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Um 7 Uhr ist unsere Nachtruhe jäh beendet,
denn die Kirchenglocken scheppern erbarmungslos, ohne Rücksicht
auf müde Radler; ganze zwei Minuten lang, die uns wie eine
Ewigkeit vorkommen. Es ist auch kein schöner Klang, einfach
nur blechern und laut. Jedenfalls sitzen wir im Bett und stellen
außerdem fest, daß es, wie fast immer morgens, draußen
grau ist.
Nach dem Frühstück (schwedisch, d.h.
Frückstücks-Buffet) gehen wir mit unseren Radtaschen nach
draußen und sehen: es regnet! Unter der großen Kastanie
beschließen wir, unsere Regenjacken anzuziehen. Rolf meint
allerdings, es sei nur ein kleinen Schauer und gleich wäre
der Spuk vorbei.Wir warten einige Zeit, aber es ist einheitlich
grau, darum starten wir um 9.30 Uhr .
Die Beschreibung der Ausfahrt vom Hotel in Richtung
Tata ist sehr ungenau, so irren wir bei strömendem Regen durch
Györ, ohne die beschriebene Arpad utca, die uns aus der Stadt
führen sollte, zu finden. Endlich finden wir durch Abgleichen
der Straßenecke, an der wir uns befinden, auf unserem Stadtplan
den Standort und damit den Weg aus Györ heraus.
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Wir fahren auf der Straße, denn hier ist
der Radweg zuende, und werden von Autos überholt und geduscht.
Als der Regen wie aus Eimern kommt, stellen wir uns unter einen
Baum, bis auch der das Wasser nicht mehr zurückhalten kann.
Wir fahren weiter auf der Landstraße Richtung
Tata, kreuzen die Autobahn M 1. Um 11.30 Uhr machen wir auf der
Straße in einem Autobus-Haltehäuschen eine Pause.
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| Nun wird es auch weniger mit dem Regen, und wir
entledigen uns der nassen Klamotten - und plötzlich fährt
Fritz vorbei! Wir rufen und gestikulieren, und er hört und sieht
uns und stoppt. Er meint, das Wetter würde nun auch besser werden.
Außerdem hätten wir ja auch noch Glück gehabt. Heute
ist der höchste ungarische Feiertag zu Ehren des Szent Istvans
(Heiliger Stefan), da ist auf den Straßen nur wenig Verkehr. |
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Weiter geht die Fahrt durch Böny
nach Bana. Dort setzen wir uns in eine Borada (Weinlokal) und nehmen
eine Flasche Rotwein und Wasser. Wir sitzen im Sonnenschein und erfreuen
uns an diesem. Auf unseren Rädern liegen die Regenjacken zum
Trocknen, ebenso die nassen Socken. |
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Am Nebentisch sitzen Einheimische und beobachten
uns und schmunzeln. Für unsere Weiterfahrt mit anschließendem
Picknick nehmen wir uns noch eine Flasche Rotwein (500 HUF) mit.
Weiter geht's bis Babolna, dort machen wir Picknick
mit Wurst, Käse, Brot und Rotwein.
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Wir erreichen Kocs, dort werden
wir um den Ort herumgeleitet, da anläßlich des Feiertages
einige Veranstaltungen stattfinden. Als wir wieder auf die Durchgangsstraße
gelangen, "rast" gerade ein Kutschwagen, gezogen und geschoben
von einigen jungen Männern vorbei. In einigen Minutenabständen
folgen die nächsten. Als wir am Ortsende sind, sehen wir noch
einige, die dort auf ihren Start warten.
Nun sind es nur noch wenige Kilometer und wir
erreichen Tata. Wir streifen kurz die Stadt und fahren zu unserem
nächsten Ziel, dem "Hotel Gottwald". Es liegt weit
außerhalb der Stadt, wir fahren ca. 2 km nur durch Wald und
erreichen das Haus, schön gelegen mitten im Wald. Wir beziehen
unsere Zimmer - und es beginnt zu regnen.
Die Zimmer sind klein, speziell die Dusche
und WC.
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Das Restaurant macht einen leicht vornehmen Eindruck.
Im Nebenraum ist eine Hochzeitsfeier mit Zigeunermusik - live. Wir
essen mal wieder fürstlich - ungarische Gerichte natürlich
- und trinken einen köstlichen Wein (--und noch einen).
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| Draußen regnet es noch immer.
Mein Gott, haben wir ein Glück, noch im Trockenen angekommen
zu sein. Wir hoffen, daß morgen der Regen vorbei ist. Um 21
Uhr hören und sehen wir das Feuerwerk, das anläßlich
des Nationalfeiertages in Tata abgefeuert wird. Leider ist die Stadt
zu weit entfernt, um noch einige Eindrücke zu genießen. |
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