Samstag
Rijeka - Rab
01.09.2007

 

   
 
 

Mit dem Nachtzug aus München treffen wir um 9:00 Uhr in Rijeka ein. Es ist sonnig und warm! Wir genehmigen uns im Bahnhofsrestaurant ein „Kleines Continental-Frühstück“. Gestärkt machen wir uns danach mit unserem Gepäck (2 Trolleys) auf den Weg zum Hafen. Wir haben uns in Hamburg vorsorglich den Stadtplan von Rijeka ausgedruckt und dabei festgestellt, dass die Entfernung zwischen Bahnhof und Hafen nicht groß und zu Fuß und mit Gepäck gut zu schaffen ist.

Nach ca. 15 Minuten erreichen wir den Kai mit den Schiffen, u.a. von Riva-Tours, dem Veranstalter dieser Reise.

Vor „unserem“ Schiff, der MS Poseidon, werden wir von Kapitän Toni begrüßt. Dabei erfahren wir, dass auch noch andere Fahrgäste aus Hamburg an Bord sind. Toni führt uns mit unserem Gepäck in den „Bauch“ des Schiffes.

Die Kabine Nr. 3 wird für die nächsten 2 Wochen die Unsrige sein. Alle Kabinen an Bord haben die gleiche Größe, ebenso sind alle mit WC und Dusche ausgestattet. Als Hand-brause dient der Wasserhahn mit verlängertem Schlauch (ähnlich unserer Armatur des Spülbeckens in unserer Küche), auf dem Boden befindet sich ein Abfluss – und alles wird nass beim Duschen! ? „Macht nichts,“ sagt Toni, „das trocknet wieder, nichts abwischen. Aber immer die Tür zur Kabine schließen!“ Ein Bullauge befindet sich sowohl in der Kabine als auch in der Dusche. Bei starkem Wellengang ist es schon wichtig, es beizeiten zu schließen.

Die Kabine verfügt über Etagenbetten (mit Leselampe am Kopfende!) sowie einen kleinen Kleiderschrank und ein offenes Regal. In dem Kasten der Schwimmwesten lassen sich noch unsere Rücksäcke und Schuhe verstauen. Ein Teil des Kofferinhaltes bringen wir in dem Schrank und an den Wandhaken unter, der Rest bleibt im Koffer unter dem Bett.

Langsam trudeln alle Mitreisenden ein. Man erfährt dabei, dass es sich bei einigen um Stammgäste handelt, die schon diverse Male mit Toni und der Poseidon gefahren sind.
So auch die vier Leute, die bei uns am Achterdeck sitzen - und schon fleißig trinken.
Insgesamt sind wir beim Ablegen in Rijeka 16 Leute, 2 Gäste werden noch in KrK auf der Insel Krk dazu kommen.

Die Begrüßung erfolgt durch den Veranstalter, die Firma Riva-Tours, mit einem Slibovitz.
Um 13:15 Uhr verlassen wir den Hafen von Rijeka mit dem Ziel Rab auf Rab und einem Abstecher nach Krk.

Unser Abenteuer Kreuzfahrt an der kroatischen Adriaküste beginnt!

Wir verteilen uns auf dem Achter-, dem Vorder- und dem Sonnendeck. Der Himmel ist blau, es weht eine leichte Brise. Der Käpt’n Toni setzt die Fock, um den achterlichen Wind auszunutzen.

Es ist so unbeschreiblich schön – diese Stimmung, das Gefühl, die Atmosphäre! Das haben wir uns soooo schön gar nicht vorgestellt!

Nach ca. 3 Stunden erreichen wir den Hafen von Krk und nehmen die noch fehlenden Gäste, zwei junge Leute aus Dresden (Mirko und Susi), auf.

Wir haben diese Reise mit Halbpension gebucht. Das beinhaltet ein Frühstück und ein Mittagessen. Heute allerdings gibt es aus organisatorischen Gründen die Mittagsmahlzeit am Abend. Man hat allerdings an Bord die Möglichkeit, eine kleine kalte Mahlzeit, z.B. in Form einer kalten Platte mit Käse und Schinken, bei Kristijan (Sohn von Toni) an der Bar
zu bestellen.

Das machen wir auch und nehmen dazu eine Flasche Weißwein, einen Malvacia. Der Verzehr (Essen und Trinken) wird vom Personal auf einer Tafel notiert und jeweils am Freitag abgerechnet.

Gegen 18:00 Uhr gibt es die warme Mahlzeit, ein 3-Gänge-Menü mit Nudelsuppe vorweg, gefolgt von Schweinebraten mit Kartoffelpüree, Gemüse und einem gemischten Salalt.
Zum Dessert gibt’s ne Banane.

Dann erreichen wir den wunderschönen Hafen von Rab auf der gleichnamigen Insel. Wir legen zwischen Segel- und Motorjachten unterschiedlicher Größe an.

Gestärkt machen wir uns auf den Weg in die Altstadt, die sich praktisch in drei Ebenen aufteilt. Auf der ersten Ebene liegen die Restaurants, auf der zweiten sind die Souvenirläden und oben auf der dritten befinden sich die historischen Gebäude mit Kirchen, Glockenturm usw.

Leider wird es schnell dunkel. An der Promenade, der ersten Ebene und unserer Poseidon gegenüber, genehmigen wir uns einen weißen und einen roten Wein (je 14 Kuna = 1,95 €). Heute soll es nicht so spät werden. Wir sind von dem langen Tag in München und der Nachtfahrt in dem wenig komfortablen und lauten Zug doch ein wenig angeschlagen.

Auf dem Achterdeck unseres schwimmenden Hotels sitzen noch vier Gäste, ebenfalls aus Hamburg, zu denen wir uns dann doch noch mit einer Flasche Rotwein (Plavac – 60 Kn = ca. 8 €) gesellen. Und schon wird es wieder Mitternacht, dass wir in der Falle liegen.
Ich bin gespannt auf das Schlafen bei dem leichten Schaukeln. Ob ich es wohl merke, ob es meinen Schlaf beeinträchtigt? Ich bin gespannt - und todmüde.

 
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