15. Tag
Mittwoch
11.05.2005
 
O Cebreiro - Melide
 
 

Frühstücken in der Meson Anton mit Café, Tostadas, Mantequilla, Mermelada y Queso de Gallego. Dieser Frischkäse ist ausgesprochen lecker!! Gestärkt und
gerüstet für den Tag starten wir gegen 09:30 Uhr.

Vorher wird noch schnell ein Foto gemacht von dem Ausblick über die Berge mit den in den Tälern liegenden Wolken.

Am Alto San Roque befindet sich die Bronzestatue eines Pilgers, zu dessen Füßen ein "echter" Pilger liegt.

Ein schönes Fotomotiv.

Die Straße schlängelt sich weiter bergab, wir kommen durch Hospital de Condesa, steigen wieder auf zum Porto de Poio (1335 m). Dann geht es bis Triacastela abwärts.

Wir lassen den Ort allerdings links liegen, er bietet nichts Interessantes. In Samos, 10 km hinter Triacastela, befindet sich das im 7. Jahrhundert gegründete Kloster San Julian de Samos. Es gilt als eines der größten Spaniens.

Muscheln im Brückengeländer über den Rio Ouribio
Wir durchfahren Sarria und machen in Portomarin einen Stopp. Heiko holt ein paar Dineros - und wir entdecken ein Internet-Café! Die Gelegenheit wird genutzt: E-mails an die Kinder und Geldüberweisung für Eike für die Aufladung der Xtra-Card meines Handys. sms-eMails

Der historische Ort Portomarin versank in den 60er
Jahren im aufgestauten Rio Minho nach Fertigstellung
des Staudamms Belesar.
Rathaus + Post
die "neue" Calle Mayor
San Nicolás, Stein für Stein neu aufgebaut
typisch galizischer Speicher
Aber Portomarin blieb dennoch erhalten, wenn auch an anderer, höherer Stelle, denn man hatte in aufwändiger und akribischer Kleinarbeit die wichtigsten Bauten des Ortes im Tal abgetragen, um sie auf der Höhe wieder aufzubauen. Auf den ersten Blick erscheint der Ort sehr ansehnlich, doch bei genauem Hinsehen entdeckt man eine gewisse Sterilität.

Auf unserem Wege, unmittelbar vor Palas de Rei, liegt die sehr hübsche Meson A'Brea an der Straße. Da uns langsam ein Hungergefühl überfällt - es ist inzwischen 14:30 Uhr - fahren wir dieses Lokal an, um uns zu stärken.

Als wir den Parkplatz des Restaurants anfahren, beginnt es zu regnen. Ein Teil des Parkplatzes ist überdacht in der Art eines Carports. Dort will Heiko das Auto abstellen, berücksichtigt aber im Moment nicht die Höhe unserer Deckslast (Fahrräder). Es knartscht und crashed und wir sitzen fest unter dem Dach. Um mit dem Auto zurücksetzen zu können, hilft nur das Abbauen der Räder. In der Folge ist die Abdeckung der Gangschaltung links an Heikos Rad beschädigt. Ärgerlich, aber nun mal nicht zu ändern.

Der Appetit ist uns dadurch aber nicht vergangen. Wir bestellen uns Menue del Dia und staunen über die Menge Fleisch, die wir im Segundo-Plato erhalten! Als ersten Gang haben wir Calamares fritos (lecker, selbsgemacht!), als zweiten Gang hat Heiko Chuletas de Cerdo (8 Schweinerippen) und ich Tenero (4 dicke Rindersteaks). Als Postre wählen wir Queso del Pais.

Gestärkt fahren wir das letzte Stück bis Melide, unserem heutigen Ziel. Wir erfragen die Avenida de la Habana, an der unser gebuchtes Hostal "Xaneiro" liegt, und finden es auch sehr schnell.

Nach dem Auspacken machen wir einen kleinen Bummel durch den Ort, aber das Wetter ist kühl und nass - wir sind in Galicien, der grünen und nassen Lunge Spaniens.

unsere "Freunde" - auch hier in Melide
sms-eMails Im Hotel ist ein Internetanschluss, den wir schnell noch nutzen für E-mails,
ansonsten sind wir ein wenig müde und werden heute sicher nicht alt.

Morgen wollen wir Santiago erreichen. Ein Hotel haben wir heute hier gebucht, es liegt am Rande der historischen Altstadt. Dort wollen wir
zwei Nächte bleiben, um dann ans "Cabo Fisterre" zu fahren.

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