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Heute können wir ausschlafen. Wir frühstücken
um 8:45 Uhr, der Frühstückssaal ist heute voller als gestern
und das Hotel ist ausgebucht - es ist der 1. Mai, auch hier ein
Feiertag.
Nach dem Frühstück schnappen wir unsere
Fahrräder und machen eine kleine Warm-Up-Tour zur kleinen romanischen
Kirche Nuestra Señora de Eunate.
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Diese einsam in den Feldern
stehende romanische Kirche besticht durch ihren achteckigen Zentralbau
und einen von Arkaden begrenzten Vorhof. In dem dunklen, schlichten
Innenraum herrscht eine meditative Ruhe, wie man sie nur selten
in den Kirchen entlang des Weges findet. Welchem Zweck dieser stille
Bau diente, ist jedoch bis heute unklar.
Christina Brugger / Alexandra Mayerhofer:
der Jacobsweg
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| Wir haben Glück,
die Kapelle wurde gerade geöffnet. Beim Betreten empfängt
uns gedämpfte Musik. Die Stimmung ist sehr gediegen, durch die
Alabasterfenster scheint ein diffuses Licht. |
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Vor der Kapelle holen wir uns im "Selfservice"
unseren 1. Pilgerstempel!
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Auf der Fahrt hierher fuhren wir auf der Landstraße und merken
erst jetzt auf der Rückfahrt, wie sehr die Straße anstieg.
Wir rollen nun leicht und locker, fahren dann aber nach ca. 2 Kilometern
auf den gekennzeichneten Camino. Aber dieser Weg ist mehr für
Fußpilger geeignet, er ist sehr holprig und führt steil
bergauf und wieder bergab.
Wir fahren über die Calle Mayor, dann über die Puente
auf die N-111 zwecks Orientierung für morgen. Und das stellt
sich als sehr vorteilhaft heraus; durch enorme Straßenbauarbeiten
ist die Straßenführung eine ganz andere als in den Wegbeschreibungen,
die wir haben. Und wir bekommen schon mal einen kleinen Vorgeschmack
auf das, was uns morgen und die nächsten Tage erwartet.
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Wieder zurück, machen wir in der
Calle Mayor an der Bar
"La Torreta" Halt, bestellen uns einen Vino, Aceitunas und
für jeden ein Boccadillo (30 cm lang - €3,--), für
Heiko mit Lomo, für mich mit Queso. |
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Auf dem Weg ins Hotel
Jakue holen wir uns im Refugio gegenüber der Iglesia del Crucifijo
unseren 2. Pilgerstempel.
An der Rezeption bitten
wir die nette Señora, für uns im Hotel in Los Arcos,
dem Zielort unserer morgigen ersten Etappe, ein Zimmer zu buchen.
Das klappt prima und ist "no problemo"!
Nun heißt es, Radtaschen für morgen
packen und restliches Gepäck verstauen. Es ist weniger schwierig,
die nötigen Klamotten in den Packtaschen unterzubringen, als
ich in Hamburg angenommen hatte.
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| Jacobus-Statue in der Pfarrkirche
von Puente la Reina |
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Nach getaner Arbeit machen wir einen kleinen
Rundgang durchs Dorf, trinken am "Borne" eine Erfrischung
und landen wieder in der Calle Mayor im "La Torreta".
Dort leisten wir uns ein kleines Abendessen in Form von Pulpo
a la gallego (zuviel, aber lecker - sagt Heiko) für €
9,-- und Pimientos de Padrón (lecker, aber nicht zuviel
- sage ich) für € 3,--.
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Wir kommen hier mit einer
jungen Östereicherin ins Gespräch, die am Nebentisch in
einer großen internationalen Pilgerrunde sitzt - 1 Baske,
1 Brasilianer, 3 Italiener und eben jene Östereicherin. Man merkt,
wir sind auf der "Calle Mayor de Europa". |
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