Bucht von Kotor
Montenegro
Dienstag
30.06.2009

Die Nacht war ein wenig unruhig, der Wein war ein wenig zu viel, am Morgen ist man ein wenig müde! Heute geht es nach Montenegro.

Wir starten früh, um bis 8:30 Uhr in Cavtat, der letzten Station vor der Staatsgrenze, zu sein.

Eigentlich wollten wir Dubrovnik vom Bett aus sehen, aber leider verschlafen wir den Anblick. Die Zollformalitäten in Cavtat werden erledigt, wir dürfen das Schiff bis zu Einreise und Zollkontrolle in Montenegro nicht verlassen, also gibt es auch keinen Bummel durch das schöne Städtchen. Naja, vielleicht ja auf dem Rückweg.

Die Fahrt geht entlang der Küste. Wir begegnen dem „Schwesterschiff“ der Otac Ivan, an Bord als Kapitän ist der Sohn (oder Enkel ?) von Branimir. Es wird tüchtig getutet und gewinkt.

Nach ca. 2 ½ Stunden passieren wir die Einfahrt zur Bucht von Kotor.

Hier an der südlichen Spitze Kroatiens befindet sich eine mächtige Festung aus Habsburger Zeit.

Die Bucht von Kotor ist ca. 25 km lang und besteht aus 4 Becken. An der Einfahrt passieren wir die Blumenstadt Herceg Novi.

Nach Erledigung der Einreiseformalitäten
- wir benötigen unsere Reisepässe nicht - nehmen wir Kurs auf die Kircheninseln Sveti Dorde und Gospa od Škrpjela.

Versunkene Schiffswracks bildeten das Fundament, die Barockkirche (Frau vom Felsen) entstand im Jahre 1452.


Anschließend folgt die tägliche Badepause vor dem Ort Perast.

Eigentlich sollte Perast unsere Station für heute sein, aber Branimir entschließt sich, heute schon bis Kotor zu fahren.

Somit sind wir dort 2 Nächte.

Die Weiterfahrt ist schon sehr beeindruckend. Die Bucht ist eingeschlossen von hoch aufragenden Bergen. Das Ufer ist gesäumt von kleinen Ortschaften.

Beim Einlaufen in den Hafen erkennt man bereits die ca. 4 km lange Mauer, die tief in den Berg oberhalb der Stadt einschneidet.

Nun machen wir uns landfein und ab geht’s in die wunderschöne Altstadt.


Die Städte in der Bucht von Kotor wurden 1979 durch ein Erdbeben zerstört. In den neunziger Jahren bedrohte unkontrollierte Bautätigkeit die Integrität. Von 1979–2003 stand Kotor auf der Roten Liste der Welterbestätten, wurde danach aber gestrichen.

Den Gang entlang der Mauer, hoch zur Burg, der für 2 Euro Eintritt möglich ist, ersparen wir uns.

Wir essen in einem Straßenlokal (Heiko Calamaris gepult, ich Hühnerbrust gegrillt mit Blitva = Mangold). Dazu gibt es Wein, alles lecker. An Bord lassen wir den Abend ausklingen.

Morgen geht es per Bus durch das Land.

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