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| Donnerstag, den 01. Juni 2006 |
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Nach dem Frühstück wird gepackt. Heiko holt das Auto aus der Nebenstraße und ab geht die Fahrt in Richtung Conil de la Frontera an der Costa de le Luz am Atlantik. Es ist heute grau und ein wenig kühl. Wir fahren einen anderen Weg als auf der Hinfahrt. Es geht in Richtung Algeciras, durch die Berge, und in Serpentinen schrauben wir uns langsam hinab. Die Wolken hängen tief und lassen immer wieder Regen ab. Auf der Straße in Richtung Küste wird viel gebaut, immer wieder wird die Fahrt durch Blockampeln unterbrochen. Auf der Küstenschnellstraße ist viel los und der Regen macht die Fahrt nicht angenehmer. Da wir noch ein wenig beeinträchtigt sind durch unseren Crash und uns der starke Verkehr doch mehr ausmacht, beschließen wir keinen Zwischenstopp zu machen und direkt nach Conil de la Frontera durchzufahren. |
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weiße Ortschaften in der Ferne
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Windräder über Windräder am "Rande"
Europas
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Wir lassen also Gibraltar und Tarifa links liegen Unser Hotel, das wir von Ronda aus vorgebucht haben, liegt auch hier im Altstadtbereich - und damit in der Fußgängerzone. Unsere Ferienwohnung ist allerdings etwas außerhalb, und wir können dort das Auto sogar vor der Tür parken. Das ist für den Gespäcktransport natürlich sehr angenehm. Das Hotel "Torre de Guzman" ist ein gemütliches, familiäres Haus mit einem wunderschönen Patio und einem guten Restaurant. Das testen wir auch gleich und sind sehr angetan. Auch die Atmosphäre ist sehr schön und urig. |
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Danach folgt ein ausgiebiger Spaziergang am kilometerlangen und ca. 250 m breiten Sandstrand. Es ist unheimlich windig. Der Sand fliegt uns um die Ohren, es knirscht zwischen den Zehen - aber es ist herrlich! Wir genießen diese Stimmung, die uns gerade nach dem schweren Ereignis unheimlich gut tut. An einer kleinern Strand-Bar beschließen wir, hier in Conil zwei Nächte zu bleiben, um uns ein wenig zu erholen. |
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Abends schlendern wir durch die engen Gassen des kleinen ehemaligen Fischer-dorfes. Es ist hier sehr voll und leider auch ein wenig kühl, womit wir nicht gerechnet haben. Darum bleibt uns nichts anderes übrig, als in einem Lokal drinnen zu sitzen, um etwa zu essen. Ich merke auch, dass mir das Ereignis des 30. Mai noch ziemlich in den Knochen steckt. Ich bin emotional sehr angeschlagen und ständig den Tränen nahe. |
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Darum wird der Abend heute nicht lang, wir liegen beizeiten
in der Falle,
um am nächsten Tag hoffentlich etwas ausgeglichener zu sein. |
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| Freitag, den 02. Juni 2006 |
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Zum Frühstücken gehen wir heute morgen in das "Haupthaus". Vor dem Restaurant im Fußgängerbereich sitzen wir auf Rattanstühlen an kleinen runden Tischen. Es ist herrlich warm. Das Frühstück besteht hier nicht nur aus den "normalen" Tostadas, sondern dazu gibt es Queso, Tomates und sogar Zumo. Auf meine Frage, ob das Frühstück im Hotelpreis inbegriffen ist, wird mir geantwortet:" Si, naturalmente!" Das ist eine nette Überraschung! Danach schnappen wir uns unsere Rucksäcke mit Handtuch und Kameras und gehen in ... |
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Richtung Strand. Heute herrscht hier nur ein leichter Wind, der die Temperatur erträglich macht. Wir schlendern barfuß entlang der Wasserkante, wollen eigentlich bis zum Leuchtturm, aber der Strand ist dort wegen Bauarbeiten gesperrt. Auf dem Rückweg nehmen an einer der kleinen Strandbars eine Erfrischung zu uns, und ... |
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| ... Heiko nimmt ein Bad im Atlantik. Das täte ich auch gerne, aber wegen meiner frischen Wunde am linken Schienbein nehme ich davon Abstand. Schade! So nehme ich auf meinem Handtuch Platz und fotografiere Heiko beim Rein- und Rausgehen aus dem Wasser. Es ist hier sehr flach und er muss lange gehen, um in den tieferen Bereich zu gelangen. |
Es ist mittlerweile 14 Uhr vorbei und unsere Mägen melden ein leichtes Hungergefühl. An der Promenade gibt es viele kleine Restaurants. In einem dieser Lokale entscheiden wir uns für Calamares à la plancha. Es handelt sich jeweils um eine große Tube, die aber hervorragend schmeckt. Dazu gibt es Pommes und eine halbe gegrillte Tomate. Sehr lecker! Wir trinken heute eine Caña de Cerveza dazu. |
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Eindrücke von Strand und Promenade in Conil
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Unser Nachmittagsspaziergang führt uns in die andere Richtung des kilometerlangen Strandes. Diese lange Spaziergänge am Wasser tun uns und unseren Seelen gut. Wir versuchen etwas Abstand zu bekommen von dem schweren Ereignis, das doch immer noch in unseren Köpfen schwirrt. Ursprünglich hatten wir vor, von Conil aus |
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