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Um 7.30 Uhr klingelt unser Wecker.
Nach dem Frühstück geht es mit dem Auto Richtung Balatonfüred.
In Balatonalkali stellen wir den Wagen am Beginn unseres Wanderweges
ab.
Zunächst gehen wir auf der Asphaltstraße bergauf in Richtung
Dörgicse. An der Kuppe biegen wir links auf einen Sandweg, und
nun improvisieren wir, da die Wegbeschreibung im Polyglott leider
sehr vage ist. Wir versuchen, ungefähr die Richtung zu halten,
wandern über bunte Wiesen, die Walderdbeeren blühen, wir
sehen bunte Falter in groß und klein, die Vegetation hier ist
ganz anders als unsere, sie ist auch wunderschön und vielfältig! |
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Kurz vor dem Ortseingang von Dörgicse kommen wir an einer ehemaligen
LPG vorbei, und auf dem Hof tummeln sich schwarze Schweine, eine
Mutter und 6 Ferkel, eines davon hellmarmoriert, es erinnert an
einen Frischling. Ich mache schnell noch ein Foto, denn langsam
trollen sie sich, nachdem sie uns genügend betrachtet haben
und wir nun wohl nicht mehr besonders interessant für sie sind.
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In Dörgicse treffen wir auf den
Weinhof "Granarius". Der Wirt stellt uns Wein und Wasser
auf den Tisch und zeigt uns das Haus (mindestens 300 Jahre alt). Das
Obergeschoss ist auf der vorderen Seite als Restaurant mit Tischen
ausgestattet, auf der hinteren sind alte bäuerliche Geräte
ausgestellt. Auch in den Weinkeller mit altem Tonnengewölbe werden
wir geführt. Wir sind beeindruckt. |
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| Dann kommt der Chef des Hauses, ein
junger Mann, mit Namen Adam, der hervorragend deutsch spricht. Lebhaft
erzählt er uns von dem Haus, das sein Vater kurz nach der Wende
gekauft und ausgebaut hat, und dass er, Adam, jetzt das Restaurant
"Granarius" führt und macht uns auf Schönheiten
der Umgebung aufmerksam. Wir kaufen bei ihm eine Flasche Chardonnay
aus der Winzergenossenschaft Dörgicse und als "Reiseproviant"
füllt er uns eine Zweiliter-Flasche mit Rizling. Der Junge und
das Haus gefallen uns, und wir beschließen auf dem Rückweg
unserer Radtour dort zu übernachten. Adam gibt uns seine Visitenkarte
mit Handy-Nr. und wir verabschieden uns freundschaftlich. |
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| Weiter geht unser Weg nach Kis-Dörgicse
und Vászoly. Vor dem Ort geht es rechts ab, wir gehen entlang
der Straße durch frische Laubwälder und hinter der Kuppel
haben wir plötzlich einen sagenhaften Blick auf den See. Nun
geht es nur noch bergab und in der Laci Pince machen wir Rast. |
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| Auf einer großen Sonnenterrasse hinter dem
Lokal bestellen wir Rindsgulasch mit Nockerln (760ft.=DM 5,90) und
Zigeunerbraten (750ft.=DM 5,80), dazu gemischte Salate und Wasser
und Wein. Wir genießen das Panorama über den Plattensee,
den Blick auf die Halbinsel Tihany und kommen noch mit der Wirtin
ins Gespräch. |
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Dann erfahren wir von ihr, dass gegen 18 Uhr ein
Zug oder ein Bus von Balatonudvari nach Balatonalkali, wo unser
Auto steht, fährt. Es ist jetzt 16 Uhr. Die 2,5 Kilometer nach
Udvari schaffen wir in einer guten halben Stunde.
Wir besichtigen noch kurz den Friedhof mit den
herzförmigen Grabsteinen und um 17.45 Uhr
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kommt unser Bus. Für die ca. 5 km nach Balatonalkali
zahlen wir zusammen an Fahrgeld 200 ft.=DM-.80 p.P. Am Auto entledigen
wir uns als erstes unserer Wanderschuhe. Welch eine Wohltat! Eine
Blase unter meinem linken Fuß hat Heiko mir schon in der Laci
Pince verarztet, die andere unter dem linken Fuß ist bei uns
im Zimmer dran.
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In Gyenesdias angekommen, löschen wir zunächst
unseren Durst mit einem Rizling und erzählen unserem Wirt von
unserer Tagesleistung (ca. 16 km). Danach gehen wir nach oben, um
unsere Radtaschen zu packen, denn morgen wird es ernst, unsere Radwanderung
soll beginnen.
Als Abschluss nehmen wir noch einen Palincka zu
uns sowie einen Palatschinken mit Eis (ich) und Fleischfüllung
(Heiko). Die Bezahlung fürs Zimmer müssen wir am nächsten
Morgen vornehmen, da das eine Angelegenheit der Chefin ist, die
uns am nächsten Morgen das Frühstück zubereiten wird.
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