16. Tag
Donnerstag
12.05.2005
 
Melide - Santiago de Compostela
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Frühstück im Hotel mit Tostadas y Cafè, dann holen wir die Fahrräder aus der Garage und starten gegen 9:30 Uhr in Richtung Santiago de Compostela. Es liegen ca. 50 Kilometer vor uns. Es folgt ein Auf und Ab durch das grüne Galicien, für eine Fortbewegung mit dem Rad wäre auch das eine ungeheure Herausforderung gewesen.
Das Wetter ist anfangs sonnig und kühl, dann folgt Nebel.
Links und rechts der Straße befinden sich große Eukalyptushaine. Diese Bäume unterscheiden sich von anderen durch ihre glatten Stämme und die bläulichgrünen Blätter, die wie vertrocknet aussehen.
Am Straßenrand sehen wir
die für Galicien typischen Speicher, die man aus Reisebeschreibungen kennt.
In San Marcos machen wir eine kleine Café- und Pinkelpause, um dann vorbei am Monte Gozo nach Santiago "einzufallen".
 
galicische Speicher (Horreas)
Eukalyptushaine

Wir befinden uns auf der richtigen Einfallstraße, aber irgendwann sind wir nicht rechtzeitig nach links abgebogen (man sucht Straßennamen mal wieder vergeblich!) und wissen nun nicht mehr so recht, wo wir uns befinden.

Wir umfahren die Altstadt rechts herum, sehen irgendwann die Kathedrale als Fixpunkt über uns, und an einem Parkplatz stoppen wir. Heiko befragt einen Passanten nach der Straße, in der unser vorgebuchtes Hotel sich befindet. Wir stellen fest, dass wir in unmittelbarer Nähe sind.

Wir parken das Auto an der Ringstraße und machen uns zu Fuß auf die Suche nach unserem hiesigen Nachtquartier. Wir finden den Straßennamen, eine passende Hausnummer und sind irritiert. Auf unser Klingeln am vermeintlichen Hotel (im 3. Stock!) meldet sich niemand, außerdem ist an der Hausfront nur ein CH-Schild, aber kein Name! Das erscheint uns ein wenig suspekt und "schmeckt" uns nicht.

am vermeintlichen Hotel

Wir gehen weiter und entdecken an dem Parkplatz, an dem Heiko einen Passanten befragt hatte, ein Hostal im 1. Stock, das auf uns einen netten Eindruck macht. Unsere Frage nach "una habitacion doble con dos camas y baño" wird mit "Si" beantwortet - und der Preis ist auch ok - € 37,-- incluido.

Also, das ist unser Domizil für die nächsten 2 Nächte! Die Räder gehen in die Hausgarage, die für Autos leider z.Zt. "completo" ist. Aber 100 Meter weiter ist eine städtische Tiefgarage.

 
Blick vom Parkplatz auf unser Hostal Alameda
Nach Auspacken und Frischmachen setzen wir uns zur Stärkung in das Restaurant im Erdgeschoss des Hauses und bestellen uns menue del dia (Empanadas y chipirones / calamares, salmon). Dann geht's durch die Altstadt in Richtung Kathedrale. An der Touristinformation lassen wir uns einen Stadtplan geben und daran orientieren wir uns.
Plaza de las Platerias mit dem Pferdebrunnen
Seitenschiff derBasilika

Über den Plaza de las Platerias mit dem Pferdebrunnen in der Mitte kommen wir durch das Seitenschiff in die Basilika. Allein dieses Querschiff versetzt einen in den Glauben, im Hauptschiff zu sein. Diese Höhe! Diese Schlichtheit! Diese Leichtigkeit! Erst als wir auf der rechten Seite den Altar sehen, merken wir, dass wir "nur" im Querschiff sind!

Es folgt ein eindrucksvoller Rundgang durch dieses mächtige Gotteshaus. Wir betrachten die Nebenaltäre und besichtigen die Krypta des Altarraumes, in der der silberne Schrein mit den Reliquien des heiligen Jakobus aufbewahrt wird.

Jacobus-Statue am Hauptaltar
 
Jacobus-Reliquienschrein in der Krypta
Hauptschiff der Basilika
Hauptschiff der Basilika
Barockportal der Basilika
 

Wir verlassen die Kirche durch das Hauptportal und betreten über die Freitreppe die Plaza del Obradoiro. Die Westfassade der Kathedrale wurde von 1738 - 1750 erbaut und ist die berühmteste Barockfassade Spaniens. An dieser Plaza befindet sich auch das berühmte "Hospiz de los Reyes Catolicos" - heute ein Luxus-Parador! Eine kleine Stärkung in der Tapas-Bar "do Bispo" tut uns gut.

Eingangshalle des Paradors
"Hospiz de los Reyes Catolicos"
Tapas-Bar "do Bispo"
ein "echter" Pilger sucht ...
Pilger auf der Plaza del Obradoiro
Museumsflügel der Kathedrale
Blick in die Altstadt
von der Plaza del Obradoiro
Plaza de Fonseca

Danach ist Siesta angesagt. Anschließend genießen wir die Stimmung der Altstadt, schlendern durch die engen Gassen, nehmen hier eine Caña, dort einen Vino und ...

Garten des Palacio Fonseca
   
... einen Absacker gibt es in dem kleinen Restaurant unter unserem Hotel. Der Wirt hat sogar einen Hierbas von Tunel - ohne es zu wissen! Wir müssen ihn erst darauf aufmerksam machen! Dann heißt es für heute: Buenos Noches!
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