Samstag
03.06.2006
Arcos de la Frontera
weißes Dorf bei Jerez
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Sonnabend, den 03. Juni 2006

Und wieder haben wir herrlichen Sonnen-schein. Klärchen lacht vom Himmel und meint es wirklich gut mit uns. Wir bezahlen die zwei Nächte Aufenthalt in unserer kleinen Wohnung und machen uns auf den Weg zu unserem heutigen Ziel Arcos de la Frontera.

Wir fahren entlang der Küstenstraße in Richtung Cadiz. Dann geht es auf die Autopista A 4 bis zur Abfahrt Jerez-Norte/Arcos. Wir lassen Jerez links liegen und fahren gen Osten ca. 25 Kilometer und erreichen das weiße Dorf Arcos.

Es gilt als das Schönste der weißen Dörfer. Auf einem Bergrücken gelegen, glänzt es durch volkstümliche Architektur und einen einzigartigen Ausblick über die gesamte Umgebung.

Unser Hotel "Los Olivos del Convento" ist schnell gefunden. Es handelt sich um ein ehemaliges Klostergebäude mit einem sehr schönen Innenhof, gediegen eingerichtet und mit exotischen Pflanzen und Palmen.

Unser Zimmer liegt im Erdgeschoss, ist geräumig und mit Klimaanlage ausgestattet. Eigentlich ist es im Preis ein wenig zu hoch, aber wir machen uns bewusst, dass wir um ein Haar überhaupt kein Geld mehr hätten ausgeben können...... . Also fackeln wir nicht lange, sondern genießen dieses wunderschöne Haus mit der gediegenen Atmosphäre.

Der Altstadtkern von Arcos liegt auf einem Felsplateau und die Abbruchkante von ca. 160 m ist schon atemberaubend. An diesem höchsten Punkt liegt auch das Rathaus und gegenüber der Parador mit einem sagenhaften Ausblick.

Wir hatten eigentlich davon geträumt, einmal in diesem Urlaub in einem Parador zu übernachten, aber letztlich schrecken wir doch immer zurück vor diesen enormen Preisen!

Also bleibt es weiterhin ein Traum - und träumen kann man doch alles.

Wir durchstreifen die vielen Gassen, die uns wahnsinnig beeindrucken! So eng und schmal und winklig! Sie sind erfüllt vom Knattern unzähliger Mopeds, die hier fast das einzige Verkehrsmittel zu sein scheinen. Die wenigen einheimischen Autofahrer haben kein Problem mit den engen Kurven, wohl aber die auswärtigen.

Einem ortsfremden Familienvater in einem Van, vollbeladen mit Kindern und Gepäck, können wir behilflich sein beim Abbiegen in einer dieser schmalen Gassen - ohne seinen Lack oder seine Stoßstange zu beschädigen. Immerhin dauert dieses Unterfangen mit Hin und Zurück so ca. 5 bis 6 Minuten. Der danach abbiegende Einheimische schafft es auf Anhieb, ohne zu korrigieren! In diesem Gassengewirr ...

... entdecken wir die kleine Bodega "El Patio" und nehmen dort eine Erfrischung zu uns.
Vom höchsten Punkt des Ortes werfen wir einen Blick auf den Stausee in der Ebene.

Der Nachmittag vergeht wie im Fluge.

Im Licht der untergehenden Sonne lassen wir die unwirkliche Stimmung des Ortes auf uns wirken.

In einer Bodega nehmen wir noch einen Absacker zu uns und sind früh im Bett.

Morgen ist Pfingsten und Sevilla ruft!

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