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| 3. Tag - 29.04.2000:
Der Tag beginnt mit dem Frühstück um 9.30 Uhr (pro Person:
kleine Platte mit großer Menge gemischtem Aufschnitt und Kaffee).
Der Himmel ist etwas bedeckt, es scheint leicht kühl zu sein. |
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| Wir schnappen unsere Räder, um
die nähere oder weitere Umgebung zu erkunden. Unser Weg führt
uns über die B71 nach Keszthely, ins Zentrum (Fußgängerzone)
und zum Schloß. Inmitten eines gepflegten Gartens mit einem
schönen Springbrunnen steht Ungarns drittgrößtes Schloß
Festetics mit einer Bronzenachbildung des Schloßherren Festetics
Graf. |
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Unsere Sweatshirts als Oberbekleidung gegen die
anfangs kühle Luft werden uns nun doch zu warm und landen auf
dem Gepäckträger. Es ist jetzt sonnig und richtig sommerlich
warm.
Wir fahren weiter nach Heviz. Auf halbem Weg gehen wir in die "Wildpark-Czarda",
der Durst ist riesig. Der Kellner berichtet uns von der täglichen
Lifemusik ab 17 Uhr und preist die Kochkünste seines Küchenmeisters
an. |
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Weiter geht es bergab
nach Heviz. Wir fahren bis zur blauen Kirche, dann orientieren wir
uns nach dem Thermalsee. Heviz ist ein typischer Kurort.
Wir werden erinnert an die Ostsee, die Kurgäste schlendern mit
Badezeug und Schwimmringen bepackt in eine bestimmte Richtung. Wir
folgen dieser und landen im Kurpark und am Eingang zur Badeanstalt
(Fürdö). |
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| Der Thermalsee in Heviz ist der größte
seiner Art in Europa und hat für die verschiedensten Krankheiten
eine heilende Wirkung. Der Andrang ist auch schon jetzt in der Vorsaison
sehr groß. Die Wassertemperaturen betragen zurzeit 25-26°,
im Sommer ca. 10° mehr! |
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Wir biegen nach ca. 5 km von dieser Straße
ab und fahren auf einer dem See näheren in Richtung Keszthely.
Wir treffen auf einen Radweg, der parallel zum See an einem riesigen
Campingplatz entlang verläuft. In einer Czarda am See trinken
wir einen Gespritzten (0,3 l) und danach einen kleinen Wein(0,1
l) und bezahlen 210+100 ft = 320 ft / 2,60 DM!
Wir bleiben auf dem asphaltierten Weg am See und landen an der Rückseite
unserer Pension! Wie schön, nun wissen wir, dass wir für
unsere Tour nicht durch Keszthely müssen.
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Wir sind heute 38 km gefahren und nehmen es als
warm-up.
Abends genehmigen wir uns bei "uns"
ein Zanderfilet (1.250 ft. = DM 10,--)- sehr lecker, und die Portion
ist zu schaffen.
Ein Anruf von Munky um 19.20 Uhr sagt, dass sie
mit Freundin in Heviz angekommen ist. Wir verabreden uns für
morgen um 19Uhr in der Wildpark-Czarda.
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| 4. Tag - 30.04.2000:
Es ist wieder strahlender Sonnenschein und schön warm. Mein Gott,
haben wir ein Glück - jedenfalls bis jetzt. Wenn es so bliebe,
wären alle unsere Wünsche in Erfüllung gegangen.
Heiko nimmt heute zum Frühstück (er
liebt es deftig) eine Hauswurst und ich (lieber etwas milder) ein
wenig Marmelade, Honig und Käse.
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In der Ferne hören wir einen Kuckuck!!
Welch ein seltenes Geräusch für uns.
Rechts der Straße sehen wir auf einem
kleinen Berg eine Kapelle. Wir schieben unsere Räder hinauf
und haben von dort einen herrlichen Blick auf den See.
Dann kommen wir nach Balatongyörök.
Auf dem Bootssteg tummeln sich die Angler.
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| Wir nehmen im Etterem am Bahnhof eine Erfrischung
zu uns, dann geht es weiter, bis der Radweg endet. Wir müssen
nun auf die B71 und fahren an dieser sehr eintönigen Strecke
ca. 4 km durch Schilf und Nur-Gegend bis es rechts nach Szigliget
geht. Zunächst steigt die Straße an, dann geht es wieder
hinab in den Ort. Nach einer kleinen Rast- und Einkehrmöglichkeit
suchen wir vergeblich. |
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| Als wir um den Ort und Berg herumfahren,
macht sich bei mir wieder meine Konditionsschwäche bei Steigungen
bemerkbar.
Heiko nimmt mir mein Rad ab und schiebt es. Ich
"krieche auf allen Vieren" hinterher, dann entdecken wir
ein sehr schön gelegenes Restaurant an einer Weggabelung -
das Aranypatko-Etterem in Szigliget.
Wir trinken jeder 2 Apfelschorlen
(à 0,5 l) bevor es wieder zurück zur B71 und nach Hause
geht, ohne am Bahnhofs-Etterem Balatongyörök anzuhalten.
Wir haben heute 46 km zurückgelegt.
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Zu um 19 Uhr fahren wir mit dem Auto Richtung
Heviz, um uns dort in der Wildpark-Czarda mit Inken und ihrer Freundin
Ragnhild zu treffen. Auf dem Weg durch Keszthely machen wir einen
kleinen Abstecher zum Festeticz-Schloß. Ohne Fahrrad ist man
doch etwas beweglicher. Im Schloß beginnt heute (und an den
folgenden Sonntagen und Mittwochabenden) um 20 Uhr ein Operettenkonzert
im Spiegelsaal. Wir bewegen in unseren Herzen einen Besuch nach
der Rückkehr unserer Fahrradtour.
Die Begrüßung mit Munky und Freundin
fällt recht herzlich und laut aus. Wir setzen uns auf die hintere
Terrasse - und werden gepiesackt von Mücken.
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| Ein Zigeuner mit seiner Geige kommt zu uns, und
ich wünsche mir "Komm mit nach Varasdin". Er fiedelt
und sein Instrument seufzt! Auf meine Frage: "Wo, bitte schön,
liegt Varasdin?" antwortet der Geigenvirtuose mit einem Lächeln
und Achselzucken. Es zeigt sich mal wieder: keiner weiß wo Varasdin
liegt! Aber jeder kennt das Lied! |
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Wir bestellen Wildschweinkeule gefüllt
mit Backobst (Heiko 990ft), Zanderfilet mit Zitronensauce (ich 990ft),
dazu Wein und Wasser. Plötzlich wird es stürmisch, und ein
heftiges Gewitter entlädt sich über uns. Wir verlagern unsere
Aktivitäten nach drinnen. Leider ist die Zigeunermusik ziemlich
laut und schräg, dadurch ist eine Unterhaltung etwas anstrengend. |
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| Munky und Ragnhild sind zum zweitenmal in Heviz
zur Kur, aber diesmal ohne vorher zu buchen. Sie haben vor Ort etwas
gefunden, was ihren Vorstellungen (auch in preislicher Hinsicht) entsprach.
Ca. zwei Wochen wollen sie bleiben, und dabei auch die Gegend erkunden. |
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Gegen 21.30 Uhr trennen wir uns mit der Absicht,
vor unserer Abreise Kontakt aufzunehmen, um sich eventuell noch
einmal zu treffen.
Weil das Gewitter mit Wind und Regen noch nicht
restlos abgezogen ist, setzen wir uns im Anita ins Innere des Restaurants
und trinken noch einen Absacker, bevor wir den heutigen Tag beenden.
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