10. Tag
Freitag
06.05.2005
 
Burgos -
Carrión de los Condes
sms-eMails
 

Der Abschied von Burgos ist etwas problematisch. Wir hatten bei der Ankunft erfahren, dass die Hotelgäste in der benachbarten Tiefgarage 10 % Rabatt erhalten würden. Die Umsetzung dieses Nachlasses war in der Praxis dann wegen der "Sprachbarriere" - besonders mit dem Parkhauswächter - nervig und zeitraubend. Schließlich steht unser Auto vor dem Hotel - wir laden die Räder auf und die Taschen ins Auto und stürzen uns in das Rush-Hour-Gewühl von Burgos.


Das "Norte y Londres" war uns eine hervorragende Bleibe.

Das nächste Hotel in Carrion de los Condes ist vorgebucht. Nachdem wir aus Stadt und Region Burgos heraus sind, frühstücken wir in einem Dorf in einer kleinen Bar.

Danach geht es auf die Meseta, die unendlich weite Hochebene ...

... über Villandiego immer weiter gen Westen. Hinter Hontanas stoßen wir auf die Ruine des Convento de San Antòn. Die Straße führt direkt durch das ehemalige Kirchenschiff.
 

Kurz danach erreichen wir Castrojeriz, abseits der Straße. Wir fahren in den Ort hinein, um Ausschau zu halten nach einem "menue del dia" - Fehlanzeige! Also weiter bis Castillo de Matajudios.

Dieser Ort in der Mittagssonne erinnert an den Film „High Noon“ , er ist menschenleer, lediglich ein Hund begegnet uns auf dem Weg zur Kirche.

An "menue del dia" natürlich auch hier nicht zu denken.

Bei Itero wechseln wir über den Rio Pisuerga von der Provinz Burgos in die Provinz Palencia. Auf einem kleinen Rastplatz hinter der Brücke stoßen wir nun das erste mal auf den Spruch, der den Camino de Santiago als "Calle Mayor de Europa" bezeichnet - das gefällt uns.

Im Dorf Boadilla de Camino kehren wir im Restaurant der Pilgerherberge ein. Es befindet sich in einem sehr schön angelegten und gepflegten Garten, sogar mit Pool. Wir werden bedient von einem sehr netten und freundlichen jungen Mann mit erstaunlichen Deutsch-Kenntnissen. Auf unsere Frage nach dem Grund seiner guten Kenntnisse, nannte er uns die vielen internationalen Gäste in der Herberge, durch die er sich von jeder Sprache eine kleine Auswahl angeeignet hat. Und als Demonstration sagt er zu mir in klarem Deutsch:

"Du hast so schöne blaue Augen!"
Eingang zu Herberge + Restaurant
... hier gehts uns gut ...
Pilgerdenkmal im Garten
judias verde
Siesta
Blick vom Garten auf die Kirche
Hier essen wir nun "menue del dia" (judias verde, pollo) - es kostet 7,50 € - und kaufen als Souvenir einen sehr schönen Keramikbecher mit dem Namen von Pilgerherberge/Restaurant.
Auf der Plaza neben Kirche und Herberge befindet sich eine Gerichtssäule aus dem 14. Jahrhundert, die auch als Pranger diente. Schnell schieße ich noch ein Foto von Heiko an diesem.
Gerichtssäule
vor Fromista
romanische Kirche San Martin
Weiter geht es Richtung Fromista. Am Ortseingang überqueren wir die Bewässerungsanlagen des "Canal de Castilla". Im Ort beeindruckt uns die kleine romanische Kirche San Martin, ...

... die aber leider verschlossen ist. Wir halten uns nicht weiter auf und kommen um 15:00 Uhr in Carrion de los Condes an.
Das Hotel "La Corte“ ist ein einfaches, sauberes Haus mit zweckmäßig eingerichteten Zimmern.

Wir bummeln durch den Ort, besichtigen die Ausstellung in der Santiago-Kirche mit ihrem Portal aus dem 12.Jahrhundert, die zwischen Häusern eingeklemmt scheint.
Santiago-Kirche
Ausstellungsstücke
Brücke über den Rio Carrion
San Zoilo: Kreuzgang + Hochaltar
Am Ortsausgang von Carrion de los Condes liegt das Kloster San Zoilo, auf das in den Reiseführern hingewiesen wird. Wir machen uns auf den Weg dorthin und überqueren dabei den Rio Carrion. Im Kloster wird viel gebaut / renoviert und so bietet es im Moment außer dem Hauptaltar nichts Besonderes.
Abends haben wir Glück - die Kirche Santa Maria de Camino gegenüber unserem Hotel öffnet zum Gottesdienst die Tür, und wir haben die Gelegenheit zur Besichtigung. Sie beeindruckt uns sehr, zumal geistliche Musik den Innenraum erfüllt.
Die Kosten für unsere Übernachtung begleichen wir am Abend und bitten gleichzeitig um Reservierung eines Hotels in León. Die erste von uns genannte Adresse war „completto“, bei der zweiten haben wir Glück. Dieses Haus hat eine Internet-Adresse, und wir sehen uns im Internet-Café um die Ecke dessen Seite und – was wichtig ist – die Adresse an! Das Hostel liegt mitten in der Altstadt in unmittelbarer Nähe der Kathedrale.
Anschließend nutzen wir die Gelegenheit und senden an unsere Reise-mail-Adresse eine E-mail. Das geht ja herrlich einfach, das machen wir mal wieder! sms-eMails

In unserem Hotel kann man ganz vorzüglich essen – Menue del Dia – sogar am Abend. "Nachtleben" gibt es hier nicht, also sind wir beizeiten
in der Falle.

 

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