Let`s go to Meck-Pomm
Womi-Tour vom 24.04.1994 - 01.05.1994
kleines Reisetagebuch
* Womi =Wohnmobil
 
Start : Sonntag 24.04.1994 um 9:15 Uhr
Wohnmobil-Kilometerstand 128 369
Hamburg - A 24
Neustadt-Glewe 10:35 Uhr
Parchim
Lübz
Plau
Karow
Alt-Schwerin 11;45 Uhr - 10 Minuten Pause - weiter bis
Malchow
BAB - Abfahrt Waren - weiter auf B 192 über Möllenhagen (Mittagessen in einem urigen Landgasthof an der Straße nach Neubrandenburg) . Um 14:00 Uhr weiter über Neubrandenburg - B 197 nach Anklam - B 110 nach Usedom.
Um 15:40 Uhr Ankunft in Usedom auf Usedom!
Unvergessliches Tankerlebnis!!
Reiseziel Campingplatz Ückeritz um 17.30 Uhr erreicht.
 
2. Tag - Montag 25.04.1994

Erste Nacht im Womi - etwas unruhig - eben ungewöhnlich.
Morgendlicher Schock: es kommt kein Wasser aus der Leitung! Wir wissen nicht warum, der Tank ist voll! Also ab ins Waschhaus, Wasserkessel füllen am Wasserhahn auf dem Camping-
platz. Heiko will Brötchen holen - Kaufhalle hat dicht. Nächster Laden ist im Ort. Also, rauf aufs Fahrrad. Frühstück und Kaffee schmecken den Umständen entsprechend (um 10.50 Uhr).

Danach ab aufs Rad und Richtung Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck.
Wetter ist super, strahlender Himmel, keine Wolke , ca. 20 Grad.
Zurück ca. 17.00 Uhr = 35 km.

 
3. Tag - Dienstag 26.04.1994

Zweite Nacht ist ruhiger als die erste. Nach dem Frühstück Start um 10:30 Uhr mit den Rädern in die andere Richtung. Treffen am Strand „Kolpinsee“ Campingnachbarn. Erste Pause um 11:30 Uhr. Weiter über Koserow (Fischräucherei entdeckt, ab 15.30 Uhr gibt es dort frisch geräucherten Bückel) und Zemplin nach Zinnowitz. Ziemlich erschossen angekommen, die Strecke dorthin ist zwar sehr schön, aber wahnsinnig anstrengend; auch fahren wir weite Strecken gegen einen heftigen Wind.

In Zinnowitz angekommen - frei nach dem Motto: „und jeden Tag eine neue Katastrophe“ - habe ich einen Platten im Hinterrad. Unser Reserveschlauch passt nicht. Der Wirt, bei dem wir mittags eingekehrt sind, nennt uns einen Baumarkt nebenan. Also Flickzeug gekauft und Loch geflickt. Soll noch mal einer sagen: „Heiko und die Technik“. Er hat bewiesen, daß der sie beherrscht und kommt mindestens 2 Punkte rauf. Mit frischer und praller Luft im Reifen geht’s zurück. Wir machen Zwischenstation an der Fischräucherei in Koserow, vernaschen zwei Bückel auf der Hand - ofenwarm - und nehmen zwei mit fürs Abendbrot.
Ankunft 17:30 Uhr bei „unserem“ Womi.

 

4. Tag - Mittwoch 27.04.1994

Hurra, wir haben Wasser! Die Pumpe war verklemmt.

Um 11:15 Start in Richtung Rügen.
Von Ückeritz über Usedom - Wolgast nach Greifswald.
Mittagspause - Stadtbummel - kleine Stärkung,
Weiter 14:15 Uhr Richtung Stralsund -
über Samtens - Dreschwitz - Gingst - Kulis - nach
Schaprode - Ankunft 15:45 Uhr.

Stellplatz für Womi direkt an der Wasserkante.Sitzen auf unseren Campingstühlen am Strand und beobachten den Sonnenuntergang. Traumhaft!

