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Auch heute morgen haben
wir wieder starken Wind und natürlich Regen. Unsere regendurchweichten
Schuhe habe ich heute morgen mit Hilfe des Föhns ein wenig zu
trocknen versucht - mit mäßigem Erfolg. Na ja, das Reinsteigen
ist nun im Moment ein wenig unangenehm, aber man gewöhnt sich
daran. Wenigstens meine Socken sind trocken, Heiko fährt wie
immer ohne Socken. Ansonsten haben wir festgestellt, dass unsere Regenbekleidung
die Nagelprobe bestanden hat - die Jacken und auch die Hosen haben
keine Feuchtigkeit durchgelassen. |
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Start in Pusztacsalád
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Heute ist als Schlussmann der Gerd
auserkoren worden. Wir fahren durch kleinere Orte und auf dem Damm
entlang, der parallel zum Fluss Raba verläuft.
Das ist ein sehr beschwerliches Unterfangen, der Untergrund ist durch
den Regen sehr aufgeweicht, das Fahrrad gräbt sich zentimetertief
in den Kiesuntergrund. Und das 4 Kilometer lang! Erschöpft erreichen
wir alle irgendwann |
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die "rettende Straße",
ich war mal wieder die Letzte. Der arme Gerd musste immer wieder meinetwegen
vom Rad und warten. Und wenn ich dann mal wieder an mir und meiner
Kondition zweifelte, baute er mich auf und meinte, ich solle mich
nicht durch die Schnelleren irritieren lassen, jeder soll so schnell
fahren wie er kann. Das fand ich höchst ermutigend. Danke
Gerd! - Auf dieser doch sehr unwegsamen Strecke hat Hans sich
eine "Acht" in sein Vorderrad gefahren. |
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| Nach einer Trinkpause geht es weiter,
dem nächsten Picknickziel entgegen. Und da es immer noch erbarmungslos
regnet, haben unsere beiden Reiseleiter einen ganz tollen Einfall.
In dem nächsten Dorf befindet sich eine "Zwergenschule"
und die Zweitklässler erhalten einen vorgezogenen Schulschluss,
damit wir ihren Klassenraum nutzen können. Die kleinen Schüler
sind happy, stellen sich ohne Aufforderung in Zweierreihen auf und
werden mit strahlenden Gesichtern von der Lehrerin vom Schulgelände
geleitet. Und wir dürfen es uns auf den Minitischen und -stühlen
gemütlich machen. Zunächst entledigen wir uns unserer nassen
Klamotten, dann "richten Ernö und Peter das Picknick".
Wir beginnen wieder mit der Magenerwärmung und lassen die festen
Köstlichkeiten folgen. Nach dem obligatorischen Kaffee mit Keksen
geht es wieder hinaus ins "feindliche" sprich regennasse
Leben. |
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| Kampferprobt machen wir noch eine Trinkpause
und aus den noch angekündigten 20 Kilometern werden nur wenige,
dann erwartet uns ein Bus, um uns an unser heutiges Tagesziel -
Magyarpolány - zu bringen. |
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Unser Bus hält vor dem Heimatmuseum, in dem wir mit rotem
Glühwein begrüßt werden. Heute hier in Magyarpolany
werden wir nicht in Hotels sondern in Privatunterkünften
übernachten. Somit werden wir zusammen mit Ilse und Rolf
zur Familie Spengler gebracht.
Heiko und ich übernachten in der Ferienwohnung, Grefes bekommen
das Zimmer der Tochter im Haus der Gastgeber. Nach dem Auspacken,
Duschen usw. erfolgt die Begrüßung durch die Familie.
Frau Spengler spricht ein sehr gutes Deutsch, hat es in Kursen
in Magayrpolany gelernt.
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in
Privatquartieren in Magyarpolány -
Kontaktperson Frau Hilda Mártonyi
Bakony u. 31.
H-8449 Magyarpolány
Tel: 0036 -88 - 231 - 722 |
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Man hat das Gefühl, sie freut
sich, dass sie das Gelernte nun auch mal anwenden kann. Wir erfahren,
dass ihre Eltern sogenannte Donauschwaben sind, die auch heute untereinander
noch die Sprache pflegen. Herr Spengler spricht kein Deutsch, aber
die Tochter lernt es in der Schule. |
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Sie traut sich nicht uns gegenüber zu reden, aber dolmetscht
ihrem Vater unsere Unterhaltung mit der Mutter. Außerdem
fahren die Spenglers jedes Jahr im Mai zum Spargelstechen nach
Bayern. Das ist eine recht gute Nebeneinnahmequelle, denn die
Verdienstmöglichkeiten in Ungarn sind eher gering.
Das Abendessen ist wieder für 19 Uhr angesetzt. Wir haben
Probleme, uns von den Spenglers zu lösen, da die uns nicht
gehen lassen wollen. Immer wieder werden unsere Gläser gefüllt
und immer heißt es: "Das macht nichts, wenn Sie später
kommen, der Koch ist mein Cousin."
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Als wir dann um 19.20 Uhr erscheinen,
müssen wir uns doch von unseren Reiseleitern und Mitradlern
ein paar Takte sagen lassen. Nundenn, wir haben es überlebt
und hatten dafür einen netten Plausch mit Spenglers.
Unser 3-Gänge-Menü
besteht heute aus Schichtkohl (lecker!), Kesselgulasch und Schomlauer
Berg. Dazu gibt es Rotwein (die Rebsorte "Zweigelt")
- satt. Leider schmeckt er uns nicht besonders, ist er eventuell
"umgekippt"?
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Es wird mal wieder ein lustiger Abend. Peter
erzählt Witze und unsere Stimmung ist hervorragend.
Gegen 22 Uhr ist Feierabend, alle suchen ihre
Betten für die Nacht auf, und wir marschieren zu den Spenglers.
Mein Gott, war das wieder ein Tag. Ich höre
noch Kuno sagen: "Wenn ich das in meinem Club erzähle
........!"
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