Samstag
Milna - Trogir
08.09.2007

 

   
 
 

Heute ist es wärmer. 18° C zeigt das Thermometer auf der Kommandobrücke von Toni an. Aber der Wind macht es an Deck doch kälter. Trotzdem sind wir wie immer draußen und oben. Wir lassen wieder die wunderschöne Landschaft der vielen Inseln und den Anblick des imposanten Gebirges auf dem Festland auf uns wirken. Es ist einzigartig! Es ist alles so wunderschön und einmalig, dass man gar keine Zeit und Lust zum Lesen hat. Wir haben uns vorsorglich mit Büchern eingedeckt, meinten wir doch, auf der langen Fahrt hätte man Zeit und Muße genug, um zu lesen. Aber vor lauter Gucken denkt man nicht einen Moment daran.

Badepause ist wieder in einer idyllischen Bucht. Es ist eigentlich nur kalt durch den Wind, aber ich überwinde den inneren Schweinehund und steige auch ins Wasser bei 20 °C. Ist man erst drin, ist es herrlich und gar nicht mehr kalt.

Nach dem Essen (Rasnici mit Djuvec-Reis und Ofenkartoffeln = lecker, aber leider zuviel !) geht Heiko ein zweites Mal ins Wasser, natürlich wie immer auf seine ganz normale Weise - nämlich mit Arschbombe!

Unser heutiges Ziel ist Trogir. Eine wunderschöne Stadt mit einem wunderschönen Hafen. Nach dem "Landfein-Machen" erkunden wir die historische Altstadt, die seit dem Jahre 1997 zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt. Wir gehen in die Kathedrale, schlendern durch die engen Gassen mit den vielen Souvenirläden und Restaurants. In der Kirche Sv. Dominik ist gerade Messe (18:30 Uhr). Der historische Altstadtkern liegt auf einer Insel, die durch eine Brücke mit dem Festland verbunden ist. Jenseits dieser Brücke treffen wir auf Mechthild und Werner, die sich gerade ein Bier (1/2 ltr. = 12 kn/ca. 1.60 €) genehmigen. Wir schließen uns an.

Zum Essen finden wir in den engen Gassen die ganz urige Konoba "Idro". Sie ist klein und sehr rustikal - und mit einem sehr netten deutschsprechenden Wirt. Wir trinken den Wein des Hauses (13 ° Umdrehungen). Als Vorspeise nehmen wir einen gemischten Teller Dalmatiner Schinken und Käse. Dann isst Heiko geröstete Tintenfischringe, ich entscheide mich für etwas Leichteres und nicht Fischiges, um meinen Magen nicht zu sehr zu belasten (Tortellini - hausgemacht - in Gorgonzola Sauce). Mirko und Susi landen durch Zufall auch in diesem Lokal und gesellen sich zu uns.

Beim weiteren Rundgang treffen wir noch auf Wolfgang und Helga und an Bord sitzen wir zu Acht noch bis Mitternacht zusammen und hoffen, dass die Musik aus der Disco, die genau unserem Schiff gegenüber liegt, bald verstummt.

Ich kann trotzdem gut schlafen, und als ich irgendwann wach werde, ist der "Lärm" verstummt.

 
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