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Heute heißt es für uns wieder: aufsatteln,
die Straße ruft! Unser Ziel ist das Granarius-Restaurant von
Adam Somssich in Dörgicse.
Um 11 Uhr verlassen wir das Gasthaus Adler mit
der Zusage an die Wirtsleute, auf jeden Fall einmal wieder zu kommen.
Das Haus hat jährlich von Palmsonntag bis Anfang November geöffnet,
und der Preis in der Vorsaison beträgt DM 55,-- oder 7.000
Ft. pro Zimmer inkl. Frühstück.
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| Wir fahren in Richtung Fähre, um am Geldautomaten neben dem
Tihany-Club unsere Barschaft aufzufrischen. Dann geht es auf der Landstraße
immer entlang des Wassers. So fahren wir von der wunderschönen
Halbinsel Tihany bis wir nach insgesamt 8 km auf die B 71 stoßen,
auf der wir nun leider weiterfahren müssen, es gibt keinen Weg
daneben. Der Himmel ist heute zum ersten Mal bedeckt, ich fahre sogar
mit Jeanshemd über dem Top.In Örvényes nehmen wir
die Gelegenheit war und fahren links von der Straße ab in Richtung
Uferweg am Balaton. |
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Inzwischen hat der Himmel
sich von den Wolken getrennt und mein Jeanshemd verschwindet im Rucksack.
Zum Glück können wir hier einen unbefestigten Weg fahren,
der quer durch die Vegetation mit Weingärten und Niemandsland
führt. Er besteht aus nur zwei Spurstreifen, in der Mitte ist
Gras; er ist sehr holprig, aber nicht schlechter als viele andere
Wege. Die schöne Landschaft und die Atmosphäre entschädigt
für die vielen Mankos dieser Art. Wir kommen am Rande von Balatonudvari
vorbei, fahren parallel zur Eisenbahn und in Balatonalkali geht`s
recht ab. Wir kreuzen die B 71 und strampeln in Richtung Dörgicse.
Wir passieren die Stelle, an der vor einer Woche unser Auto geparkt
wurde, und nun geht es 5 km bergan! Von NN auf 200 Höhenmeter!
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Adam und seine Crew (Kellner, Küchenchef
und -helfer) begrüßen uns lautstark.
Nachdem wir zunächst unseren Durst gelöscht
und unseren Wasserhaushalt aufgefrischt haben, bietet der Küchenchef
uns ein leckeres Mal an: vorweg Gulaschsuppe (auf unseren Wunsch
½ Portion), dann Cordon bleu à la Granarius (gefüllt
mit Salami -kleingehackt), als Dessert Quarknockerln. Alles schmeckt
so lecker!
Dann kümmert Adam sich um ein Bett in der Nachbarschaft (Pensionen
gibt es in diesem Dorf nicht), in einem Privathaus. Es ist einfach,
aber für eine Nacht reicht es.
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| Wir machen einen Gang durch die Umgebung,
gehen zur alten Ruine des Klosters, landen auf einem nicht mehr
begehbaren Weg und gehen quer über eine große Wiese
zurück. |
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Im "Granarius" angekommen,
schlägt Adam uns eine Fahrt zu seinem Haus in Balatonudvari vor.
Doch 600 m vor seinem Haus kehren wir ein in der "Laci Pince",
die wir bei unserem Fußmarsch besucht und für sehr gut
befunden haben. Es stellt sich heraus, dass Adam hier 5 Jahre lang
gekellnert hat. Die Wirtin und der Kellner begrüßen uns,
Adam bestellt, und wir trinken einen vorzüglichen Roten mit Wasser. |
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Dann geht es durch die Weinberge zu dem Haus von
Adams Eltern. Es liegt auf einer Anhöhe inmitten der Reben,
es ist ein kleines Haus mit spitzem Giebel, mit Wohnzimmer und Küche
im Erdgeschoss, über eine Stiege geht's nach oben zu den Schlafzimmern
der Eltern, Schwester und Adam. Von dem Grundstück hat man
einen Wahnsinnsblick auf den See. Adam zeigt uns die Schönheiten
seiner Heimat, dazu gehört auch eine Bergquelle in Vászoly.
Dann geht es wieder zurück nach Dögicze,
und das Abendessen wartet. Es besteht aus einer Gulaschsuppe, Fleckenfleisch
und Nachspeise. Mein Gott, alles ist so lecker, aber viel zuviel.
Ich habe das Gefühl zu platzen. Als wir später im Bett
liegen, meine ich noch, total überfressen zu sein
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