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Das Frühstück ist ungarisch, es bedient
uns ein "Marika-Rökk-Verschnitt". Heiko ißt
Eierspeise = Omelette mit Salami, Paprika und Schinken. Es sieht
lecker aus und schmeckt auch so - sagt er.
Anschließend geht es wieder auf die Räder. Unser Gepäck
bleibt auch hier an der Rezeption stehen, um dann von Fritz abgeholt
zu werden.
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In Mosonmagyarovar ist heute Markt. Wir gehen
in die Markthalle und kaufen uns Käse und Wurst für unser
Picknick. Dazu ein paar Äpfel. Nun fehlt uns nur noch etwas
Flüssiges. Dafür schieben wir unsere Räder durch
das Getümmel zum nächsten Supermarkt. Auch hier ist es
wahnsinnig voll, man kann glauben, ganz Moson ist auf den Beinen.
Nachdem wir unsere Flaschen aufgefüllt haben, starten wir in
Richtung Györ. Der Himmel ist bedeckt, es ist fast ein wenig
kühl. Zum Fahren aber sehr angenehm.
Wir fahren auf Püski, weiter nach Dunaremete
und Lipót. In Hedervar treffen wir erst die 8er Gruppe beim
Picknicken und danach Fritz mit seinem Transporter (mit unserem
Gepäck) und Fahrrad-Trailer. Ich nehme die Gelegenheit wahr
und frage ihn nach einem weicheren Sattel, da ich fürchterliche
Beschwerden habe und meine fast edelste Körperstelle arg lädiert
ist. Ich habe Glück, er kann von einem anderen Fahrrad einen
Sattel abnehmen und ihn auf meinem Rad anbringen.
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Wir fragen Fritz nach einem typischen
Landgasthof (ungarisch: Czárda) und er empfiehlt uns ein Fischlokal
im nächsten Ort. In Asvonyraro, einem Örtchen mit Hafen
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und an einem Donauarm gelegen, finden wir die Halaszcsárda
mit dem Namen "Titan". Es ist dort sehr einfach, aber
urig. Wir essen gebackenen Wels (Heiko), gebackenen Zander (Grefes)
und Zanderschnitzel (ich). Dazu trinken wir einen Gespritzten.
Inzwischen ist die Sonne voll am Himmel, die Wolken haben sich
fast gänzlich verzogen und es ist fix warm. Weiter geht's bis
Dunaszeg. Hinter dem Ort finden wir ein herrliches Plätzchen
direkt an der Mosoni-Duna gelegen zum Picknicken.
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| Es ist herrlich warm und sonnig,
und uns schmeckt unser Mahl köstlich. Auf der Mosoni-Duna kommen
plötzlich einige Sportboote (Kanadier) mit jungen Leuten, die
auf "unserem" Picknickplatz Rast machen. Es scheint also
wohl ein ganz beliebtes Ziel für Ausflügler zu sein. Verständlich! |
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Wir erreichen Györ, fahren über die
Donaubrücke in die Stadt. Dort ist überall Fußgängerzone,
darum steigen wir vom Rad und erreichen schiebenderweise unser nächstes
Hotel, das "Klastrom".
Hier handelt es sich um ein ehemaliges Kloster.
Wir parken unsere Fahrzeuge im Hof neben dem Biergarten des Restaurants.
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Danach nehmen wir unsere Zimmer ein (im 2. Stock
gelegen, ohne Lift, aber mit Boy). Sie sind nicht sehr groß,
die Dusche und WC noch weniger, aber ganz gemütlich unter der
Dachschräge gelegen. Man blickt auf den Innenhof, und wir sind
sehr an Kloster Lluc erinnert.
Nach dem Auspacken und Duschen treffen wir uns
im Biergarten, trinken einen Weißen auf unsere glückliche
Ankunft nach 48,2 km.
Die 8er Gruppe mit den roten Taschen fällt
ein, um im Restaurant zu essen. Wir tauschen mit ihnen die Erfahrungen
der letzten Hotels aus und stellen fest, daß wir wohl mit
Abstand die besseren, auch ruhigeren Hotels erwischt haben. Jedenfalls
bis jetzt, wir hoffen, daß es so bleibt.
Wir bummeln durch den historischen Altstadtkern
bei herrlichem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen. In einem
Photo-Shop kaufe ich mir für meine Kamera eine neue Batterie,
da die Anzeige bereits blinkt (1.100 FUT).
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Auf der Brücke erkennen wir den Zusammenfluß
von Duna und Raba; natürlich werden Photos gemacht. Wir sind
entsetzt über die Brühe der "schönen, blauen
Donau".
Hinter der erzbischöflichen Residenz entdecken
wir einige kleine nette Lokale. Im hintersten Winkel, in einem kleinen
Restaurant mit ungarischen Czárdas-Musikern, nehmen wir an
einem überdachten Tisch im Freien Platz. Es heißt "Katalinkert
Vendeglo" und es ist richtig gemütlich.
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Die Musiker (Geige,
Hackbrett und Klavier) sind sehr fleißig, und wir glauben, daß
es hier typisch ungarisch ist. Zu späterer Stunde kommen auch
noch unsere "8 roten Taschen", um zu speisen. Am Nebentisch
sitzen junge Familien mit kleinen Kindern (ca. 1 und 4 Jahre alt),
es erinnert an Spanien. Es ist schön hier, und als wir zurück
ins Hotel gehen, trinken wir im Biergarten des Klastroms auf unser
heutiges doppeltes Bergfest (Hälfte der Gesamtreise sowie Hälfte
der Radtour) einen Wein und einen barack pálinka (Aprikosenschnaps).
Fazit der halben Reise : Wir sind ganz zufrieden
mit allen Dingen, mit uns, den Hotels und dem Wetter (nachts war
es häufig naß und kühl, aber tagsüber heiter
und trocken). Weiter so!
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