23. Tag
Donnerstag
19.05.2005
 
Colunga - Laspuña
 
 

Auf nach Laspuña!!!

Aufstehen um 6:30 Uhr - kein warmes Wasser in der Dusche! Wir frühstücken in der Bar neben der Kirche mit Café con leche und Boccadillos und sehen die gegenüberliegende, gestern abend ausgemachte Panaderia leider geschlossen. Los geht's ohne Brot, an der nächsten Tankstelle am Ortsausgang füllen wir den Tank unseres Autos und starten dort um 8:10 Uhr.
Schnell sind wir auf der Autovia = Schnellstraße (Autobahn ohne Maut). Die Sonne scheint vom wolkenlosen Himmel - so ein Wetter hatten wir die ganzen 3 Wochen nicht! Wir sehen auf der linken Seite den Ozean und auf der rechten die imposante Gebirgswelt! Diese Eindrücke sind unbeschreiblich und ich versuche, den einen oder anderen per Foto aus dem fahrenden Auto einzufangen.
Die Straße ist in dieser für Spanien frühen Zeit noch relativ leer und es ist ein schönes Fahren (sagt auch Heiko als Fahrer). Trotz der Fahrräder auf dem Autodach können wir auch die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h kontinuierlich halten und haben damit einen Schnitt von 100 km/h.
Wir fahren über Santander und Bilbao (Riesenstadt mit viel Industrie, Hinweis auf Guggenheim-Museum). Ab hier geht es in Richtung Zaragoza durch das Kantabrische Gebirge. Diese Strecke ist mautpflichtig (Autopista AP-68). Die Landschaft verändert sich langsam, und nach dem Gebirge mit teilweise schneebedeckten Bergen kommen wir ...

... in die Region La Rioja mit den riesigen Weinanbauflächen und der Hauptstadt Logroño. Linksseitig begleitet uns der Ebro. Wir machen eine Pinkel-, Tank- und Kaffeepause.

Vor Zaragoza - wir sind bereits in der Region Navarra - löhnen wir die Maut in Höhe von € 22,80 und sind nun schon 550 km vom Startpunkt entfernt.

Die Region um Zaragoza ist eine hässliche Mondlandschaft - die Stadt soll ja sehr schön sein! - und wir fahren weiter in Richtung Huesca. Es handelt sich auch wieder um eine Autovia, wir kommen schnell voran und die Landschaft wird wieder schöner, abwechslungsreicher.
... ganz schön viel "Leichen" auf der Scheibe ...
Hier ist Landwirtschaft mit Getreidefeldern und grünen Hügeln zu sehen. Ab Huesca fahren wir auf Barbastro, dann in Richtung Ainsa/Francia. Nun kommen wir endlich in bekanntes Terrain!

Am Embalse de Grado machen wir unsere letzte Picknickpause und fallen um 17:00 Uhr in Laspuña ein!

Wir checken in der "Casa Sidora" ein, unser Auto parken wir auf dem großen Ortsparkplatz. Ein Besuch bei Maria zeigt uns, dass sie mit Erich und der Gruppe unterwegs ist.

Wir trinken zur Begrüßung eine Erfrischung auf der Terrasse - Balcon del Pirineos - und um 19:00 Uhr kommen unsere Freunde mit der Wandergruppe. Welche Freude, denn Carmen, Marias Freundin, ist auch dabei! Große Begrüßung, palabern über unsere Tour, deren Tour und um 20:00 Uhr gibt's Essen.

Wir dürfen mit am Tisch der Wandergruppe sitzen, wir sind somit insgesamt 19 Leute. Mit Ausnahme von Carmen und einer Wanderdame vom Wanderverein Hamburg reisen morgen alle ab. Es ist also heute der große Abschiedsabend.

Wir erfahren, dass am Wochenende das alljährliche Flößerfest stattfindet, und das möchten wir natürlich miterleben. Wir haben in Hamburg von Erich und Maria schon viel darüber gehört, und freuen uns, diesmal auch dabei sein zu können. Also buchen wir das Hotel für 4 Nächte und werden somit am Montag unsere Heimreise antreten - mit dem ersten Ziel Carcasonne.

Wir telefonieren mit den Kindern, teilen ihnen mit wo wir sind.
Nach dem Abendessen sind wir wie gewohnt zusammen mit
Gieselers der harte Kern und liegen gegen 23:30 Uhr in der Falle.

Unser Frühstück für den nächsten Morgen wollen wir nicht vor
10:00 Uhr einnehmen, sehr zur Freude von Alicia (á la español!).

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