| |
|
Wir sind um 9 Uhr beim Frühstück, haben
vorher unsere Koffer an die Rezeption gestellt. Dort soll das Gepäck
aller Radreisenden (wir sind 3 Gruppen mit 2 x 4 und 1 x 8 Leuten)
abgeholt und ins nächste Hotel (in Bad Deutsch-Altenburg) gebracht
werden.
Ich habe eine schlechte und kurze Nacht hinter
mir. Um 1 Uhr schlafe ich noch nicht, da ich fürchterliches
Kribbeln (RLS) habe. Ich gehe im Zimmer etwas auf und ab, schnappe
mir den Wien-Führer, lese darin bis 1.30 Uhr. Danach starte
ich einen erneuten Versuch zu schlafen. Es regnet wie verrückt,
es pladdert auf irgendwelche Blechabdeckungen im Hof! Hoffentlich
hört das bis zum Vormittag auf!
Um 5 Uhr werde ich von fürchterlichen Kopfschmerzen
geweckt. Ich lege mir einen nassen Lappen auf die Stirn, in der
Hoffnung auf Linderung.
Nach dem Frühstück versorgen wir uns
mit Getränken aus dem Interspar-Laden im Donauzentrum.
|
|
 |
Dann starten wir um 10.10 Uhr auf der
Wagramer Straße in Richtung Reichsbrücke. Wir fahren auf
der Donauinsel bis fast zum Ende und gelangen wieder auf die linke
Flußseite. Nach anfänglichen Unsicherheiten finden wir
den Radweg Richtung Hainburg auf dem Hubertusdamm. An einer Gabelung
verfehlen wir die richtige Straße und landen auf der Terrasse
eines Lokales. Eine zufällig vorbeigehende Passantin zeigt uns
den richtigen Pfad und weiter geht's. |
|
| In Höhe der Ortschaft Orth a. d. Donau fahren
wir zunächst in das Dorf hinein, um uns eine Erfrischung zu genehmigen.
Leider finden wir nichts, was uns zusagt. Wir sehen auf einem Schild
einen Hinweis auf das "Uferhaus" direkt an der Donau. Das
hört sich gut an, darum machen wir kehrt und schlagen den Weg
dorthin ein.Am Ortsausgang sehen wir plötzlich ein Haus mit der
Aufschrift: |
|
|
Frühstückspension- Maria
|
 |
| Das ist sie also, Marias kleine Pension!
Schnell mache ich ein Foto von dem Haus, damit wir endlich alle wissen,
wie diese vielzitierte Pension aussieht. |
|
| Das "Uferhaus" an der Donau hat eine
herrliche Lage und einen wunderschönen Garten. Wir entschleßen
uns zur Einkehr, denn es ist inzwischen auch schon 13 Uhr geworden.
Ich bestelle mir Karpfen (eigentliche mag ich gar keinen Karpfen!),
aber hier bieten sie eine spezielle Zubereitung an, nämlich gebacken.
Und er schmeckt mir ausgesprochen gut! |
|
|
|
|
Der Wirt bedient uns mit Material aus der Chronik
der Familie und des Lokals. Wenn wir nicht abgewinkt hätten,
wären wir auch noch mit T-Shirts versorgt worden.
Wir fahren weiter auf dem Hubertusdamm, der nächste
Haltepunkt ist Eckartsau. Dort befindet sich ein prunkvolles Jagdschloß
mit einem sehenswerten Schloßgarten. Es wurde errichtet für
die Familie des Grafen Kinsky. Österreichs Kaiser Karl I. ging
von hier aus im Jahre 1919 mit seiner Familie ins Exil.
|
|
|
|
|
Wir fahren in den Schloßhof und werden gebeten, an einer
Besichtigung teilzunehmen. Aber wir lehnen bedauernd ab, da uns
dazu die Zeit fehlt. Rückwärtig fahren wir durch den sehr
schönen Schloßpark und gelangen wieder auf "unseren"
Hubertusdamm.
Der nächste Boxenstop ist in Stopfenreuth auf der Brücke
über dem Auffangbecken. Wir trinken
|
 |
|
 |
 |
unseren Wein vom Interspar und Rolf fährt in den Ort und besorgt
Nachschub, denn wir haben noch einige Kilometer vor uns bis zu unserem
Tagesziel Bad Deutsch-Altenburg.
Es begegnet uns eine Gruppe junger Radwanderer mit vollem Gepäck
und Isomatten auf den Rädern. Als wir ein Foto von uns machen
wollen, springt ein junger Mann auf uns zu und knipst uns.
|
|
|
Wir fahren auf der linken Seite des Auffangbeckens weiter. Es ist
nur ein schmaler Dammpfad, auf dem wir bis zur Donaubrücke
fahren. Auf der Brücke be-findet sich auf der rechten Seite
zwischen Fahrbahn und Geländer ein abgeteilter Radweg, allerdings
sehr schmal. Darum müssen wir auch hintereinander fahren -
Heiko als Gruppenführer vorweg, dann kam ich, hinter mir Ilse
und als "Lumpensammler" Rolf.
Plötzlich ertönte ein Klingeln, das Zeichen zum Anhalten.
Ich drehe mich um und entdecke ein liegendes Rad. Rolf war mit Ilses
Hinterrad kollidiert und gestürzt. Dabei verletzte er sich
das Knie. Er blutet stark- und leider überlebt die Flasche
Wein diesen Sturz nicht. Das edle Gesöff ergießt sich
auf der Brücke über der -schon- blauen Donau.
Fazit dieses kleinen Unfalls: - Abstand halten
und nicht ´rumalbern!
|
|
|
Hinter der Brücke verarztet Ilse ihren Pechvogel, dann geht's
rein nach Bad Deutsch-Altenburg. Unser dortiges Ziel ist der "Gasthof
Stöckl". Wir stellen die Räder in die Garage und
unsere Koffer in die Zimmer. Diese sind deutlich kleiner als in
Wien und bei weitem nicht so komfortabel.
Heiko möchte noch seine geliebten römischen Ausgrabungen
in Carnuntum besichtigen, darum fahren wir vor dem Duschen nach
Petronell.
|
 |
|
|
|
| Diese alte Römerstadt war die Hauptstadt der
Provinz Pannonien und es lebten dort 6000 Legionäre und 50 000
Einwohner. Nach Niederlagen gegen die Quaden wurde Carnuntum zu Beginn
des 5. Jahrhunderts aufgegeben. Die Stadt verfiel und als einziges
größeres Bauwerk ist das sogenannte Heldentor stehengeblieben.
Auf ihm befindet sich eine Skizze des Lagers. Unvorstellbar, daß
hier 50 000 Menschen gelebt haben. Einige Reste der alten Mauern sind
noch zu erkennen. Das Amphitheater ist nur durch eine Hecke zu sehen,
das Tor ist schon abgeschlossen. |
|
 |
 |
"Landfein" gehen wir zum Essen in das
Restaurant "Stöckl".
-Anschließend trinken wir in der "Buschenwirtschaft
Schön" einen Absacker bzw. noch einen und noch einen und
......
Als wir ins Bett fallen merken wir, daß es wahrscheinlich
doch einer zuviel war ...
|
|
| Dieser erste Radtag war sehr schön und ereignisreich.
Das Wetter war hervorragend und unsere Stimmung gut. Wenn es so
weitergeht, sind wir voll zufrieden. |
|
|
|