12. bis 20. September 2001
Budapest und Balaton

Abreise

Verregnete Tage am Nordufer

 

Mittwoch, 12. September 2001: Morgens zum Frühstück treffen wir uns wieder. Es ist sehr voll in dem Frühstückszimmer, das Hotel scheint gut besucht zu sein. Danach trennen wir drei Paare uns mit dem Ziel unterschiedlicher Unternehmungen.

Heiko und ich fahren mit dem Bus bis zum Gellertberg. Dort gehen wir zum Hotel Gellert, versuchen in das Bad zu gelangen, was aber leider wegen Filmaufnahmen geschlossen ist.

Wir könnten hinten durch den Garten von der anderen Seite hineinschauen, aber dazu haben wir keine Lust.

Ein Besuch der Hotelhalle mit seinen weltbekannten Jugendstilfenstern ist auch sehr interessant.

Wir gehen nun zu Fuß weiter, über

die Elisabeth-Brücke und wieder in die Markthalle. Wir schlendern erneut durch die Gänge, aber heute mit etwas mehr Ruhe, da wir ja keine vorgegebene Zeit
im Nacken haben. Auf der Empore genehmigen wir uns ein Gläschen Wein. Wir kaufen einige Mitbringsel für die Lieben daheim und schlendern anschließend durch die Innenstadt.

Im "Replay-Café" essen wir eine Kleinigkeit und fahren mit der Metro zum "Hösök tere", wir begutachten den Kunstbaum neben dem Museum und wandern in Richtung Liget. Den Besuch des Széchenyi Fürdö müssen wir uns leider verkneifen, da wir keine Handtücher dabei haben. Aber die Anlage des zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbauten Bades imponiert uns schon. Das etwas später angebaute Freibecken ist reich mit Statuen geschmückt. Dort kann man sogar im Winter, unter einer dicken Nebelschicht, baden.

Wieder in der City von Budapest schlagen wir den Weg zur Synagoge ein, die aber leider heute geschlossen ist.

"Hösök tere"
Szechenyi Bad

Es sieht so aus, als wenn aufgrund der Ereignisse am Vortag in New York diese Schließung eine Schutzmaßnahme ist. Durch einen Zaun können wir in einen Innenhof sehen, in dem der Heldentempel zu Ehren der gefallenen Juden des Ersten Weltkrieges steht und in dem sich viele Gräber befinden.

Vorderansicht
Türme
Rückseite mit Holocaustmahnmal

Im hinteren Teil der Kirchenanlage befindet sich der "Holocaustbaum", an dessen Blättern die Namen der vielen Deportierten verewigt sind.

Um unseren Gehwerkzeugen eine kleine Ruhepause zu gönnen, gehen wir in eines der von Ernö empfohlenen typischen Kaffeehäuser und genießen in aller Ruhe einen Kaffee.

Heute Abend sind wir in dem kleinen Restaurant unterhalb unseres Hotels mit Ilse und Rolf sowie Christiane und Volker verabredet. Wir speisen an diesem letzten Budapestabend fürstlich und lassen damit unsere Zeit der Radwanderung gebührend ausklingen.

Ab morgen beginnt eine andere Form des Vagabundierens durch Ungarn.

 
Abschied - Viszontlátásra Budapest
 
   
 

Donnerstag, 13. September 2001: Dies ist nun der Tag des Abschieds von Budapest. Wir frühstücken zusammen mit Ilse und Rolf. Christiane und Volker stoßen dazu, verabschieden sich aber nach dem Frühstück, da sie ein volles Programm für einen weiteren Budapesttag haben.

Wir warten auf unser Auto, einen Opel Astra Caravan, das wir zu um 10:00 Uhr bei der Firma Avalon-Rent geordert haben. Herr László Kolesár Sz. kommt pünktlich, aber mit einem Problem. Der für uns vorgesehene Caravan ist am Vortag in einen Unfall verwickelt und steht nicht zur Verfügung. Was tun? Wir entscheiden pragmatisch: wenn wir unser Gepäck auch in der bereitgestellten Limousine verstauen können, haben wir kein Problem - wir können das Gepäck verstauen!

