Montag
  22.05.2006
von Ventas de Zafarraya
bis Periana

Wir sind um 7:30 Uhr zum Frühstück gegangen und sogleich geschockt! Hier tobt der Bär, die heisse Schlacht am Frühstückbüffet ist in vollem Gange. Man hat Probleme, eine freien Tisch zu finden, am Kaffeeautomaten sind Menschenschlangen, ebenso am Büffet. Von Mitwanderern aus unserer Gruppe erfahren wir, dass diese schon um 7:00 Uhr gekommen sind und es um die Zeit schön leer war. Die Massen kamen erst später. Und diese Massen bestehen in der Hauptsache aus Japanern, bewaffnet mit Kameras und kochtopfähnlichen Kopfbedeckungen. Also beschließen wir, ab morgen auch um 7:00 Uhr - mitten in der Nacht - zum Frühstück anzutreten.

Pünktlich um 8:30 Uhr sind wir alle vor dem Hotel versammelt. Unser Bus mit dem Fahrer Agostin, der uns die nächsten Tage zur Verfügung stehen wird, ist auch schon da. Unsere Fahrt heute zu unserer ersten Wanderung geht in Richtung Málaga.

Während der Fahrt erzählt uns Rudi, unser Wanderführer, vieles über Land, Leute und Geschichte von Andalusien. So zum Beispiel, dass der Ort Alhama de Granada zu maurischer Zeit ein beliebter Badeort gewesen sei.

Hier machen wir einen kurzen Stop, damit sich im Supermercado jeder mit ausreichend Wasser für den heutigen Tag eindecken kann.

Da wir ja schon einige Zeit unterwegs waren, und der Morgenkaffee drückte, wird unterwegs noch eine kleine Pause zur "Behebung des technischen Problems" eingelegt. Wir halten an einer Bar in einem kleinen Dorf an, und einige unserer Wanderkollegen bestellen sich auf die Schnelle einen Café Cortado oder trinken einen Manzanilla. Das ist ein Sherry, der allerdings nicht aus der Region Jerez stammt, deren Name geschützt ist. Der Geschmack ist dem Sherry ähnlich, vielleicht ein wenig weicher. Dies sollte ab nun auch unser - Heikos und meins - "Lieblingsgetränk" der kommenden Wochen werden.

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Übersichtkarte

Anschließend geht es weiter bis Ventas de Zafarraya. Hinter dem Ort verlassen wir den Bus und Agostin und wandern auf einer ehemaligen Eisen-
bahntrasse entlang.


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Auf der linken Seite sehen wir in der Ferne den Stausee von Málaga, den Embalse de Viñuela...

 

... und am Horizont ahnt man das Mittelmeer.



Der wunderschöne Weg ist wunderbar zu laufen und ist gesäumt mit herrlichen und für uns unbekannten Pflanzen. Die Vegetation ist abwechslungsreich durch diverse Sorten Ginster, so z.B. den Stechginster, den betischen Ginster, ebenso verschiedene Diestelsorten, die wunderschöne Zistrose. Und wir sehen den Granatapfelbaum, nach dessen Frucht auch die Stadt Granada benannt wurde. Im Wappen der Stadt befindet sich der Granatapfel.


Um 14:00 Uhr erreichen wir unseren Zielort - Periana, in dem sich eine der typischen spanischen Ölmühlen befindet. Andalusien, insbesondere die Provinz Jáen, ist die bedeutendste Ölanbauregion der Welt. Hier ziehen sich die Olivenbäume in Reih und Glied durch das Land. Eine Besichtigung der Ölmühle hier in Periana kann leider nicht stattfinden, da diese für heute geschlossen ist. Lediglich der kleine angeschlossene Laden hat geöffnet. Hier decken sich einige von uns mit dem herrlichen Olivenöl ein. Das gibt es in diversen Größen, ebenso in Glas- und Plastikflaschen. Wir entscheiden uns für eine kleinere Menge in einer Glasflasche, um einem möglichen Transportproblem beim Rückflug aus dem Weg zu gehen.

In einer Bar in Periana ist im Anschluss an diesen Besuch der Ölmühle ein kleiner Imbiss vorbereitet.

Für jeden für uns gibt es einen Teller mit diversen Leckereien (salchichón, jamón, chorizo y queso) ...

... dazu gibt es Brot und Oliven -
typisch spanisch.

Getrunken wird Rotwein, Wasser und Bier.
Es ist köstlich - und satt wird man auch.


Anschließend führt uns Rudi in eine kleine Bar, in der es einen leckeren Anislikör zu trinken gibt. Wir haben sogar die Möglichkeit, die kleine Destille im Hinterhaus zu besichtigen.  
Die Besonderheit dieser kleinen Bar ist das "weltkleinste Pissoir", das von uns auch gebührend bestaunt und fotografiert wird.
     
Der Anis schmeckt vorzüglich, und wir langen auch kräftig hin.

Um 15:30 Uhr treffen wir uns am Bus und es geht zurück nach Granada.

Im Hotel angekommen, schnappen wir uns die Badesachen und genießen unser erstes Bad im Pool. Ach, ist das herrlich! Es erfrischt die Lebensgeister und man kann auf diese Weise die Zeit bis zu unserem Abendessen prima nutzen.


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