 Uhr treffen unser "Ausflügler"
ein.
Sie berichten, dass es sich eigentlich gar nicht
gelohnt hat, da überhaupt keine Sicht war - nur Schnee!!
Und kalt war es gewesen! Naja, bei uns war es
schön warm und sonnig!
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Als am Abend auch die letzten Wolken
vom Himmel verschwunden sind, sieht man auf dem Gipfel des Monte Perdido
und dem umliegenden Bergmassiv den Schnee! Es ist ein wunderschöner
und imponierender Anblick. - Der Tag verabschiedet sich mit einem
strahlend blauen Himmel. |
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Heute abend hat Maria uns in ihr Haus eingeladen.
Wir sind schon ganz gespannt, kennen es ja schon von aussen aber
von innen nur vom Erzählen. Wir wissen auch, dass z.Zt. viel
um- und ausgebaut wird und es eigentlich einer Baustelle gleicht.
Maria und ihren Geschwistern gehören in dem
Elternhaus jeweils zwei Zimmer. Diese befinden sich in den Ober-geschossen.
Maria zeigt uns stolz ihr Reich (und das von Erich), das sie von
Anfang an, damals noch mit den kleinen Jungs, wenn sie zu Hause
waren, bewohnt haben. Im vorderen Teil wird im Augenblick noch gebaut,
es ist dort eine Wand gezogen und ein Balkonfenster eingebaut worden,
bei dem allerdings noch die Scheiben fehlen. Wann werden die geliefert
? - Keiner weiss!
Die Wohnung von Rosi soll als Appartement ausgebaut
und später vermietet werden. Der Bruder und die Schwester Toni
lassen im 2. Obergeschoss einen Balkon über die gesamte Breite
des Hauses bauen. Jeder richtet sich sein Reich nach den eigenen
Wünschen und Bedürfnissen ein, nur das Erdgeschoss gehört
allen und ist der Mittel- und Treffpunkt des Familienlebens .
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| Dort befindet sich die Küche und
das Wohnzimmer mit Kamin in der Ecke - ein riesiger Raum. Ebenso ist
im Erdgeschoss das Badezimmer - mit der Badewanne, in der Maria von
10 Tagen ausgerutscht war. |
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| Vor dem Haus ist noch das ehemalige Backhaus, in
dem die Brote für die Familie gebacken wurden. Heute dient dieses
als Abstellraum. Der kleine Garten vor dem Haus sieht im Moment wirklich
sehr traurig aus. Die Beete sind zertrampelt und dienen als Lagerplatz
für die Baumaterialien, auch der Busch neben der kleinen Bank
ist z.Zt. etwas lädiert. Aber das lässt sich alles wieder
reparieren. Wenn das Haus fertig renoviert und umgebaut und der Garten
neu angelegt ist, ist es bestimmt ein Prachtstück. Es dauert
halt nur seine Zeit - und in Spanien vielleicht etwas länger
als bei uns. |
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