Nach Einweisung durch Herrn Kolesár und Erläuterung, wie wir aus Budapest heraus Richtung Balaton fahren müssen, starten wir ...

     
... zur Autorundtour von Budapest
  mit Stationen in  
     
Gyenesdiás    
   
   
und wieder nach Budapest ...  
     

Mittwoch, 19. September 2001: Abreisetag! - es ist strahlend blauer Himmel, keine Wolke am Himmel (So eine Gemeinheit von Petrus!). Beim Blick aus dem Fenster in Richtung Pool kann man sehen, wie dort aufgeklart wird und die Liegestühle fürs Sonnenbad bereitgestellt werden.

Nach Frühstück, Abrechnung im Hotel und Verstauen des Gepäcks geht es etwa um 10:00 Uhr auf die "Piste". In Balatonfüred wird eine Ehrenrunde gedreht, um Ilse und Rolf einige Sehenswürdigkeiten des Ortes zu zeigen und dann geht es über die B71 Richtung Budapest über Balatonalmadi, Balatonkenese auf die B7. Vor Székesfehérvár wollen wir auf die Autobahn, um den Ort zu umfahren. Leider ist diese Autobahnauffahrt wegen Bauarbeiten gesperrt, und wir müssen durch die ganze Stadt fahren. Um die Mittagszeit ist das nicht gerade ein Vergnügen und das bei einer Ausschilderung, die nach unserer Auffassung einiges zu wünschen übrig läßt. Auf der Autobahn bleiben wir dann aber nur ein kurzes Stück, da wir vor Budapest noch eine Kleinigkeit essen wollen.

Wir sind für 14:00 Uhr mit Herrn Kolesár von Avalon-Rent an einer Tankstelle im Bereich des Keleti-Bahnhofes zur Autoübergabe verabredet. Kurz nach 15:00 Uhr geht unser Zug Richtung Wien.

In Agárd am Velence-See machen wir Mittagspause im Nadas Etterem. Frisch gestärkt geht es weiter

Wir meinen, dass wir gut in der Zeit sind, gehen dann aber sobald als möglich auf die Autobahn und kommen dort gut voran. Der Verkehr wird jedoch dichter, je mehr wir uns Budapest nähern. Um 13:50 Uhr passieren wir die Elisabeth-Brücke und ab hier geht fast nichts mehr.
Es klingelt das Handy von Verena und Herr Kolesár erkundigt sich, wie weit wir sind. Er ist beruhigt über unseren Standort und nach kurzer Zeit, die uns natürlich endlos erscheint, erreichen wir den verabredeten Treffpunkt. Auftanken und Abnahme des Autos verlaufen zügig und reibungslos. Wir können mit Auto und Gepäck noch das kurze Stück zum Keleti-Bahnhof fahren, wo Herr Kolesár dann das Auto übernimmt, nachdem er uns geholfen hat, unser Gepäck in den Bahnhof zu bringen.

Das Warten auf den Zug ist natürlich nervig. Aber unterm Strich klappt es doch gut. Relativ pünkliche Ankunft in Wien. Der Aufenthalt dort ist nicht so sehr lange und der EURO-Night von Wien nach Hamburg wird frühzeitig eingesetzt. Somit können wir beizeiten unser Abteil belegen.

Nachtfahrt im Liegewagen ist immer so ein Ding. Man bemüht sich, den Zeitpunkt des Langmachens hinauszuschieben, um mehr Bettschwere zu erreichen, da man ja sowieso nicht gut schläft. - Mit den zu erwartenden Schlaf-Unterbrechungen erreichen wir am Morgen des 20. September 2001 den Bahnhof Hamburg-Dammtor. Die Reststrecke mit der S-Bahn und Pkw ist dann nur Routine.