Donnerstag
Split - Stari Grad
06.09.2007

 

   
 
 

Heute wird es wieder stürmisch. Wir fahren an der Insel Brac entlang zum Goldenen Horn (Zlatni Rat). Im Hafen von Bol wird angelegt. Bei leichtem Regen gehen Heiko und ich auf der Promenade, teilweise durch Pinienwälder, bis zur Spitze, dem Goldenen Horn.

Eine besondere Stellung nimmt der Strand Zlatni Rat (Goldene Landzunge) ein. Die weiße Spitze dieser Landzunge erstreckt sich fünfhundert Meter nach Süden hinaus und züngelt unruhig hin und her, da sie von Wind und Wellen mal auf diese, mal auf jene Seite geworfen wird. Der Strand gilt als der schönste Strand ganz Dalmatiens. Das Baden wird hier zum wahren Erlebnis, auf einer der Seiten herrscht immer Windstille, während auf der anderen hohe Wellen auf der Landzunge zerbrechen. Aber heute ist hier das Baden verboten, wahrscheinlich wegen der Strömung.

Bol ist mit seinem mediterranen Ambiente eines der attraktivsten Urlaubsorte an der kroatischen Küste und bietet den Besuchern Sandstrände, Restaurants, Cafés, Ausflugsorte in der Nähe, Tennisplätze und andere Sportmöglichkeiten. Im Sommer herrschen angenehme milde Sommerwinde, die hier ein wichtiges Segler- und Surfermekka entstehen ließen.

Um 13:00 Uhr legen wir wieder ab, zum Mittagessen gibt es heute gefüllte Paprikaschoten. Lecker!

Und dann wird es stürmisch! Die Adria ist aufgewühlt, das Schiff stampft durch die Wellen, und auf den Tischen rutscht das Geschirr durcheinander. Wir haben gar nicht genügend Arme, um es vor dem Abstürzen zu bewahren. Sogar in der Kombüse scheppert es mächtig, da ist wohl einiges zu Bruch gegangen. Wir sind alle, bis auf Wolfgang, im Salon und werden ordentlich durchgeschüttelt. Zum Glück wird keiner seekrank. Meine Güte, das hätte ich nicht gedacht, dass wir so einen Seegang auf der Adria erleben könnten!

Hätte ich das vorher gewusst ….. !?!
Ich weiß nicht, wie ich mich entschieden hätte. Nun bin ich aber froh, dass ich es heil überstanden habe!

Heute geht es ohne Badepause bis Stari Grad. Das Wetter bleibt leider mies, es weht weiter heftig, und die Sonne versteckt sich.

In Stari Grad machen wir einen Bummel durch den - eigentlich - sehr hübschen Ort. Bei Sonnenschein wäre es angenehmer gewesen. Nach einer kleinen Kaffee- und Bierpause öffnet Petrus seine Schleusen. Es gießt, was das Zeug hält. Eine kurze Regenpause nutzen wir für eine Konoba-Suche. Wir landen in einem urigen Innenhof, der mit einem Zeltdach überspannt ist. Dort essen wir leckere Spezialitäten des Hauses; Scampi mit Rohschinken umwickelt und Calamari mit Rohschinken gefüllt. Dazu Rotwein und als Abschluss gibt es einen Razija aufs Haus.

Inzwischen hat es aufgehört zu regnen, und wir gehen zurück zu unserem schwimmenden Hotel. Mit einem Klönschnack im Salon endet der heutige Tag.

 
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