Sonntag
06. Juli 2008
weitere Erkundung von Vilnius
heute wäre die "normale" Anreise lt. Tourensbeschreibung.
Individuelle Anreise nach Vilnius. Gegen 19:00 hr lernen Sie bei einem Willkommenstreffen
alle Teilnehmer sowie Ihre Reiseleitung kennen.. Ü/F im Hotel*** Europa City in Vilnius
 
Die Eindrücke des gestrigen Tages müssen erst einmal verdaut werden. Darum wollen wir es heute etwas ruhiger angehen. Wir schlafen etwas länger, zumal wir gestern ja sehr früh aufstehen mussten. Es wird gut gefrühstückt. Und dann ziehen wir wieder los.

Heute schlagen wir einen etwas größeren Bogen um die Altstadt von Vilnius herum. Zuerst natürlich wieder über den Gedimino Prospekt stadteinwärts, aber dann Richtung Pylimo. Dort steht die einzige erhaltene von einst fast hundert Synagogen in Vilnius. Sie wurde 1894 erbaut und überstand die Nazi- und die Sowjetzeit. Obwohl als Öffnungszeiten So bis Fr 10-14 Uhr angegeben sind, ist eine Besichtigung nicht möglich

Stadtmauer mit Aurora-Tor

Markthalle von St. Antoni
Wir gelangen über die Bazilljony an den südlichen Rand der Altstadt zur Stadtmauer mit dem Aurora-Tor. Gleich daneben liegt die Markthalle von St. Antoni, die auch sonntags geöffnet ist. Ein Bummel durch solch zentrale Markthallen ist immer ein Erlebnis. Man erkennt in Hallen verschiedener Ländern auch immer die kulturellen Unterschiede.

Weiter geht es entlang dem ehemaligen Verlauf der Stadtmauer zu Subacius-Tor und Artillerie-Bastion.

Dieses Areal soll neu aufgebaut / restauriert werden. Die noch vorhandenen Relikte sind beeindruckend. In der Bastei gibt es eine Ausstellung von historischen Waffen. Von der Terrasse öffnet sich ein schöner Blick auf die Altstadt von Vilnius.

Das Museum ist geöffnet, und so können wir einen Rundgang (Abgang) durch die Kasematten der Bastion machen. Es ist beeindruckend, aber aufgrund der mangelnden Beleuchtung nicht auszumachen, was Original und was Rekonstruktion ist. Hier wird schon seit Jahren gebaut, und es wird wohl noch so weitergehen.
Die Brücke über die Vilnia muss der Besucher überqueren, um nach Uzupis zu gelangen.

Uzupis bedeutet "jenseits des Flusses" und ist Name eines Stadtviertels in Vilnius, unweit der Altstadt mit ihren unzähligen Kirchen.

Uzupis hat sich unabhängig erklärt, von Vilnius und von Litauen. Hier hat laut Verfassung jeder das Recht, glücklich zu sein.

Unser Spaziergang geht vorbei an den Wahr-zeichen der "Künstlerrepublik" Engel und Ei Wir wären gerne im Gartenlokal an der Vilnia eingekehrt, aber das Wetter ...
An einer anderen Brücke der Vilnia, über die wir "Uzupio " verlassen, haben Verliebte, als Zeichen ihrer ewigen Treue, dicke Sicherheitsschlösser an dem Brückengeländer angebracht.

Über Maironio geht es vorbei am
gotischen Ensemble
zum Seraikiskes Park.

Am heutigen Nationalfeiertag finden
hier diverse Veranstaltungen statt. Verkaufsbuden bieten landestypische Produkte an. Für Essen und Trinken ist auch gesorgt. Trachtengruppen flanieren und tanzen.

Wir sind wieder am zentralen Platz der Kathedrale mit dem Denkmal des Großfürsten und Stadtgründers Gedimino. Hinter Kathedrale und Denkmal wird das fürstliche Schloss weider erbaut. Es ist ein abgesperrter Baustellenbereich und nicht zu betreten. Ein Gang auf den Burgberg zu oberer Burg und Gediminas Turm ist ebenfalls nicht möglich, da das Areal wegen Bauarbeiten gesperrt ist.

Inzwischen wieder Mittagszeit zieht es uns in die Innenstadt. Am Platz vor dem alten Rathaus finden wir im Freien ein Plätzchen vor einem Lokal und stärken uns ein wenig.

Danach zurück Richtung Neris. Wir müssen doch einmal am Hauptfluss von Vilnius gewesen sei.

Die Uhr am Turm der Kathedrale - sie hat nur einen Zeiger - zeigt an, dass es nach 16:00 Uhr ist.

Wir kommen vorbei am Litauischen National Museum - davor die Skulptur von König Mindaugas.

Es geht zurück ins Hotel. Wir wollen uns noch ein wenig ausruhen, da um 19:00 Uhr das Zusammentreffen der Radelgruppe mit dem Reiseleiter angesetzt ist. Da wollen wir dann nicht völlig abgeschlafft eintreffen.

Und dann begeben wir uns um ca. 18:30 Uhr in die Hotel-lobby und harren der Dinge, die da kommen sollen.

Es trudeln Gäste ein, man meint, die könnten dazu gehören. Aber die gehen dann erst aufs Zimmer. ? bleibt.

Dann lässt sich eine junge Frau in der Lobby nieder, die viel Papier bei sich hat - ist die vom Veranstalter?

verena
Heiko

Es ist unsere Reiseleiterin, die als Scout die Tour begleiten wird.
Sie ist Dozentin an der Uni von Vilnius. In den Sommermonaten bringt
sie Reisenden wie uns ihre Heimat Litauen und das Baltikum nahe.

Es kreuzen dann so langsam auch weitere Mitradler auf. Wie groß mag unsere Gruppe wohl werden?

Laura Daniuseviciute
Wir sind überrascht, wie klein sie dann ist!
Lita + Nancy aus USA
Hiltraut + Konrad aus Münster
Ursula + Klaus aus Hamburg

Wir nehmen alle in einer Ecke des Hotel-Restaurants Platz. Nach einer grundsätzlichen Information zur Reise, stoßen wir auf eine erfolgreiche Tour an.

Laura entlässt uns mit einer Restaurant-Empfehlung für die Altstadt von Vilnius, eingezeichnet in einem Stadtplan-Flyer des Hotels. Damit ziehen wir alle gemeinsam los.

Das empfohlene Restaurant "Amatininku Uzeiga" ist an der im Plan markierten Stelle nicht zu finden. Wir marschieren etwas ratlos durch Alt-Vilnius. Die beiden US-Mädchen sind schon abhanden gekommen.

Schließlich stoßen wir am Platz vor dem Alten Rathaus auf die gesuchte Location . und siehe da - es ist das Restaurant, in dem wir uns mittags gestärkt hatten.

In dieser urigen "Handwerkerschenke" gibt's beste litauische Kost, und das noch weit nach Mitternacht. Das Wetter hat sich in der Zwischenzeit stabilisiert, und so können wir im Freien auf dem Platz (Didžioji 19) sitzen und und uns alle ein wenig "beschnuppern".

Dann geht es zurück ins Hotel. Es gibt noch einen Schlummertrunk - aber dann ab ins Bett.

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