11. Tag
Samstag
07.05.2005
 
Carrión de los Condes - León
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Wir frühstücken im Internet-Café gleich um die Ecke an der Stadtmauer. Danach geht es auf der N120 gemächlich in Richtung León. Vor Sahagún wechseln wir von der Provinz Palencia in die Provinz Castilla y Leon. Sahagún wird ohne Aufenthalt durchfahren.

Hinter Sahagún überqueren wir den Rio Cea
Stadtmauer - Carrión de los Condes
Bar "El Peregrino"
El Burgo Ranero
der "Segen" des Priesters
Wir erreichen El Burgo Ranero, machen in der Bar "El Peregrino" eine Trinkpause und als kleine Zwischenmahlzeit essen wir eine Tortilla. Ein mit dem Fahrrad ankommender Priester des Ortes begrüßt und segnet uns in der Bar. Er spricht gut Deutsch, ist unserem Land wohlgesonnen und hat uns sicherlich an Hand des Autokennzeichens identifiziert.
Am Ortausgang von El Burgo Ranero sieht man viele verfallene Häuser, die ursprünglich in der hier typischen Adobe-Bauweise errichtet waren (getrocknete Lehmziegel). Diese Häuser verfallen sehr schnell, wenn sie nicht laufend gepflegt werden.

Weiter geht es Richtung León. Wir sehen viele in die Hügel gebaute (Wein?-) Keller.

Um 13:00 Uhr erreichen wir unser heutiges Tagesziel.

Nun heißt es, das Hotel zu finden. Wir haben einen guten Plan der Stadt und sind auch in unmittelbarer Nähe, aber es ist zum Verzweifeln: wir kommen nicht ran, es herrscht entweder Richtungsverkehr oder es handelt sich um einen Fußgängerbereich mit Sperre für Autos.

Dieses Unternehmen raubt uns den Nerv und nach etlichen Umrundungen und erneuten Versuchen, stellen wir das Auto neben der Altstadt an der Avenida Ramón y Cajal am Ende einer Taxi-Markierung ab, um alles Weitere zu Fuß zu erledigen

Wir haben Glück, das Hostal „San Martin“ liegt im Fußgänger- bereich, ist schnell gefunden und nur ca. 500 m von unserem Auto entfernt. Unsere Vermieterin meint, es sei „no problemo“ am Ende der Taxispur zu parken. Wir hoffen es mal und schleppen unser Gepäck in die 2. Etage des Hauses. Das gesamte Hostal befindet sich auf dieser Etage und ist sehr schön und die Wirtin sehr freundlich. Hier werden wir nun die nächsten zwei Tage verbringen.

Nach Auspacken und Frischmachen geht es in Richtung Kathedrale. In der hellen Nachmittagssonne bietet sie einen wahrlich imposanten Anblick mit den zwei ungleich hohen Türmen (68 und 65 m) und dem filigranen Äußeren. Das Innere ist erfüllt von einer Leichtigkeit und wird beherrscht von den bunten Fenstern mit biblischen und pflanzlichen Motiven. Es ist eine Sinfonie der Farben auf 1800 m² Fensterfläche!
 
Ein weiterer "Abstecher" gilt St. Isidoro, auch im Stadtkern gelegen. Wir sind bereits ein paarmal hier vorbei gekommen, als wir unser Gepäck in einigen Etappen vom geparkten Auto zum Hostall bringen mussten.

Die Real Basilica de San Isidoro ist neben der Kathedrale eine der beeindruckensten Kirchen von Leon. Auf der Plaza vor der Kirche stärken wir uns in einem Straßencafe mit einem kühlen Getränk, bevor wir uns zurück ins Hostal begeben, um uns ein wenig frisch zu machen für den Abend.

Auch hier auf dem Platz ist der Jacobsweg mit der typischen Muschel im Straßenpflaster markiert.

Auf Anfrage nach Speisemöglichkeiten hat man uns im Hotel auf das sogenannte „Feuchte Viertel“ - el barrio húmedo – verwiesen.

Darum führt uns nun unser Weg auch dorthin. Es ist nicht zu fassen, eine Bar neben der nächsten und alle sind voll!

Die Atmosphäre erinnert an den "Kiez" in Hamburg. Hier tobt das Leben – und wir toben mit! Kurz vor Mitternacht liegen wir in der Falle, morgen können wir ausschlafen, da wir ja zwei Nächte gebucht haben.

 
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