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Toni ändert heute die Route, der Wetterdienst kündigt für den Nachmittag Regen und Bora an. Die Bora ist ein trockener, kalter und böiger Fallwind an der kroatischen und montene-grinischen Adriaküste. Winde vom Bora-Typ gehören mit ihrer Häufigkeit und ihren hohen Durchschnittsgeschwindigkeiten, vor allem an der Nordwest-Küste Kroatiens sowie Montenegros zu den stärksten der Welt. Darum startet unsere Reise heute um 7:15 Uhr. Frühstück gibt es allerdings wie gewohnt um 8:00 Uhr, aber eben während der Fahrt. Wir fahren in Küstennähe an Sibenik vorbei. Der Himmel ist heute bedeckt, es ist kühl, anders als die vergangenen Tage. In Skradin werden wir ausgeschifft und ein Ausflugsboot bringt uns weiter den Krka-Fluss aufwärts zum berühmten Nationalpark Krka-Wasserfälle. Auf einer Strecke von 800 m überwindet die Krka 17 Stufen unterschiedlicher Höhe. Zwischen den einzelnen Staustufen befinden sich kleine Bassins. Rechts des Wasserfalls führen Treppen nach oben. Bei den Wassermühlen kann man abbiegen, um über Holzstege auf die andere Seite des Wasserfalls zu gelangen. Der Nationalpark bietet ein unvergleichliches Mosaik aus Seen, Wasserfällen, Kaskarden und begrünten Inseln, Ufern und Hügeln. Da in diesem Gebiet strenge Naturschutzregeln herrschen können sich Flora und Fauna ungestört entwickeln. Bis heute hat man 222 Vogel-, 18 Fisch- und Fledermausarten sowie 860 Pflanzenarten gezählt und sich darauf geeinigt, dass die Masse der unterschiedlichen Amphibien wohl für immer unzählbar bleibt. Es ist ein schöner Ausflug, sehr interessant und abwechslungsreich. Und Petrus meint es richtig gut mit uns. Es ist zwar nicht sonnig, aber wenigstens trocken und die Temperatur ist angenehm. Um 11:30 Uhr bringt uns das Boot zurück nach Skradin, wo die Poseidon auf uns wartet. Inzwischen hat sich der Himmel teilweise recht dunkel verfärbt. Vor uns zucken viele Blitze aus vielen Wolken und es sieht nicht vertrauenserweckend aus. Zum Glück ist es bis Sibenik nicht weit. Wir legen am Hafen an und sehen in südlicher Richtung riesige Rauchwolken. Dort flackern Waldbrände! Es sieht gespenstisch aus. Man erkennt sogar Hubschrauber, die zum Löschen eingesetzt werden. Und der Himmel darüber ist schwarz! Zum Mittag gibt es wieder eine leckere Suppe als Vorspeise, danach Wiener Schnitzel mit gebratenen Kartoffeln und gedünstetem Gemüse. Als Dessert gibt's Melone. Schön süß und reif! Köstlich! Das Wetter verschlechtert sich zusehends. Es ist inzwischen richtig kalt und es beginnt zu regnen. Nach einem kleinen Mittagsschläfchen wollen wir eigentlich einen Landgang und Sibenik unsicher machen, aber bei 16 ° Grad und Regen und Wind tun wir uns das nicht an. Dann haben wir Sibenik eben nicht gesehen; schade, aber nicht zu ändern. Inzwischen ist der Himmel einheitlich grau - wie in Hamburg! |
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