15. Tag
11. Mai 2000
Donnerstag
Nachlese
 
Frühstücken (eine große Aufschnittplatte für 2 Personen), danach fahren wir nach Keszthely
- aber jetzt mit dem Auto. Wir holen aus dem Bankautomaten Nachschub, kaufen Souvenirs für die Kinder, Palincka für uns zum Probieren und setzen uns in ein Gartenlokal auf der Kossuth utca und trinken eine Apfelschorle.
Unsere Fahrt geht jetzt über die B 71 Richtung Dörgicse. An der Abzweigung, wo es links nach Refvülöp geht, biegen wir ab nach Köveskál und durchfahren das Kalibecken. Uns wird nun so richtig sichtbar der Beckencharakter des Nationalparks. Wunderschön ist diese Landschaft. Wir bewegen uns teilweise auf der Strecke, die wir mit dem Rad gefahren sind und müssen staunen, was wir geleistet haben. Mann, oh Mann, das war nicht von schlechten Eltern! Jede Menge Steigungen hatten wir zu bewältigen!
In Dörgicse werden wir schon von Adam & Co. erwartet. Er fährt mit uns in die Pince (Winzerei) oberhalb des Ortes und wir kaufen 2 x 12 Fl. Sauvignon + Rosé (Rebsorte Zweigelt). Dann essen wir im Granarius noch eine Fischsuppe, die wir bei Donnergrollen (die Russen kommen - Aussage der Ungarn) verzehren, trinken einen Wein und verlassen unter Winken den Hof. Der Koch hat sich von mir sogar mit Handkuss verabschiedet!
Unser nächstes Ziel sind die Barbarátoks. Wir fahren in Balatonakali auf die B 71 und kommen so nach Badacsonytomaj. Vor dem Casablanca - für uns sieht es aus wie eine Spelunke - fahren wir nach links in Richtung Zentrum und danach wieder links in die Romai utca. Im "Borbarátok" kaufen wir zwei Zweiliter-Flaschen des roten Hausweines. Wir trinken noch ein Gläschen Roten auf Kosten des Hauses, haben einen kleinen Plausch mit der Wirtin und verlassen den Ort auf demselben Weg wie mit dem Fahrrad, nämlich über die 8 km lange Straße Romai utca.Wieder sind wir angetan von der Schönheit der Landschaft. Rechts von uns liegt der Kegel des Badacsony-Berges mit seinen Weinbergen und hübschen Villen, links fällt es ab zum See. Aber auch hier stehen teilweise wunderschöne Häuser, teilweise weniger schöne sozialistische Sünden, aber überall Wein, Wein, Wein.

Wir kreuzen die 71 und fahren auf Szigliget. Diesmal fahren wir allerdings links um die Halbinsel herum, den Weg, den wir am ersten Sonntag mit dem Fahrrad in umgekehrter Richtung unter großen Konditions-Schwierigkeiten zurückgelegt haben.

Abends genehmigen wir uns im Anita-Restaurant jeder ein Zanderfilet mit Knoblauchrahm und Butterkartoffeln. Dazu heute mal einen Roten, der uns ausgezeichnet schmeckt.Nebenbei arbeitet Heiko schon die Tour für den nächsten Tag aus - eine Autotour allerdings, die Räder haben jetzt Pause.