 
5. Tag - Donnerstag 28.04.1994


Um 9:00 Uhr mit der Fähre und unseren Fahrrädern ab Schaprode nach Hiddensee,
9.45 Uhr Ankunft in Kloster. Fahren in Richtung Leuchtturm. Landschaftsschutzgebiet Dornbusch darf nicht mit Rädern befahren werden, Fußgänger dürfen sich nur auf den sehr schlecht beschilderten Wegen aufhalten. Es ist wahnsinnig anstrengend, die Räder durch Sand und teilweise Gestrüpp zu schieben. Fahren über Vitte nach Neuendorf und mit der Fähre um 12:30 Uhr nach Schaprode zurück.

Weiterfahrt mit dem Womi nach Arkona - Campingplatz Putgarten.
Ankunft 16:00 Uhr.

Fußmarsch zum Leuchtturm - Steilküste - Abstieg zum Strand (lauter Feuersteine) nach Vitt. „Goldener Anker“ hat geschlossen (nur an Wochenenden geöffnet). Blick in die Kirche und zurück nach Hause = Womi. Telefonat mit Eike, Andi und Thammo. der entgegen unserer Planung erst am Sonnabend nachmittag in Ahrenshoop ist. Also machen wir noch eine Nacht im Süden der Insel.

 
6. Tag Freitag 29.04.1994

10:30 Uhr Start - nach Entsorgung von Abwasser und Aufnahme von Frischwasser. Das Ereignis des Morgens: Heiko verditscht sich sein „Kopfknie“ (er hatte vom Vortag einen heftigen Sonnenbrand auf der Platte!) am Alkoven. Fazit: man kann ihn eben nicht alleine lassen (ich war auf dem Klo).

Um 11:30 Uhr sind wir in Prora. Auf die Räder und ca. 3 km in Richtung Strand. Wir bestaunen die „hübschen Häuser“. Danach weiter bis Binz. 3 Stunden Unterbrechung mit Bummel und Mittagessen, danach weiter nach Göhren (Bummel und Erfrischung).

Um 17:30 Uhr Ankunft in Thiessow. Begegnung mit Campern aus Ückeritz. Um 18:00 Uhr beim Kiosk Brötchen fürs Frühstück bestellt, Fahrräder geschnappt und ab in Richtung Klein-Zicker. Dort war nichts los, alle Krüge hatten dicht. Wieder zurück nach Thiessow. Restaurant „Am Hafen“ eingekehrt, leckere Heringsfilets in Senf-Zwiebel-Eihülle gegessen. Dann zurück und um 20.45 Uhr mit Eike telefoniert.

Danach haben wir unsere Campingstühle vor das Womi gestellt, mit dem Klappkorb als Tisch, und bei Darguner Bier und Rostocker Doppelkümmel die Rügen-Tage ausklingen lassen. Gleich geht’s in die Falle – sprich Alkoven – und morgen verlassen wir die größte deutsche Insel in Richtung Darß.

 

7. Tag - Sonnabend 30.04.1994

Das 1. Ereignis des Tages: Beim Tanken im Raum Sellin, die Tankpistole rutscht ab, und das „köstliche“ Naß ergießt sich auf Heikos Hose. Deshalb kurz vor Bergen auf einem Parkplatz - Hosenwechsel wegen „Narkotisierungsgefahr“!

Das 2. Ereignis des Tages: Um 11:25 Uhr an der engsten Stelle der Strelasundbrücke (Baustelle) begegnen uns Andi und Stefan! Kleiner Klönschnack und Rückstau in beiden Richtungen.

Weiter über Stralsund - Ribnitz-Damgarten - Dändorf - nach Ahrenshoop.
15:00 Uhr Ankunft bei Thammo

 
8. Tag - Sonntag 01.05.1994
Es ist der erste kalte und ungemütliche Tag seit unserer Abfahrt. Nachts hat es geregnet. Wir haben mit Thammo und Gina in unserem Womi gemütlich gefrühstückt, weil unsere Heizung eine stärkere Leistung hatte als ihre in der kleinen Hütte. Wir starten um 10:45 Uhr. Die Fahrt geht von Ahrenshoop über Rostock - Laage - Güstrow - Sternberg („Getränkerückgabe“) - Schwerin - A 24 nach Nettelnburg. Ankunft 14:45 Uhr.
Kilometerstand: 129 381
bei Abfahrt: 128 369
zurückgelegte Kilometer 1 012
 
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