Busrundreise
Montenegro
Mittwoch
01.07.2009

Nach dem Frühstück werden wir um 9:00 Uhr von unserer Reiseführerin abgeholt. Mit dem Bus soll es heute durch das Gebirge gehen. Eine atemberaubende und schwindelerregende Serpentinenstrecke (25 Haarnadelkurven !) erwartet uns. Es ist keine Einbahnstraße, aber zwei Autos können sich nicht begegnen, eines müsste dann zurück zur nächsten Ausweichbucht.

Wie auf einem Präsentierteller liegt die Bucht von Kotor, sowie der Flughafen, umgeben von karstigen Bergen des Lovcen. In kürzester Zeit hat man die 1000 m Höhenunterschied erreicht. Unser Schiff gleicht einem kleinen Spielzeugboot.

Ich trickse meine Höhenangst aus, indem ich laufend fotografiere. So empfinde ich die Höhe nicht so sehr und sehe nicht den Abgrund, an dem wir entlangfahren.


In Njeguši machen wir Pause und genießen ein Sandwich mit Käse und Schinken. Dazu gibt es ein Glas Rotwein. Njeguši ist bekannt für seinen luftgetrockneten Schinken und den Rotwein Vranac. Živjeli!


Nächste Station ist der Ort Cetinje, die historische Hauptstadt Montenegros.

Hier besichtigen wir das Museum von König Nikola I. Das einstige Schloss ist seit 1926 Museum und bietet Einblick in die mit Originalmöbeln ausgestatteten Wohn- und Arbeitsräume des Königs.


Wir fahren weiter durch Hochtäler und einsame Dörfer und gelangen bald an die montenegrinische Riviera, oberhalb der Hotelinsel Sveti Stefan.

Sveti Stefan ist eine kleine Adria-Insel in der Nähe von Budva. Ein kurzer Damm verbindet das Inselchen mit dem Festland.

Eine Investorengruppe hat die Hotelanlagen für 30 Jahre übernommen und lässt sich Zeit mit der Erneuerung der maroden Häuser.

Eigentlich sollte schon im Jahre 2007, dann 2009 die Neueröffnung sein. Nach der Fertig-stellung werden wieder 100 Top-Zimmer auf Sveti Stefan auf gut betuchte Gäste warten.

Am Straßenrand kaufen wir uns bei einem fliegenden Händler eine Tüte frischer Feigen. Dann geht die Fahrt weiter bis Budva, dem Badeort an der Riviera.

Unser Bus „schmeißt“ uns am Rande der Altstadt raus, der Fahrer kann nur ganz kurz halten – Parkplatznot und darum Parken verboten.

Die Stadt wurde 1979 bei einem Erdbeben fast völlig zerstört, aber originalgetreu wieder aufgebaut.

Wir bummeln durch die Altstadt (Stari grad) und genehmigen uns eine Erfrischung zwischen den alten Mauern.

Budva ist heute vor allem ein Badeort, aber wir verspüren keine Lust zum Baden. Der Trubel, der hier herrscht, die unendlich vielen kleinen und großen und z.T. hässlichen Hotelbauten erinnern uns stark an die Anfänge von El Arenal auf Mallorca.

Es ist einfach schrecklich! Und am Rande stehen diese riesigen unfertigen Hotelkästen (Geldgeber sollen Milliardär Roman Abramovich und Putin sein)!


Um 18 Uhr sind wir zurück in Kotor auf unserem Schiff und um 19 Uhr gibt es das heute verlegte Mittagessen.

Es folgt ein Bummel durch die Stari grad. Heute ist hier viel los, viele Menschen sind auf den Beinen mit vielen kleinen Kindern dabei. Ist heute ein Feiertag? Vor der kleinen Kirche mitten in der Stadt startet um 21.30 Uhr ein Klarinetten-Konzert. Aber wir warten nicht, bis es beginnt.

An Bord lassen wir den Abend in gemütlicher Runde bei Rotwein, Marke „Otac Ivan“, ausklingen.

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