Mittwoch
09. Juli 2008
Nida / Nidden - Klaipeda / Memel
  ca 60 km Rad

Stadtführung in Nida mit Besichtigung der Bernsteingalerie und des Thomas-Mann-Hauses.
Anschließend Radtour auf dem Küstenweg über Pervalka und Judokrante bis nach Klaipeda.
Ü/F im Hotel**** Reval Inn in Klaipeda.

 

Als wir morgens aufwachen und aus dem Fenster schauen, stellen wir erfreut fest,
dass wir wieder sonniges Wetter haben.

Nach dem Frühstück wird unser Gepäck in
der Hotellobby deponiert. Es soll im Laufe
des Tages abgeholt und nach Klaipeda gebracht werden.

Dann geht es mit den Rädern Richtung
Große Düne am Rande von Nida Richtung russischer Grenze.

Es ist ein richtiger Auf- und Abstieg an der Düne. Sie ist zum Ort Nida im unteren Bereich "begrünt". Damit soll sicherlich ein Wandern nach Osten unterbunden werden. Im oberen Bereich erkennt man, dass auch dort gegengesteuert wird.

Eindrucksvoll ist der Rundumblick vom Kopf der Düne. Dazu das Wolkenspiel -
mit fantastischen Beleuchtungseffekten.

Weiter gehts. Einige Radler müssen sich
im Ort am Automatem noch mit Bargeld versorgen

Die Besichtigung der Bernsteingalerie wird ausgelassen - drückt Laura schon wieder
aufs Tempo?

Das Thomas-Mann-Haus am Rande von Nida wird aber besichtigt.

Um kurz vor 11:00 Uhr starten wir dann auf dem Küstenradweg Richtung Pervalka (Perwelk). Der Weg verläuft bis dort überwiegend auf der Haffseite.

Hinter Perwalka verschwenkt der Weg dann ostseeseitig, da die Tote Düne (oder Todes-Düne? - sie begrub Dörfer unter sich) sich über Kilometer auf der Haffseite erstreckt.

Kurz vor Judokrante (Schwarzort) noch ein Abstecher zur Kolonie der Kormorane und der Reiher. Der Waldabschnitt ist schwarz von Vögeln. Die Aussichtsplattform, auf der wir stehen, ist überdacht, um zu verhindern dass wir "beschissen" werden. Die Luft ist erfüllt vom Lärm der schreienden Vögel.

Dieser Abschnitt der Radstrecke ist sogar ein wenig hügelig und wir müssen richtig in die Pedale treten.

In Judokrante wird eine Mittagsrast eingelegt. Wir haben gut die Hälfte unserer Tagesetappe hinter uns. Die Stärkung kann auch wieder in einem Gartenlokal eingenommen werden.
Hier in Judokrante, dem wohl größten Badeort hier auf der Kurischen Nehrung ist einiges los. Die Infrastruktur ist gut ausgebaut, wir fahren auf gut gepflasterten Radwegen.

Nachmittags geht es mitten durch den Nationalpark Kurische Nehrung. Die Route ist abwechslungsreich, verläuft durch Heideflächen und Wald.

Wir sehen verbrannte Abschnitte, deren Flächen sich zu erholen beginnen.

Die letzten 10 Km vor Klaipeda verläuft der Radweg direkt hinter der Ostseelinie, nur getrennt durch dazwischen liegende Dünen. Man hört das Rauschen der Ostsee.

Um 16:00 Uhr herum genehmigt Laura noch einen kurzen Stopp, denn Heiko will auf jeden Fall einmal auf der Nehrung in der Ostsee gebadet haben. Die Strände sind hier endlos, mit fantastisch feinem Sand und fast menschenleer.

Heiko geht nur einmal kurz baden. Zum einen ist die Zeit sehr kurz bemessen und zum anderen weht eine steife Brise, und die erzeugt im Wasser eine starke Unterströmung. Also - kein Risiko eingehen.

Und eine halbe Stunde später sind wir dann auch schon am Ende der Nehrung angelangt - an der Fähre nach Klaipeda

Während wir darauf warten, dass diese ablegt, sehen wir wie es von Westen schwarz heraufzieht.

Bis hierher haben wir mit dem Wetter ja Glück gehabt. Hoffentlich schaffen wir es noch im Trockenen bis ins Hotel.

Während der Fahrt mit der Fähre und anschließendem Radsprint zum Hotel sieht es immer bedrohlicher aus. Wir erreichen das Hotel und während wir, zum Glück überdacht , unsere Räder anschließen und die Radtaschen abnehmen, fängt es fürchterlich an zu schütten. Als wir auf unseren Zimmern sind, läuft an den Fenstern das Wasser in Bächen herunter.

Mit dem Hotel sind wir zufrieden. Das Restaurant, in dem wir zu Abend essen, hat zwar ein wenig Wartesaal-Charakter. Auf der davor liegenden Terrasse wäre es schöner, aber das Wetter lässt es nicht zu, dass wir uns dort niederlassen. Auch zu einem Gang in die Altstadt von Klaipeda (Memel) lassen wir uns wegen des Wetters nicht mehr "hinreißen".
Wir hoffen, dass Laura uns am kommenden Tag die Stadt zeigen wird.

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