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10. Tag
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19. September 2000
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Dienstag
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Grillen an der Fuente Santa
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| Heute wird gegrillt!
Leider sieht es beim Frühstück nicht
nach Grillwetter aus. Es regnet heftig und der Himmel ist grau.
Auch die Reitergruppe aus dem Hotel vertreibt sich in der Bar die
Zeit und wartet wie wir auf das Ende des Regens.
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Als es dann weniger wird und sogar aufhört,
treten wir, d.h. Grefes und wir zusammen mit Erich, den Fußweg
zum Grillplatz der Fuente Santa an. Chrosts wollen mit dem Auto
die gesamten Grilluntensilien transportieren und Maria mitnehmen.
Sie stattet vorher noch dem Arzt einen Besuch ab und soll dort von
Gitta abgeholt werden.
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Wir gehen einen Teil des
Weges vom Sonntag, z.B. an dem Bewässerungssystem entlang, das
vor zwei Tagen nur ein kleines Rinnsal war. Jetzt haben wir einen
reissenden Strom zu überqueren.
Oben an der Autostraße angelangt, beginnt es wieder zu regnen
- und sogar zu hageln! Gut, dass wir unsere Regenjacken dabei haben!
Auf dem Wege sammeln wir noch Kräuter (Majoran, Thymian und Rosmarin)
für unser Fleisch. |
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Kurz nach unserem Eintreffen an der "Fuente
Santa" kommen Chrosts mit Maria und den Grillzutaten. An der
Heiligen Quelle, um die sich eine Legende und eine wahre Begebenheit
rankt, befindet sich auch die kleine Kirche San Victorian
sowie ein Wohnhaus aus dem Jahre 1605. Dieses ist heute leider wegen
Einsturzgefahr nicht mehr benutzbar; noch von einem Jahr konnte
man hier in der Küche mit dem riesigen Kamin grillen. Wir begehen
auch die übrigen Räume (Schlafräume) und sind überrascht
über die Größe des Hauses
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Leider hat es inzwischen wieder angefangen zu
regnen, sodass wir in dem kleinen Steinhaus, das von der Gemeinde
Laspuña extra für Grillzwecke hergerichtet wurde (das
Grillen im Freien ist hier nicht erlaubt), unser "Zelt"
aufschlagen. Es ist eng hier drinnen, aber urgemütlich.
Draußen prasselt der Regen, Heiko sitzt
am Eingang auf einem Baumstumpf, gegen den Sprühregen geschützt
mit meiner Regenjacke. Von der Außenwand her läuft ein
anfänglich kleines Rinnsal quer durch den Raum in Richtung
Ausgang, welches sich langsam zu einem richtigen Fluß mit
"reissender Fließgeschwindigkeit" entwickelt!
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Es werden Würste (Longanicas), Lammkoteletts
und Hähnchenteile gegrillt. Kurti ist unser Grillmaster, der
mit sehr viel Liebe und Gefühl das Fleisch würzt und mit
den frischen, von uns gesammelten Kräutern bestreut. Dazu gibt
es Salat und Brot und natürlich Vino.Unsere Stimmung ist hervorragend,
keine noch so große Enge oder schlechtes Wetter kann uns die
verderben!
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Am Ende kommt auch die Sonne wieder, die Wolken
haben sich total verzogen! Nach dem Grillen und Aufräumen fahren
Kurti und Gitta mit Maria wieder zurück nach Laspuña,
wir anderen wandern in die andere Richtung.
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Unser Weg führt uns nach San Lorian und Arraguas.
In dem kleinen Ort wohnen heute noch 7 Menschen - u.a. Verwandte
von Maria.
Wir gehen durch Steineichenwälder - im Rücken
haben wir immer den Peña Montañesa
- und La Viena, den Weinberg von Rosi und Manuel (Marias
Schwester und Schwager)
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Panorama des Rio Cinca - Rückweg von Arraguas
nach Laspuña
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Blick auf den Monte Perdido
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Blick auf den Major - davor Laspuña
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Der vorangegangene Regen hat große Pfützen
auf den Trampel- und Eselspfaden hinterlassen. Als wir einem "See"
vor uns ausweichen und uns oberhalb des Weges durch die Büsche schlagen,
hören wir Stimmen - bekannte Stimmen!
Da ahnt man nichts Böses und es stehen vor uns
Gitta und Kurt mit Vino und Bechern! Na, das ist doch eine Überraschung!
Natürlich haben wir uns erstmal gestärkt, denn die Wanderung
war bislang doch sehr trocken.
Beim "Einmarsch" in Laspuña kommen
wir an dem Putengehege vorbei und natürlich ärgert Heiko die
armen Tiere wieder, die auf sein Pfeifen auch heftig reagieren. Er kann
es nicht lassen!
An diesem Abend findet in La Coruña das Champions
League Spiel gegen den HSV statt. Dank Francisco wird es im Speise-saal
übertragen. Leider kassiert der HSV nach anfänglicher Führung
von 1:0 in den Schlussminuten den 2. Gegentreffer zum 1:2. Schade!
Für den nächsten Morgen plant unsere Gruppe,
mit Ausnahme von Gitta und mir, eine Sonderfahrt mit einem Bus in den
Nationalpark zu machen. Abfahrt ist in Nerin, und es geht danach in Höhen
von 2000m, mit Blicken in 1000m tiefe Schluchten, auf dem Kamm des Gebirges
entlang - das kann ich nicht ertragen, obgleich es mich irrsinnig interessiert.
Man muss eben Abstriche machen. Gitta geht es ähnlich. So werden
wir uns einen schönen Tag machen.
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