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| In der Nacht gewittert es heftig, wir frühstücken
mit Blick auf den Plattensee und den vom Himmel prasselnden Regen!
In Regenklamotten stehen wir gestiefelt und gespornt mit unserem Gepäck
in der Lobby des Hotels und blicken mit wahrer Begeisterung den Sturzbächen
zu, die von den Dachvorsprüngen und Überdächern herniederstürzen.
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Aber unser Ernö hat ein Herz für
uns arme Radler und disponiert die heutige Tour um. Unsere Räder
kommen auf den Trailer, und wir marschieren durch den Regen in Richtung
Bahnhof Keszthely. Anfangs "umschiffen" wir noch die vielen
Pfützen, bis irgendwann die Füße sowieso nass und
die trockenen Flächen der Wege verschwunden sind. Ernö kauft
die Fahrkarten und wir besteigen den Zug mit dem Ziel "Balatonfenyes".
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| Von dort geht es weiter mit einer historischen
Schmalspurbahn. Dieser Teil unserer Tour entspricht wieder dem Programm.
Diese Bahn, bestehend aus Holzklasseabteilen, ist ausgerüstet
mit einem Bollerofen. Der Schaffner kommt, heizt den Ofen an, und
los geht die Fahrt durchs Hinterland. Es wird allmählich warm
in unserem Museumszug. Ernö entledigt sich seiner Schuhe und
wärmt seine Füße am Ofen. |
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| Wir fahren durch unbewohntes Gebiet. Man glaubt,
in dieser Walachei sei die Welt zuende und nach ca. 1 Stunde hält
der Zug am Bahnhof "Czistapuszta". Wir verlassen unser kuschelwarmes
Abteil und außer uns verlässt noch ein weiterer Fahrgast
den Zug. Er wird von zwei Frauen, bekleidet mit Bademänteln,
in Empfang genommen. Es handelt sich anscheinend um einen Kurgast,
denn Czistapuszta ist ein (Thermal-)Heilbad. |
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| Am Eingang zum Czistapuszta-Fürdö
warten wir auf "unseren" Taxifahrer in der Person von Peter.
Er bringt uns in zwei Partien zum nächsten Ziel, dem Museumsdorf
Buzsak. Vorher hatte er schon unser Gepäck ans nächste Etappenziel,
das Hotel "Kek-To" gebracht, um Platz im Auto für uns
zu schaffen. - Und es regnet immer noch! |
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| Eigentlich soll nun unsere Fahrt zu
einem Winzer mit dem Fahrrad fortgesetzt werden, aber dies ist ein
unmögliches Unterfangen. Bei dem regennassen und total aufgeweichten
Untergrund ist nicht einmal Peters VW-Bus in der Lage, diese Strecke
durch die Weinberge zu bewältigen. So kommt uns der Winzer höchstpersönlich
als Retter mit einem allradangetriebenen "Ruski-Bus" entgegen!
Und das ist eine Fahrt!! |
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Zehn Mann in einem mit einer Holzbank
und einem Küchenstuhl bestückten Gefährt schaukelt
und schlingert in atemberaubender Weise durch das unwegsame Gelände,
so dass man jeden Moment glaubt, umzukippen oder stecken zu bleiben.
Wir lachen, kreischen und johlen um die Wette, und als wir das Fahrzeug
verlassen, stellen wir fest, dass uns diese Story kein Mensch glauben
wird. So etwas kann man nicht erzählen, das muss man erlebt haben!
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| Statt dessen gibt es im Haus einen
leckeren ungarischen Eintopf, nämlich Paprikakartoffeln. Lecker!!
Wir hauen mit gutem Appetit so richtig rein. Dazu gibt es Wein satt
und als Abschluss Kaffee und leckeren Kuchen. Unsere Stimmung ist
bombig, wir lachen und singen und sind einfach guter Dinge. |
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Inzwischen hat sich - oh Wunder - der Regen verflüchtigt,
und wir machen einen kleinen Rundgang um die Gebäude, durch
die Reben und naschen von den köstlichen Weintrauben.
Währenddessen macht Ernö ein kleines Nickerchen auf der
harten Holzbank, denn auch so ein Tag ohne Radfahren ist anstrengend
- man denke nur an das viele Essen und Trinken. Aber Anstrengung
kann auch soooooo schön sein!
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Mit dem Ruski-Bus geht es dann wieder wie
auf dem Hinweg zurück nach Buzsak. Dort erwarten uns
unsere Fahrräder. Nun radeln wir noch einige Kilometer
bis zu unserem heutigen Tagesziel. Es handelt sich das Ferienobjekt
Kek-to (Blauer See) in Lengyeltoti.
Die Krönung dieses Tages ist dann die
Vorführung des Video-Films, den Volker seit Beginn der
Radreise gemacht hat. Ach, herrlich zu sehen, wie wir uns
teilweise gequält haben und andererseits unseren Spaß
hatten.
Um 19 Uhr gibt es auch hier ein leckeres
3-Gänge-Menü, und danach ist wieder Klönen
angesagt bis zum Zapfenstreich um 22 Uhr.
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Hotel
Kék-Tó
Kék-Tó Üdülöfalu
H-8600 Lengyeltóti
Tel: 0036 -85 - 330 - 422
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