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Sonnabend - 15. September 2007 Rijeka - München Wir haben uns für 6:30 Uhr den Wecker gestellt, zum Kofferpacken. In der kleinen Kabine ist es ein wenig schwierig - und sehr warm. Aber zum Frühstück um 7:30 Uhr ist alles verstaut. Das Gepäck wird an Achterdeck zunächst deponiert, und um 8:00 Uhr ist das Putzgeschwader bereits an Bord. Da unser Zug nach München erst in den Abendstunden abfährt, haben wir noch alle Zeit der Welt. Unsere Mitreisenden verabschieden sich so nach und nach, entweder geht's mit dem Auto zurück oder mit dem Bus oder dem Flieger/Zubringer. Heidi und Petra sind ebenfalls Bahnreisende, allerdings geht deren Schlafwagen (direkt nach Hamburg) schon am Nachmittag. Petra organisiert mit Hilfe der sogenannten Reiseleitung von Riva-Tours - von der wir ja auf der gesamten Reise nichts gesehen haben - einen Gepäckmann mit Karren, der das Gepäck von uns Vieren zum Bahnhof bringen soll. Wir wollen es dort im Schließfach deponieren. Es gibt ein wildes Gefeilsche um das "Fahrgeld", der "Albaner" versteht kein Wort von dem, was wir sagen. Wir nennen einen Betrag, wissen nicht, ob er es verstanden hat. Daraufhin drückt Heiko ihm 100 Kuna in die Hand. Auf dem Weg zum Bahnhof versucht ein Taxifahrer uns als Gäste zu gewinnen, da angeblich der Preis von 100 Kuna total überhöht ist. Es ist alles ein wenig chaotisch, aber wir kommen immerhin mit Gepäck und "Albaner" am Bahnhof an. Nachdem wir passendes Kleingeld wechseln konnten, verschwinden unsere Koffer in den Schließfächern und der Dienstmann wieder in Richtung Hafen. Das war schon eine etwas abenteuerliche Angelegenheit. So, nun sind wir nur noch mit dem Rucksack bewaffnet. Unser erster Weg geht in Richtung Markthallen. Hier herrscht ein buntes Treiben, wie eigentlich überall auf den Märkten in Südeuropa. Wir schlendern durch die Altstadt, bummeln über den Prachtboulevard "Korzo", vorbei an dem Stadtturm und dem Dom, machen ab und an eine kleine Trinkrast, um dann um die späte Mittagszeit in dem Restaurant "Opium Buddha Bar" zu landen. Dieses Lokal liegt direkt an der Riva, dem Hafen gegenüber. Wir lassen uns viel Zeit mit dem Essen, denn unser Zug geht ja erst um 21:45 Uhr. In einem kleinen Tante-Emma-Laden kaufen wir uns für die Nacht Getränke und ein bisschen Proviant. Zum Abschluss unseres Rijeka-Aufenthaltes essen wir im Bahnhofsrestaurant eine Kleinigkeit und begeben uns dann zum Bahnsteig. Unser Abteil teilen wir uns mit einer alleinreisenden Dame. In weiteren Abteilen sind deutsche Jugendgruppen (Klassenreise?) nicht zu überhören. Die Nachtfahrt ist nicht sehr erholsam, der Zug klappert und rattert über Gleise und Weichen, mal werden wir abgekoppelt, mal wieder angekoppelt, mal geht es vorwärts, mal rückwärts. Dazu der Lärm der Mitreisenden, nicht nur der Jugendlichen. Auch andere Erwachsene poltern über den Gang, unterhalten sich mit ziemlicher Lautstärke. An Schlaf ist - jedenfalls für mich - nicht so recht zu denken.
Sonntag - 16. September 2007 München -> Hamburg Gegen 8:15 Uhr erreichen wir den Endbahnhof München-Hauptbahnhof. Es ist noch dunkel und es ist kalt. Wir suchen und finden die Schließfächer,
verstauen unser Gepäck und begeben uns auf die Suche nach einem Lokal
zum Frühstücken. Auf der Hinfahrt waren wir am Abend der Abreise
in der Tapas-Bar "Mongdratzerl" gelandet, die uns ausnehmend
gut gefallen hat. Also, was liegt näher, als dieses Lokal erneut
aufzusuchen. Es liegt direkt im Bahnhofsgebäude und ist wahrscheinlich
früher mal ein herkömmlicher Wartesaal gewesen. Heute hat man
daraus ein richtig uriges Lokal gemacht. Dort gibt es viele deutsche (bayerische)
und spanische Tapas, aber man kann auch frühstücken. Das Wetter in München scheint heute recht schön und warm zu werden. Also begeben wir uns mit leichter Kleidung in Richtung Innenstadt. Der Viktualienmarkt ist heute leider verwaist, dafür findet vor dem Rathaus am Marienplatz eine Veranstaltung der Schlachter/Fleischer-Innung statt. Ausserdem ist es die Zeit der Messen, und damit der Kirchgänger - mit anderen Worten: es ist voll in der Innenstadt! Wir haben heute Glück, die Frauenkirche ist geöffnet und es findet gerade eine Chor-und Orchesterprobe statt. Faszinierend, diese Akustik in der gewaltigen Kirche! Wir sind sehr beeindruckt. In der Kaufinger Straße befindet sich der Augustiner Braukeller, in dem wir an unserem Tag des Hinfluges nach Rijeka schon gegessen haben. Heute genehmigen wir uns ein schönes Weizenbier vom Fass und dazu - echt bayerisch - Weißwürste mit süßem Senf. Beizeiten machen wir uns mit der S-Bahn auf den Weg nach Erding, zum Flughafen. Dort haben wir noch ein wenig Zeit für eine Erfrischung auf der Terrasse, bei herrlichen Temperaturen, bis unser Flieger nach Hamburg abflugbereit ist. In Hamburg werden wir von Andrea und Stefan abgeholt. Mit ihnen fahren wir bis zum Grüningweg, dort steigen wir in unser Auto, das die Beiden vor einigen Tagen vom Hackmackbogen zu sich geholt haben. Nun haben Hamburg und der Alltag uns wieder. Schnell ist die schöne Zeit vergangen. Es waren wirklich zwei tolle Wochen, ein Urlaub einer ganz anderen Art. Ein bisschen Abenteuer war schon dabei, nur das Wetter hätte ein wenig besser sein dürfen. Ich glaube, wir sind ein wenig auf den Geschmack gekommen und es ist nicht ausge-schlossen, dass wir eine Kreuzfahrt auf der südlichen Route der Adria - von Split bis Montenegro - machen werden. Leider fährt unser Käpt'n Toni diese Tour nicht . Wir haben inzwischen mit der
Post einen Riva-Katalog 2008 erhalten und auch schon darin geblättert
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