17. bis 19. Sept. 2001
Tihany

 

 

 
Die Dorfstrasse in Tihany  
 
Montag, 17. September 2001:
... nachdem wir vor dem Hotel Neptun unser Gepäck wieder im Kofferraum verstaut haben, fahren wir zum Frühstücken ins "Borbaratok" und danach geht es auf der Uferstrasse B71 über Révfülöp - Zánka - Balatonakali - Balatonudvari auf die Halbinsel Tihany.
   

Wir wollen dort in der Pension "Adler" die nächsten zwei Nächte verbringen. Auf der Radtour 2000 hatte es uns dort so gut gefallen, dass wir damals drei Nächte blieben.

Wir werden auch diesmal nett aufgenommen und nachdem wir das Gepäck in den Zimmern verstaut haben, gehen wir auf "Erkundung" in den Ort.

   
Pension Adler
H- 8237 Tihany,
Felsõkopaszhegyi út 1/A.
Tel: 36-87-448-755

Den Regenschirm müssen wir aber auch heute dabei haben, denn zwischendurch gibt es immer wieder einen Schauer. Der Ort liegt auf dem Berg und wird überragt durch die zwei Zwiebeltürme der Abteikirche. In der dreischiffigen Krypta unter dem Chor liegen in der Mitte unter einer Marmorplatte die Gebeine des im Jahre 1061 verstorbenen Königs András I.

Wir wandern über den Burgberg und das Oberland mit seinen Weinbergen auf die Ostseite des Berges zu Höhlen, in denen im Jahre 1050 durch russische Mönche Einsiedlerzellen im Basaltgestein nahe der Ciprian-Quelle angelegt wurden.

Blick vom Burgberg
die Einsiedlerhöhlen
östlicher Uferbereich
Vorbei an der Ciprian-Quelle geht es berab in den Uferbereich mit Badeanstalt und Schiffsanleger. Inzwischen ist sogar die Sonne ein wenig herausgekommen, und wir können uns im Freien an einem der "schmucken, sozialistischen" Kioske ein Gläschen Wein genehmigen.

Nach dieser Erfrischung "quälen" wir uns wieder bergauf in den Ort und kehren zum Mittagessen in der "Tihany-Csarda", mit angeschlossener Weinstube "zum Stier", ein. Wir können sogar im Freien auf der großen Terrasse im Sonnenschein sitzen und genießen so Essen, Trinken und die Sonne.

 
Nachmittags eine kleine Siesta im Hotel und abends im Restaurant "Bohéme" ein Fogosch (Zander) vom Grill runden den Tag kulinarisch ab. Hier müssen wir aber wieder drinnen sitzen. Das Restaurant ist eigentlich für den Frischluft-Betrieb ausgelegt und hat nur eine winzige Gaststube. Unseren Absacker trinken wir im "Adler".
 

Dienstag, 18. September 2001: Heute steht eine Wanderung über das südliche Oberland der Insel auf dem Programm. Es ist wieder trübe, man muß immer damit rechnen, dass es zu regnen beginnt.

Der Weg führt uns zuerst durchs Dorf Tihany und dann am Ufer des "Inneren Sees" (Belsö-tó) entlang, der 25 m über dem Wasserspiegel des Balaton liegt. Zusammen mit dem "Äußeren See" bildeten sich diese Krater-Seen, als der sog. Geysirkegel entstand, eine bizarre Felsformation, unserem nächsten Ziel.

Blick auf den "Inneren See" und Tihany
Gesteinsformationen am "Geysirkegel"
Unser Weg führt uns dann weiter bergab Richtung Fähranleger, dem südlichsten Punkt der Halbinsel. Wir gelangen ungewollt auf das Hotel-Gelände vom "Club Tihany". Es ist ein riesiges abgeschottetes Areal und war in sozialistischer Zeit eine der "Bonzenburgen". Von hier ist es nur ein Katzenprung zurück zum "Adler".
Wir setzen uns ins Auto und fahren über Balatonudvari Richtung Vászoly. Unser Ziel ist das Restaurant
Es liegt eingebettet in Weinberge einige Kilometer im nördlichen Hinterland des Balaton. Von der Terrasse der "Laci Pince" hat man einen fantastischen Panoramablick auf den See und die Halbinsel Tihany.

Auch hier waren wir anlässlich unserer Radtour 2000 zweimal. Weil es uns damals so gut gefiel, heute unser Abstecher hierher.

Wir haben zwar keinen strahlenden Sonnenschein, können aber draußen auf der Terrasse sitzen und etwas für unser leibliches Wohl tun. Dabei kommen wir wieder, wie auch im Jahr davor, mit der Wirtin in ein persönliches Gespräch.

Dies ist nun unser letzter Tag am See, und wir nehmen den herrlichen Blick noch einmal in uns auf, bevor wir die Rückfahrt antreten. In Balatonudvari halten wir noch einmal an, um uns den denkmalgeschützten Friedhof mit den herzförmig geformten Grabsteinen anzusehen. Zurück bis Tihany sind es dann nur ein paar Kilometer, die wir schnell geschafft haben.
Wir erledigen nachmittags dann noch, wie am letzen Tag so üblich, die Einkäufe der kleinen Mitbringsel für die "Daheimgebliebenen" und des Reiseproviantes für die Heimfahrt am kommenden Tag. Es gilt dann schon, das Gepäck zu präparieren, damit am anderen Morgen kein Stress aufkommt.
Den Abend verbringen wir in der "Ferenc Pince", die gegenüber dem "Adler" am Hang in den Weinbergen liegt. Zu Fuß ist sie in einigen Minuten zu erreichen. Man hat von dort einen wundervollen Blick auf das Südufer des Balaton bis Siofok. Dies ist besonders in der Nacht beeindruckend, wenn man die Lichterkette am jenseitigen Ufer sieht.

Mittwoch, 19. September 2001: Abreisetag! - es ist strahlend blauer Himmel, keine Wolke am Himmel (So eine Gemeinheit von Petrus). Beim Blick aus dem Fenster in Richtung Pool kann man sehen, wie dort aufgeklart wird und die Liegestühle fürs Sonnenbad bereitgestellt werden.

Nach Frühstück, Abrechnung im Hotel und Verstauen des Gepäcks geht es etwa um 10:00 Uhr auf die "Piste". In Balatonfüred wird noch eine Ehrenrunde gedreht, um Ilse und Rolf noch einige Sehenswürdigkeiten des Ortes zu zeigen und dann geht es über die B71 Richtung Budapest ...