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27.04.2000 - Donnerstag:
Die Nacht war kurz, der Schlaf schlecht, der leichte Stress doch spürbar.
Wir starten um 6.20 Uhr. In den Feldern und Wiesen längs der
A 25 liegt Nebel, aber der Himmel ist klar. Die Autobahn ist leer,
etliche Lkws, aber wenig Pkws sind unterwegs aus HH heraus.
Erste Tankpause - wie gewohnt - in Kassel-Nord
(zwischendurch eine kleine Überprüfung unserer Deckslast
- Räder-, alles o.K.), danach Picknick auf einem der nachfolgenden
Autobahnparkplätze mit Brötchen und Kaffee.
Weiterfahrt, es läuft hervorragend, bei einer
Geschwindigkeit von 120 - 140 km/h ist es kein Problem, einen 100er
Schnitt zu halten, zumal keine Baustellen und Staus uns aufhalten.
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Probepacken am 26.04.2000
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In Höhe Neumarkt/Opf. verlassen wir die BAB,
um zu tanken.Kurz vor Regensburg wird gepicknickt, im Rasthof "Bayerwald"
genehmigen wir uns einen Becher Kaffee und einen Klobesuch.
Es ist jetzt 13 Uhr, und wir haben noch schätzungsweise
250 km vor uns. Das gesamte Deutschlandwetter ist hervorragend zum
Fahren, es ist bedeckt, aber die Temperaturen sind angenehm. Im
"Bayerwald" sitzen wir draußen im Garten - kurzärmelig
u. ohne Jacke.
An der Grenze zu Austria gibt es keine Kontrollen,
wir bleiben auf der Autobahn Richtung Wien bis zu Abfahrt Ybbs.
Nun müssen wir nur noch "unsere" Pension Moser finden.
Unsere Orientierung gilt dem Zentrum und an einer Kreuzung entdecken
wir das Geschäft "Feinkost Moser" um 16.45 Uhr.
Nach der Begrüßung durch Frau Moser
können wir das Auto in den Hof fahren, allerdings muss Heikos
Rad vom Dach; es ist für die Durchfahrt zu hoch. Wir bekommen
unser "altes" Zimmer (Radtour Passau-Wien 1995)mit Balkon
und Blick auf den Hof, das ist schön. Nach einer Meldung (sms)
an die Kinder machen wir einen Rundgang und trinken im "Babenberger
Hof" im Garten einen GV auf den Beginn unseres Urlaubs. Wir
freuen uns, dass wir die erste große Etappe so gut und stressfrei
gemeistert haben und genießen den herrlichen Wein und die
Stille hier im Gartenlokal
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| Danach landen wir in der "Postkutsche",
um etwas gegen unseren schon sehr heftigen Hunger zu tun. Heiko ißt
Zwiebelrostbraten und ich gebratene Knödel. Nach dem Essen klingelt
unser Handy. Es ist Rainer aus CF und wir stellen fest, dass "unsere"
Temperaturen besser sind. Die Emmis haben in der Wohnung gegessen,
weil draußen ein kalter Wind wehte, und wir sitzen bei milden
Temperaturen hier im Garten. Als Absacker gibt es einen "Malillenbland"
in der Postkutsche. Gegen 23 Uhr klingt der Tag aus. |
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| Fazit: Wir haben 1040 km in 10 ½ Stunden
zurückgelegt, ohne Stress und besondere Anstrengung. Das hatten
wir gar nicht zu hoffen gewagt. |
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| 28.04.2000 - Freitag:
Wir haben gut geschlafen, gut gefrühstückt, und nach einem
kleinen Plausch mit und einer herzlichen Verabschiedung von Frau Moser
(Zimmerpreis 460 Ats=65,--DM) starten wir um 10.30 Uhr in Richtung
Wien. Es ist warm - 25 ° und sonnig - aber sehr windig. Bis zum
Abzweig Richtung Eisenstadt ist sehr viel Verkehr, danach auf der
A2 haben wir die Straße teilweise für uns allein.
Wir reisen um 12.15 Uhr über die Grenzstation
Eisenstadt in Ungarn ein, ohne Probleme und lange Kontrollen. Nun
sind es zum Balaton - lt. Ausschilderung - noch 125 km.
Wir stellen fest, dass die Vegetation hier sehr
viel weiter ist als bei uns. In Ybbs blühte schon der Flieder,
auch hier glaubt man eher im Sommer zu sein als im Frühling.
Die Bäume und Sträucher sind grün, und der Goldregen
entlang der B84 steht in voller Blüte.
Die Orte sind immer schon von weitem zu erkennen
an den Wassertürmen mit ihren großen Kugeln auf dem hohen
schlanken Untergestell. Uns kommen Erinnerungen an Mosonmagyaróvár
. Und 12 km vor Sárvár geht es sogar nach Moson..
.
Wir fahren mit offenen Fenstern, es ist herrlich,
wir haben Sommer. Und der Löwenzahn hat schon Pusteblumen!
In einer Czarda, die an der Straße liegt, machen wir eine
kleine Pause, um für unser leibliches Wohl zu sorgen. Nun sind
es noch 60 km bis zum Plattensee.
Weiter auf der B84 erreichen wir Balatonederics,
dort stoßen wir auf die B71 und fahren rechts in Richtung
Keszthely. Über Balatongyörök und Vonyarcvashegy
kommen wir fast nahtlos nach Gyenesdias. An der Straße befinden
sich viele Hinweise auf Hotels usw., und wir bemühen uns, einerseits
die "Anita-Pension" und andererseits die "Madách
utca" zu finden. Es klappt recht schnell, auch die Haus-Nr.
19 ist leicht gefunden.
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| Um 15.10 Uhr stehen wir vor dem reetgedeckten Haus,
das wir aus der Abbildung im Internet kennen. Nebenan im Restaurant
melden wir uns, und die Chefin zeigt uns unser Zimmer und den Hof,
auf dem wir unser Auto und die Fahrräder abstellen können.
Wir sind angenehm überrascht, das Haus sah zwar auf dem Bild
recht nett und ansprechend aus, aber die Realität übertrifft
unsere Erwartungen um einiges |
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Nachdem wir nun unser Gepäck versorgt haben,
nehmen wir im Restaurant des Hauses eine Erfrischung zu uns. Dann
vertreten wir uns die Beine nach der langen Autofahrt. Die Madách
utca führt zum See und endet an der Badeanstalt. Die Anlage
ist zurzeit noch eintrittsgeldfrei zu betreten. Wir vermissen allerdings
den Sandstrand.Das Ufer ist eine betonierte Stufe, die teilweise
leicht mit Wasser überspült ist, davor liegen dicke Klamotten
im Wasser. In Abständen sind Treppengestelle aufgestellt, über
die man ins Wasser gelangen kann. Heiko testet die Wassertemperatur
und stellt fest: "Das Mittelmeer war um diese Zeit noch kälter."
Zu der Badeanstalt gehörigen riesige Parkflächen.
Im Sommer brummt hier bestimmt der Bär
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| Zum Abendbrot bestellen wir uns - zusammen
- einen Vorspeisenteller, danach isst Heiko eine Spezialität
des Hauses (Teller mit einer riesigen Menge unterschiedlicher Fleisch-
und Wurstsorten mit viel gebratenen Zwiebeln), ich entscheide mich
für Hähnchenbrust mit Letscho. Es schmeckt uns hervorragend,
aber die Menge ....!! Wir kapitulieren nach der Hälfte! |
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| Gegen 21 Uhr ist unser Tag zu Ende,
wir sind doch einigermaßen geschafft. |
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