Dienstag/Mittwoch
30./31.05.2006
Ronda - weiße Stadt
auf dem Berg
sms-eMails
 
Dienstag, 30. Mai 2006:

... der nette "Crown"-Mitarbeiter am Flughafen Malaga reserviert uns telefonisch unser Hotel für die kommenden zwei Nächte und um etwa 17:00 Uhr starten wir erneut Richtung Ronda.

Es geht jetzt auf der Küstenschnellstraße vorbei an Torremolinos und Marbella, dann auf der A-376 gen Norden auf Ronda. Auf der gebirgigen Strecke am Rande der Sierra Palmitera sind wir sicherlich für viele Einheimische ein Verkehrshindernis, jedoch sind wir nach unserem mitttäglichen Ereignis nicht geneigt, das "vorgegebene" Tempo mitzuhalten.

Gegen 19:00 Uhr erreichen wir Ronda. Einmal müssen wir im Ort nach dem Weg fragen, um unser Hotel "San Francisco" zu finden.

An der Hotel-Rezeption erkundigen wir uns nach landestypischen Restaurants und landen in einer sehr netten Tapas-Bar, in der nur Einheimische zu finden sind.

Auf den Schreck des zuende gehenden Tages genehmigen wir uns ein paar kleine Tapas und einen leckeren Rotwein.

 

 
Mittwoch, den 31. Mai 2006:

Die Nacht war nicht sehr schön. Ich hatte ziemliche Schmerzen im Rücken und Nacken, konnte mich nur mühsam bewegen und hatte außerdem wahrscheinlich leichtes Fieber.

Zum Frühstück gibt es Tostadas mit Butter und Marmelade sowie Café con leche.

Ronda bietet sehr viel Sehenswertes, aber wir lassen es heute etwas ruhiger angehen, als eigentlich geplant.

Die Stadt ist auf einen Felsen gebaut und unser erstes Ziel ist die denkmalgeschützte Brücke - Puente Nuevo - über der Schlucht des Rio Tajo, die den neuen Stadtteil mit der Altstadt verbindet.

Beeindruckend ist der 160 m tiefe Einschnitt in ein Felsenplateau. Wir schießen ein paar schönes Fotos und beschließen, am Abend die angestrahlte Brücke erneut zu knipsen.


Wir "steigen hinab" zu den Baños Arabes aus der Zeit um 1300. Dort wird zu der Besichtigung ein sehr interessanter Film über die Geschichte und die Funktion der einzelnen Räume gezeigt - computeranimiert, aber sehr eindrucksvoll dargestellt.

Blick aus dem Tal von den Baños Arabes auf die alte Stadtbefestigung

Eindrücke der Altstadt von Ronda

In der Altstadt machen wir Mittagsrast bei Schinken und Käse in einer kleinen Nebenstraße.

Wir lassen danach das Stadtzentrum bei einem kleinen Rundgang auf uns wirken, schauen noch einmal zum Stadttor am Fuße des Berges und begeben uns "ein wenig" erschöpft ins Hotel zur Siesta.

ein altes/ehemaliges Minarett
Sta. Maria La Mayor - Hochaltar
das Rathaus
die Kirche Sta. Maria La Mayor

unteres Stadttor und Blick auf die Neustadt
einziges sichtbares Teil der ehemaligen Moschee

Nach unserer heute wirklich verdienten Siesta machen wir uns auf den Weg zur Besichtigung des Stierkampfmuseums.

Ronda gilt als Geburtsstadt des Stierkampfes, denn hier wurden im 18. Jh. von der Stierkämpferfamilie Romero die heute noch gültigen Regeln festgelegt. Hier steht auch die älteste erhaltene Stierkampfarena aus dem Jahre 1785. Steinerne Säulen tragen die Überdachung der Zuschauerplätze.

Ein Papa mit seinem 2 bis 3 Jahre alten Filius spielen in der Arena Toro und Torero! Es ist ein Vergnügen, denen zuzusehen!-Im Stierkampfmuseum kann man die Ställe sowie die Zuwegung mit Schleusen besichtigen, durch die die Toros in die Arena geleitet werden. In der Reiterbahn trainieren die Picadores.

Unsere Suche nach einem Lokal für unser Abendessen gestaltet sich ein wenig schwierig, da die Restaurants, die uns von unserem Hotelier genannt wurden, entweder Urlaub oder einfach an dem heutigen Tag Ruhetag hatten.

Auf einer Plaza im Stadtzentrum finden wir
eine Bar und genehmigen jeder eine Portion Gambas und eine Paella.

Nun ist es langsam dunkel geworden, darum bewegen wir uns noch einmal in Richtung Puente Nuevo, um ein Foto der angestrahlten Brücke zu machen. Aber unsere Enttäuschung ist groß, denn die ideale Stelle hierfür liegt auf dem Areal des Paradores und ist für die Allgemeinheit geschlossen.
Auf der anderen Seite der Schlucht liegt das Restaurante Don Miguel. Also beschließen wir dort einen kleinen Wein zu trinken, um bei der Gelegenheit zu fotografieren. Aber es handelt sich hier um ein Restaurant und "solo bebir" ist nicht möglich - wir fühlen uns an Granada erinnert.
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Auf dem Weg nach Hause entdecken wir d i e Bar, die wir vorher gesucht hatten. Hier ist es urig, laut, voll und eben typisch spanisch! Wir trinken in der herrlichen Atmosphäre noch einen kleinen Roten zum Abschluss.