7. Tag
3. Mai 2000
Mittwoch 55 km
Gyenesdias - Balatonlelle
 
Das Frühstück wird uns heute ausnahmsweise von Madame serviert, die auch das Geld für das Zimmer (5 Nächte = DM 200,--) kassiert. Danach belädt Heiko unsere Räder, und um 9.50 Uhr rollen wir vom Hof ( unser Auto bleibt dort stehen).Wir fahren bei uns "gleich rechts um die Ecke" und brauchen dadurch nicht durch Keszthely zu radeln. Die Sonne scheint, aber es ist noch ein wenig frisch.
Entlang der Bahnlinie geht es nun auf einem wunderschönen Radweg durch die Natur. Links ahnt man den See, rechts von uns ist Wald. Und in dieser herrlichen Stimmung hat uns auch unser Freund, der Kuckuck, wiedergefunden und begrüßt uns laut und ausdauernd. In Balatonmariafürdo machen wir eine Wasserrast und nehmen noch Wasserflaschen mit.
Unsere Fahrt geht teilweise auf guten Rad(- und Fuß)wegen, dann mal wieder auf befahrenen Landstraßen. Wir kommen durch Fonyód und stellen fest, dass überall noch tote Hose ist, was die Saison anbelangt. Viele Häuser - Pensionen und Hotels, wie auch ABC-Mini-Märkte - sind noch geschlossen.So geht es weiter über Balatonboglar nach Balatonlelle. Kurz vorher machen wir eine Trinkrast und beschließen, im "Familia-Hotel"
nach einem Zimmer zu fragen (lt.www. ein einfaches Hotel direkt am Strand gelegen und ganzjährig geöffnet). Es ist schnell gefunden, aber leider wie viele andere noch geschlossen.

Fast am Ende von Balatonlelle entdecken wir "Viktoria Panzio und Etterem". Es macht auf uns einen guten Eindruck, wir fragen nach einem Zimmer - und ziehen ein. DM 60,-- Zimmerpreis inkl. Frühstück, da kann man nicht meckern. Außerdem stellen wir fest, dass dieses Haus auch in unseren www-Unterlagen ist.

Es ist inzwischen 16 Uhr, darum entschließen wir uns zu einer Mahlzeit. Heiko isst Karpfen, ich Zander, wir trinken 1 ltr. Merlot und bezahlen für alles zusammen inkl. Trinkgeld Ft.2.500 = DM 20,-- !

Anschließend gehen wir an die Mole und genießen die Stimmung. Die Ungarn sind begeisterte Angler, die Anleger und Ufer sind bevölkert von Jungen und Alten. Wir warten am Ufer und hoffen auf einen schönen Sonnenuntergang.Eine Wolkenschicht schiebt sich vor die Sonne, aber 10 Minuten später ist der Feuerball unterhalb dieser Schicht,und wir fotografieren dieses für uns einmalige Erlebnis. Hoffentlich spiegelt sich diese Stimmung auf dem Foto wieder. Dieser Anblick ist nicht zu beschreiben, er ist einfach wirklich kitschig-schön!!

Unser heutiger Tag endet früh, dieser erste Tag war eigentlich recht anstrengend. Mir fehlte wahrscheinlich noch ein wenig Kondition durch meine "systemische Unordnung" von vorgestern und unsere Fußwanderung von gestern. So kann es eigentlich nur noch besser werden.

Unsere Tagesleistung heute waren ca. 55 km.