13. Tag
Montag
09.05.2005
 
León - Rabanal del Camino
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Heiko steht um 7:45 Uhr auf, gegen 9:00 Uhr schnappen wir unser Gepäck und maschieren zu unserem Auto (es steht Gott sei Dank noch ohne Knöllchen dort! - allerdings klebt am Kofferraumdeckel ein Aufkleber der Taxirufes-León). Heute geht es in die Berge - nach Rabanal del Camino ( das Hotel ist bereits gebucht). Wir kommen zügig aus der Stadt heraus - trotz Rushhour, und fahren in Richtung Astorga. Außerhalb der Stadt wird zunächst gefrühstück. Heute ist es grau und kühl - nur 13 ° C.

 
Die 20-Bogen-Brücke über den Rio Orbigo
Unser nächster Fotohalt ist in Hospital de Orbigo die
20-Bogen-Brücke über den Rio Orbigo aus dem 15. Jahrhundert, auf der der sagenhafte Suero de Quiñones im Jahre 1434 einen Kampf gegen unendliche Ritterscharen durchführte, um Brückenzoll zu erzwingen.
Verena auf der Brücke
Erinnerungsstein an die Gegner des Suero de Quiñones
Storchennest auf der Kirche
Mittags sind wir in Astorga, parken gegenüber dem Erzbischöflichen Palast, dem Palacio Gaudi, so genannt, weil dieser berühmte katalanische Architekt diesen Bau entworfen hat. Wir haben Pech, er ist geschlossen und auch die Kathedrale schließt gerade ihre Pforten - es ist genau 12:00 Uhr - schade! - Montag / Lunes (da kommt man leicht vor geschlossene Türen).
Palacio Gaudi

Blick über die röm. Stadtmauer
Palacio Gaudi + Kathedrale

Kathedrale

Wir werfen einen Blick auf die imposanten römischen Stadtbefestigungen
und nehmen, erstaunlich früh, ein Menue del Dia im Restaurante "Serrano" ein.

 
Danach geht es in die Berge! Vor uns liegen 25 km bis nach Rabanal del Camino. Es verändert sich die Landschaft, wird hügeliger, abwechslungsreicher. Wir verlassen die Meseta, der Bewuchs wird ein anderer. Wir sehen meterhohe Heidepflanzen, weißblühenden Ginster.

Auf dem Weg machen wir einen kleinen Abstecher in das Dorf Castrillo de los Polvazares. Wir lassen das Auto ausserhalb auf dem Parkplatz stehen. Es ist ein sehr beeindruckender und schmucker Ort. Viele sehr anheimelnd aussehende Lokalitäten laden zum Verweilen ein, ohne aufdringlich zu sein. Wir trinken einen Café Cortado in einem netten kleinen Gartenrestaurant und genießen die Atmosphäre und die Stille. Es ist Siesta!
Nun sind es noch ca. 10 km bis nach Rabanal. Es geht stetig bergauf. Der Original-Camino verläuft parallel zur Landstraße. Über El Ganzo erreichen wir gegen 16:00 Uhr unserTagesziel.
Das Hotel
"La Posada de Gaspar"
ist ein wunderschönes historisches Haus mit dicken Natursteinwänden.
Kirche und Hotel
das Innere der Kirche
die Dorfstraße
Verfall am Ortsende
Kapelle für die Abendandacht
die Pilgerherberge
ein echter schottischer Pilger
das Innere der Bar
Nachdem wir uns in unserem Zimmer "eingerichtet" haben, machen wir einen Gang durch den Ort. Er ist klein und überschaubar. In einer kleinen Bar trinken wir eine Erfrischung und besichtigen Dorfkirche und Kapelle vor der Messe. Auf dem Platz vor unserem Hotel begegnen wir noch einem Schotten in "Landestracht", der als Fußpilger unterwegs ist.
Bergpanorama
Beim Abendessen im Hotel werden wir von zwei Fußpilgerinnen aus München angesprochen, ob uns das Auto mit dem Hamburger Kennzeichen gehört. Eine der beiden Pilgerinnen hat Probleme mit den Füßen und bittet uns um eine Mitfahrgelegenheit am nächsten Morgen bis Ponferrada. Natürlich erklären wir uns bereit und verabreden als Abfahrtzeit ca. 9:00 Uhr.

Unser morgiges Ziel ist O Cebreiro. Hier im Ort ist der Hund
begraben, dadurch kann ich endlich mal wieder "Hausaufgaben"
machen, sprich Reisebericht nachtragen - von 5 Tagen !!

So, aber nun habe ich keine Lust mehr - "habe fertig" -
bin auf dem Laufenden!

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