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Heute bin ich etwas indisponiert. Habe in der Nacht einige Male das Klo besucht und beim Aufstehen rebelliert mein Magen. Irgendetwas liegt quer. Zum Frühstück gibt es für mich deshalb nur Tee und ein wenig trockenes Brot. Eigentlich sollte die Fahrt heute nach Hvar auf der Insel Hvar gehen. Aber Toni eröffnet uns, dass er aufgrund der Witterung (starker Wind und Wellengang) nicht diese Tour machen will und kann. Er wird darum auf dem kürzesten und am wenigsten anstrengendsten - für Schiff und Passagiere - Weg nach Milna fahren. Allerdings bietet er uns an, auf seine Kosten einen Bus zu organisieren, der uns Passagiere über die Insel zur Hauptstadt Hvar fährt, damit wir diese besichtigen können. Aber wir nehmen das Angebot nicht an und sind mit Tonis Vorschlag, direkt nach Milna zu fahren, einverstanden. Auch diese Fahrt ist in der Tat recht stürmisch / wackelig. Trotzdem sitzen wir während der gesamten Fahrt draußen an Achterdeck. Es ist wieder kühl und teilweise feucht durch die spritzenden Wellen. Auch heute ankert Toni wieder an einer wunderschönen und windgeschützten Bucht zum Baden. Einige Unentwegte, zu denen natürlich auch Heiko gehört, springen trotz der geringen Luft- und Wassertemperatur (19,5°C Wasser) ins "erfrischende" Nass. Ich dagegen liegt in unserer Kajüte in meiner Koje, friere trotz der zwei Decken vor mich hin und warte darauf, dass es mir besser geht. Gegen 17:00 Uhr krabbele ich nach oben und trinke ein wenig Wasser mit Gas. Das tut mir gut! Unser heutiger Übernachtungshafen ist Milna auf der Insel Brac. Es ist ein kleiner Ort mit einer Kirche, die alles überragt, und einer schönen Promenade. Wir machen dort einen kleinen Spaziergang am Wasser entlang und bei der Rückkehr ist - oh Schreck - unser Schiff weg! Bei genauem Hinsehen stellen wir fest, dass es nur verholt hat und ein wenig außerhalb ankert, da eine Fähre kurzfristig anlegen musste. Nach Ablegen dieses Schiffes kommt die Poseidon zurück und legt wie gehabt an. Ich mag eigentlich gar nicht ans Essen denken, wir gehen aber trotzdem mit Mechthild und Werner in die sehr nette Konoba "Palma". Dort genehmige ich mir zu meinem leckeren Wasser eine leichte Gemüsesuppe, die mir auch gut bekommt. Ich habe langsam das Gefühl, das Schlimmste überstanden zu haben. Der Abend endet für mich mit Wasser. Ganz liebe Mitreisende haben mich im Laufe des Tages mit Medikamenten (die ich zum Glück dann nicht benötigte), Keksen, Weintrauben und Salzstangen versorgt. Das alles und das Mitgefühl haben mir sehr gut getan. |
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